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EIB
  • EIB sagt 37,5 Mio. US-Dollar für den Alta Semper Fund II zu, der bis zu 150 Mio. US-Dollar für Gesundheitsinvestitionen mobilisieren will und dabei den Schwerpunkt auf Nordafrika legt
  • Fonds fördert Innovation, bezahlbare Leistungen und regionale Zusammenarbeit zwischen der Europäischen Union und ihrer südlichen Nachbarschaft in den Sektoren Life Sciences, Pharma und MedTech
  • Mindestens 30 Prozent der Portfoliounternehmen sollen sich für Gendergerechtigkeit einsetzen

Die Europäische Investitionsbank (EIB) investiert über die EIB Global, ihren Geschäftsbereich für Entwicklungsfinanzierung, 37,5 Millionen US-Dollar in den Alta Semper Fund II. Der Fonds fördert in Afrika das Wachstum von Pharma-, Medizintechnik- und anderen Gesundheitsunternehmen. Er agiert hauptsächlich in Nordafrika (rund 70 Prozent) und in geringerem Umfang in Subsahara-Afrika (etwa 30 Prozent). Ziel ist, den Life-Sciences-Sektor innovativer und nachhaltiger zu machen und gleichzeitig die Handelsbeziehungen zwischen der EU und Afrika zu intensivieren.

An der Unterzeichnung in Kairo nahmen teil: die ägyptische Ministerin für Planung, wirtschaftliche Entwicklung und internationale Zusammenarbeit Rania Al Mashat, EIB-Vizepräsidentin Gelsomina Vigliotti, Afsane Jetha, CEO von Alta Semper Capital, sowie Cheick-Oumar Sylla, Direktor Nordafrika und Horn von Afrika bei der International Finance Corporation (IFC).

Verwaltet wird der Fonds von Alta Semper Capital, einer frauengeführten Beteiligungsgesellschaft mit guter Erfolgsbilanz bei Gesundheitsinvestitionen. Der Alta Semper Fund II hilft lokalen Unternehmen, mehr hochwertige, bezahlbare Produkte und Dienstleistungen anzubieten, und fördert damit ein inklusives Wirtschaftswachstum und die Entwicklung des Humankapitals. Viele Portfoliounternehmen werden dabei mit europäischen Zulieferern und MedTech-Firmen zusammenarbeiten. Das verbessert die Anbindung afrikanischer Märkte an die Life-Sciences-Wertschöpfungskette der EU.

EIB-Vizepräsidentin Gelsomina Vigliotti: „Mit dieser Investition bekräftigen wir Europas Engagement für resiliente Gesundheitssysteme und faires Wachstum in Afrika. Der Fonds fördert innovative Unternehmen, die von talentierten Köpfen – oftmals Frauen – geführt werden. So können sie bezahlbare Lösungen anbieten, die Produktion vor Ort ausbauen und Arbeitsplätze für Fachkräfte schaffen.“

Rania Al Mashat, Ägyptens Ministerin für Planung, wirtschaftliche Entwicklung und internationale Zusammenarbeit: „Ägypten spielt bei der internationalen Zusammenarbeit mit Entwicklungspartnern eine zentrale Rolle. Wir kümmern uns um die Planung und Durchführung von Projekten, die den Menschen direkt zugutekommen. Außerdem mobilisieren wir Mittel und technische Unterstützung für den öffentlichen Sektor und für private Akteure im In- und Ausland. Die Partnerschaft zwischen der EIB und dem Alta Semper Fund II fördert in Afrika das Wachstum von Pharma-, Medizintechnik- und anderen Gesundheitsunternehmen. Der Fonds agiert vor allem in Nord- und Subsahara-Afrika mit dem Ziel, die Unternehmen innovativer und nachhaltiger zu machen und die Handelsbeziehungen zwischen der EU und Afrika zu vertiefen.“

