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  • EU unterzeichnet neue Beitragsvereinbarungen mit EBWE (20 Mio. Euro) und EIB Global (15 Mio. Euro) für Photovoltaik-Projekte und Stromnetzinfrastruktur
  • Koordinierte Team-Europa-Initiative hilft Tunesien, bis 2030 seinen Strom zu 35 Prozent aus erneuerbaren Energien zu erzeugen und sauberen Strom in das Seekabel ELMED einzuspeisen
  • Erste Investitionen betreffen Solaranlagen mit einer Leistung von 400 Megawatt in Sidi Bouzid und Gafsa

Die Europäische Union (EU) verstärkt ihre Unterstützung für Tunesiens Energiewende. Dazu vergibt sie aus Mitteln der Nachbarschaftsinvestitionsplattform (NIP) Zuschüsse von insgesamt 35,8 Millionen Euro für den landesweiten Ausbau von Erneuerbare-Energien-Anlagen und der Strominfrastruktur.

Die EU hat zwei neue Beitragsvereinbarungen unterzeichnet – eine über 20,4 Millionen Euro mit der Europäischen Bank für Wiederaufbau und Entwicklung (EBWE) und eine weitere über 15,4 Millionen Euro mit der Europäischen Investitionsbank (EIB Global). Diese Zuschüsse machen große Erneuerbare-Energien-Projekte bankfähig, fördern Investitionen in die Netzanbindung und die Übertragungsinfrastruktur und mobilisieren zusätzliche öffentliche und private Mittel. Parallel dazu stellt die EU Garantien unter EFSD+.

Zu den ersten Projekten, die über die Initiative gefördert werden, gehören ein 100-Megawatt-Solarpark in Sidi Bouzid, der von Scatec und Aeolus entwickelt wird, sowie Photovoltaik-Anlagen mit einer Leistung von 300 Megawatt, die unter der Leitung von Qair in Gafsa entstehen. Diese ersten Investitionen in Anlagen mit einer installierten Leistung von insgesamt 400 Megawatt dürften weitere Geldgeber aus dem Privatsektor und internationale Kofinanzierungen anziehen.

EIB-Vizepräsident Ioannis Tsakiris: „Tunesien ist ein wichtiger Partner der EIB Global, und die neue EU-Beitragsvereinbarung über 15 Millionen Euro trägt maßgeblich dazu bei, vorrangige Erneuerbare-Energien-Projekte bankfähig zu machen. Sie zeigt, wie EU-Zuschüsse in Kombination mit Finanzierungen der EIB Global umfangreiche Investitionen in Solaranlagen und entsprechende Netzinfrastruktur mobilisieren können. Das beschleunigt die Energiewende in Tunesien und verstärkt die Wirkung von Global Gateway.“

Giuseppe Perrone, EU-Botschafter in Tunesien: „In enger Abstimmung mit Tunesiens Energiestrategie investiert die Europäische Union in erneuerbare Energien und moderne Infrastruktur. Ziel ist es, die Energieautonomie des Landes zu stärken, nachhaltiges Wachstum zu fördern und die Klimaresilienz zu verbessern. Die Maßnahmen verbessern die Lebensbedingungen und machen den Mittelmeerraum stabiler.“

EBWE-Präsidentin Odile Renaud-Basso: „Wir sind stolz darauf, zusammen mit der EU und der EIB in Tunesien die grüne Wende voranzutreiben. Durch die Kombination von Finanzierungen mit EU-Zuschüssen können wir umfangreiche Investitionen in erneuerbare Energien und Stromnetze auf den Weg bringen. Mit diesen Projekten erschließen wir Tunesiens riesiges Energiepotenzial – für eine sichere, kostengünstige Stromversorgung aus einheimischen Quellen.“

Die beiden Vereinbarungen tragen direkt zu Tunesiens Programm für den Erneuerbare-Energien-Ausbau bei, das neue Anlagen mit einer Leistung von 1,7 Gigawatt vorsieht. So will das Land seinen Strom bis 2035 zu 35 Prozent aus Erneuerbaren erzeugen, ein Ziel, das auch in der von der EU und Tunesien unterzeichneten Absichtserklärung zur Zusammenarbeit im Bereich Energie verankert ist.

