- EIB-Gruppe vergab 2025 Mittel an die Stadt Stockholm, Stockholm Exergi, den Hafen von Göteborg, Sandvik, PulPac und ECAPS
- Finanzierungen von insgesamt rund 21,8 Milliarden schwedischen Kronen (2,06 Milliarden Euro), davon 56 Prozent für die grüne Wende
- Schwerpunkt waren Klimaschutz, nachhaltiger Verkehr, Innovationen und Wettbewerbsfähigkeit der schwedischen Wirtschaft
2025 vergab die EIB-Gruppe – bestehend aus der Europäischen Investitionsbank (EIB) und dem Europäischen Investitionsfonds (EIF) – rund 2 Milliarden Euro an schwedische Kommunen und Unternehmen. Damit unterstützte sie Investitionen in vielen Bereichen – von klimaverträglicher Infrastruktur bis hin zu innovativen, wachstumsstarken Unternehmen. Die Mittel fließen in Projekte für erneuerbare Energien, CO2-Abscheidung, nachhaltigen Verkehr und industrielle Innovation und erleichtern Start-ups und kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) den Zugang zu Wachstumskapital. Die Finanzierungen von insgesamt 21,8 Milliarden schwedischen Kronen (2,06 Milliarden Euro) mobilisieren landesweit Investitionen von etwa 7,6 Milliarden Euro. Das entspricht 1,3 Prozent des schwedischen BIP bzw. 711 Euro pro Kopf.
Zu den Highlights gehörte ein Kredit an Stockholm Exergi für den Bau einer Bioenergie-Großanlage mit CO2-Abscheidung und -Speicherung, die an das Fernwärmenetz der Stadt Stockholm angeschlossen ist. Parallel dazu finanzierte die EIB ein Großprojekt für den Ausbau des Stockholmer U-Bahn-Netzes, das die Mobilität in der Stadt besser und nachhaltiger macht. Außerdem unterstützte die Bank Investitionen im Hafen von Göteborg. Mit dem Projekt will der größte Hafen Schwedens seine Logistik ausbauen und die Emissionen im Seeverkehr senken.
Für Innovationen in der schwedischen Industrie gingen Finanzierungen u. a. an den Maschinenbaukonzern Sandvik und das Gesundheits- und Hygieneunternehmen Essity. Neben Krediten für Forschung und Entwicklung vergab die EIB auch Venture-Debt-Darlehen an wachstumsstarke Technologieunternehmen wie ECAPS in Stockholm. Das schwedische Luft- und Raumfahrtunternehmen entwickelt neue Antriebssysteme für Satelliten und Raumfahrzeuge. Ein weiterer Kredit ging an das Verpackungsunternehmen PulPac in Göteborg, das mit seiner „Dry Molded Fiber“-Technologie eine nachhaltige Alternative zu Einwegplastik bietet.
EIB-Vizepräsident Karl Nehammer: „Das starke Engagement der EIB Gruppe in Schweden unterstreicht die Führungsrolle des Landes bei Klimaschutz und Innovation. Mit unserer Unterstützung für Projekte, die von CO2-Abscheidung über nachhaltigen Verkehr bis hin zu modernen Industrie- und Raumfahrttechnologien reichen, stärken wir Europas Wettbewerbsfähigkeit und bringen greifbare Vorteile für die Menschen.“
Der Europäische Investitionsfonds, der kleinere Unternehmen mit Eigenkapitalbeteiligungen und Garantien unterstützt, mobilisierte 2025 schätzungsweise 3,37 Milliarden schwedische Kronen (319 Millionen Euro) für schwedische Firmen. Er verbessert den Zugang von Start-ups und Scale-ups zu Wachstumskapital, indem er in Risikokapital- und Wachstumskapitalfonds investiert und Garantien stellt, die die Kreditvergabe an kleine und mittlere Unternehmen fördern.
Hinweis: Die in dieser Pressemitteilung genannten Zahlen sind ungefähre Angaben und hängen vom jeweiligen Wechselkurs ab.
Weitere Informationen: Die EIB-Gruppe in Schweden im Jahr 2025
Hintergrundinformationen
EIB-Gruppe
Die Europäische Investitionsbank-Gruppe (EIB-Gruppe) ist die Einrichtung der Europäischen Union für langfristige Finanzierungen. Ihre Anteilseigner sind die Mitgliedstaaten. 2025 unterzeichnete die EIB-Gruppe 100 Milliarden Euro an neuen Finanzierungen für mehr als 870 wirkungsstarke Projekte in acht Kernbereichen, die die strategischen Ziele der EU unterstützen: Klima und Umwelt, Digitalisierung und technologische Innovationen, Sicherheit und Verteidigung, Kohäsion, Landwirtschaft und Bioökonomie, soziale Infrastruktur, die Kapitalmarktunion und ein stärkeres Europa in einer stabileren und friedlichen Welt. Alle Projekte, die die EIB-Gruppe finanziert, entsprechen dem Pariser Klimaabkommen.
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