Afsane Jetha, CEO von Alta Semper Capital: „Wir freuen uns sehr über die Zusammenarbeit mit der EIB. Sie ist ein wichtiger Meilenstein auf unserem Weg zu einem resilienten, gerechten und zukunftsfähigen Gesundheitsökosystem in unseren Zielmärkten. Durch das Engagement der EIB können wir noch deutlich mehr Kapital in neue Beteiligungen lenken, das Wachstum unserer Portfoliounternehmen beschleunigen und unsere Wirkung vor Ort verstärken. So sind wir in der Lage, auch weiterhin die rasch steigende Nachfrage nach einer hochwertigen Gesundheitsversorgung zu decken und den Zugang zu Gesundheit und Wohlbefinden zu demokratisieren. Mit unseren Beteiligungen tragen wir dazu bei, Lücken bei den Leistungen, Einrichtungen und Produkten des Gesundheitswesens zu schließen. Zudem investieren wir gezielt in bewährte disruptive Technologien, die Geschäftsmodelle voranbringen und den Zugang zur Gesundheitsversorgung besser und gerechter machen.“

Cheick Oumar Sylla, Direktor Nordafrika und Horn von Afrika bei der IFC: „Für resiliente Volkswirtschaften braucht es einheimische Lösungen. Deshalb mobilisieren wir zusammen mit Entwicklungspartnern wie der EIB privates Kapital, mit dem Alta Semper Capital das Wachstum einheimischer Gesundheits- und Konsumgüterunternehmen in Ägypten und anderen afrikanischen Ländern fördern kann. Darunter sind auch viele frauengeführte Firmen. So verbessern wir den Zugang zu einer hochwertigen Versorgung.“

Basil Rahmy, CEO der ägyptischen Entwicklungsagentur für kleinste, kleine und mittlere Unternehmen: „Wir sind stolz darauf, dass sich internationale Partner wie die EIB und die IFC am Alta Semper Fund II beteiligen. Ihr Engagement bestätigt den strategischen Fokus des Fonds auf Ägyptens Gesundheits- und Konsumgüterunternehmen, die für unsere wirtschaftliche Resilienz entscheidend sind. Wir sind überzeugt, dass die Unterstützung für Fonds wie den Alta Semper Fund II das Wachstum mittelgroßer Unternehmen beschleunigt, vor allem in wichtigen Bereichen wie Gesundheit und Konsumgüter. Dabei entstehen in Ägypten Tausende Arbeitsplätze für Fachkräfte. Wir finalisieren derzeit unsere eigene Kapitalzusage für den Fonds. Sie soll noch im ersten Quartal 2026 stehen. Damit helfen wir wirkungsstarken Unternehmen, zu skalieren und Innovationen hervorzubringen.“

Die Finanzierung entspricht der Strategie der EIB Global, zusammen mit erfahrenen Fondsmanagern privates Kapital zu mobilisieren und auf diesem Weg die lokalen Märkte spürbar voranzubringen. Neben der EIB und der zur Weltbankgruppe gehörenden IFC beteiligen sich weitere internationale Investoren am Alta Semper Fund II. Zudem führen zahlreiche private Investoren fortgeschrittene Gespräche über ihre Beteiligung am Final Closing. Das unterstreicht die enorme Attraktivität des Fonds.

Die EIB-Beteiligung entspricht der EU-Strategie für globale Gesundheit und dem Global-Gateway-Investitionspaket der EU für Afrika. Sie erhöht die regionalen Produktionskapazitäten, fördert Innovationen und verbessert die Gesundheitssicherheit. Durch die Einbindung von Gender-Aspekten in den Investmentansatz stellt der Fonds sicher, dass mindestens 30 Prozent der Portfoliomittel für Gendergerechtigkeit vergeben werden, etwa an frauengeführte Unternehmen oder für Maßnahmen, die die Inklusion am Arbeitsplatz fördern.