Die EU-Zuschüsse aus NIP-Mitteln mindern das Risiko strategischer Investitionen und mobilisieren öffentliche und private Koinvestitionen. Sie sind Teil des Global-Gateway-Investitionspakets Afrika–Europa und zeigen das Engagement der EU, über Team Europa den Partnerländern beim Aufbau einer nachhaltigen, sicheren und gerechten Energieversorgung zu helfen.

Hintergrundinformationen

EU

Die EU ist Tunesiens größter Investor und Handelspartner, und europäische Unternehmen haben dort bereits über 400 000 Arbeitsplätze geschaffen. Die Zusammenarbeit in den Bereichen Handel, erneuerbare Energien, Mobilität und Migration, Bildung und Chancen für junge Menschen, ländliche Entwicklung und wirtschaftliche Teilhabe von Frauen zeigt, dass sich beide Seiten gemeinsam für Wohlstand, Stabilität und Chancen für alle einsetzen. Seit der Unterzeichnung der Absichtserklärung von 2023 über die strategische und umfassende Partnerschaft hat die EU in Tunesien ihre Finanzierungsinstrumente zum Einsatz gebracht. Unter anderem vergab sie Zuschüsse von mehr als 600 Millionen Euro für Projekte in Bereichen wie Energie, Verkehr und KMU und unterstützte damit Investitionen von schätzungsweise 5 Milliarden Euro.

Die EBWE

Die Europäische Bank für Wiederaufbau und Entwicklung (EBWE) ist eine multilaterale Bank, die die Entwicklung des Privatsektors und der unternehmerischen Initiative in 42 Ländern auf drei Kontinenten fördert. Eigentümer der EBWE sind 77 Länder sowie die EU und die EIB. Durch ihre Investitionen will die EBWE aus den Regionen, in denen sie tätig ist, Volkswirtschaften machen, die wettbewerbsfähig, inklusiv, gut geführt, grün, widerstandsfähig und integriert sind. Folgen Sie uns im Web und auf Facebook, LinkedIn, Instagram, X und YouTube.

EIB Global

Die Europäische Investitionsbank (EIB) ist die Einrichtung der Europäischen Union für langfristige Finanzierungen. Ihre Anteilseigner sind die Mitgliedstaaten. Die EIB vergibt Mittel für Investitionen, die zu den Kernzielen der EU beitragen.

Die EIB Global ist der Geschäftsbereich der EIB-Gruppe für wirksamere internationale Partnerschaften und Entwicklungsfinanzierungen sowie ein zentraler Partner bei der EU-Initiative Global Gateway. Bis Ende 2027 will sie Investitionen von 100 Milliarden Euro mobilisieren, rund ein Drittel des Gesamtvolumens von Global Gateway. Die EIB Global arbeitet als Teil von Team Europa eng und zielorientiert mit anderen Entwicklungsfinanzierungsinstituten und der Zivilgesellschaft zusammen. Über unsere Büros in aller Welt bringt die EIB Global die EIB-Gruppe näher zu den Menschen, Unternehmen und Institutionen vor Ort.

Auf unserer Website finden Sie Fotos vom Sitz der EIB.

Global Gateway

Global Gateway ist die europäische Initiative, die intelligente, saubere und sichere Verbindungen für Digitales, Energie und Verkehr fördern und weltweit die Gesundheits-, Bildungs- und Forschungssysteme stärken soll. Über Global Gateway will Team Europa – die EU, ihre Mitgliedstaaten und ihre Finanzierungs- und Entwicklungsinstitutionen – Investitionen von bis zu 300 Milliarden Euro mobilisieren. Ziel sind tiefgreifende Veränderungen in den Bereichen Digitales, Klima und Energie, Verkehr, Gesundheit sowie Bildung und Forschung.

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2026-012-DE