Neben der EIB beteiligen sich weitere europäische Entwicklungsfinanzierer und private Investoren an dem Fonds, sodass insgesamt ein Vielfaches der EIB-Investition als Kapital mobilisiert werden dürfte. Das Ergebnis ist eine Win-win-Partnerschaft, die die Gesundheit der Menschen verbessert, das Wachstum des Privatsektors voranbringt und die nachhaltige Zusammenarbeit zwischen der EU und der südlichen Nachbarschaft fördert.

Hintergrundinformationen

EIB Global

Die Europäische Investitionsbank (EIB) ist die Einrichtung der Europäischen Union für langfristige Finanzierungen. Ihre Anteilseigner sind die Mitgliedstaaten. Die EIB vergibt Mittel für Investitionen, die zu den Kernzielen der EU beitragen.

Die EIB Global ist der Geschäftsbereich der EIB-Gruppe für wirksamere internationale Partnerschaften und Entwicklungsfinanzierungen sowie ein zentraler Partner bei der EU-Initiative Global Gateway. Bis Ende 2027 will sie rund 100 Milliarden Euro an Investitionen unterstützen. Über unsere Büros in aller Welt bringt die EIB Global die EIB-Gruppe näher zu den Menschen, Unternehmen und Institutionen vor Ort. Auf unserer Website finden Sie Fotos vom Sitz der EIB.

EIB-Gruppe

Die EIB-Gruppe, bestehend aus Europäischer Investitionsbank und Europäischem Investitionsfonds (EIF), ist das größte multilaterale Finanzinstitut der Welt und einer der wichtigsten Geldgeber für den Klimaschutz. Als Bank der Europäischen Union arbeitet sie eng mit der Europäischen Kommission zusammen. Vorrangige Förderbereiche der EIB-Gruppe sind kleine und mittlere Unternehmen, Innovation, Digitales und Humankapital, nachhaltige Städte und Regionen, nachhaltige Energie und natürliche Ressourcen. Ihre Arbeit erstreckt sich über Europa hinaus auf über 160 Länder.

Die Global-Gateway-Investitionsagenda

Die EIB Global ist ein zentraler Partner bei Global Gateway – einem EU-Investitionsprogramm für Projekte, die die globale und regionale Konnektivität in den Bereichen Digitales, Klima, Verkehr, Gesundheit, Energie und Bildung verbessern. Investitionen in Konnektivität gehören zur DNA der EIB Global. Dabei schöpft sie aus der 65-jährigen Erfahrung der Bank in diesem Bereich.

Alta Semper Capital

Alta Semper Capital ist eine Private-Equity-Gesellschaft, die sich auf Investitionen in den Bereichen Gesundheitswesen, Healthtech und Konsumgüter in wachstumsstarken Märkten konzentriert. Zu den wichtigsten Investments gehören Macro Pharmaceuticals (Ägyptens führendes Unternehmen für Kosmezeutika und Generika), ODM (Marokkos führende Plattform für Onkologie, Radiologie und Diagnostik), MYDAWA (Afrikas führende Online-Apotheke und Telemedizin-App) und Allmed Medical (Innovationsführer und Hersteller von Produkten für Nierenersatztherapien und größter Hersteller medizinischer Geräte für diese Therapien im Globalen Süden).

Die International Finance Corporation (IFC)

Die Weltbanktochter IFC ist der größte weltweit tätige Entwicklungsfinanzierer. Ihr Schwerpunkt liegt auf dem privaten Sektor in Schwellenländern. Die IFC nutzt ihre Finanzierungsmittel, ihr Know-how und ihren Einfluss in mehr als 100 Ländern, um Märkte und Chancen zu schaffen. Im Geschäftsjahr 2025 sagte die IFC insgesamt 71,7 Milliarden US-Dollar für private Unternehmen und Finanzinstitute in Entwicklungsländern zu. Mit diesem Rekordbetrag hilft sie, privates Kapital zu mobilisieren und damit Lösungen für eine lebenswerte Welt ohne Armut zu entwickeln. Weitere Informationen unter www.ifc.org

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Referenz

2026-007-DE