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  • Nationales litauisches Förderinstitut VIVA und Europäische Investitionsbank vereinbaren Garantie unter dem Europäischen Garantiefonds (EGF) zur Finanzierung einheimischer Midcaps
  • Risikoteilungsgarantie für Kreditportfolio von höchstens 50 Millionen Euro zugunsten von Midcaps und KMU
  • EGF ist Teil des 540 Milliarden Euro schweren EU-Soforthilfepakets für Unternehmen und Beschäftigte, das als Antwort auf die Coronakrise aufgelegt wurde

In einer Zeremonie im litauischen Finanzministerium haben die Europäische Investitionsbank (EIB) und die staatliche Entwicklungsagentur für Investitionen (VIVA) neue Finanzierungen für litauische Unternehmen angekündigt, die durch den Europäischen Garantiefonds (EGF) besichert werden. Damit unterstützt erstmals eine Portfoliogarantie des EGF Finanzierungen für Midcap- und Großunternehmen.

Die Vereinbarung zwischen der EIB und der VIVA betrifft ein Risikoteilungsinstrument für ein neues Portfolio, das litauischen Midcap- und Großunternehmen den Zugang zu Finanzierungen erleichtern soll. Von dem zusätzlichen Portfolio, das durch die Garantie zur Verfügung steht, dürften indirekt auch heimischen KMU profitieren.

Insgesamt sollen bis zu 50 Millionen Euro litauischen Midcaps bei der Bewältigung der wirtschaftlichen Folgen der Coronapandemie helfen. Die EIB-Garantie deckt 50 Prozent der Mittel ab.

Gintarė Skaistė, stellvertretende Finanzministerin der Republik Litauen: „Unsere intensive Partnerschaft mit der Europäischen Investitionsbank ist für uns enorm wichtig. Die EIB trägt entscheidend zu den Zielen der Europäischen Union bei – nachhaltiges Wachstum und stärkerer wirtschaftlicher und sozialer Zusammenhalt. Die durch den Europäischen Garantiefonds besicherte Finanzierung beflügelt unsere erfolgreiche Zusammenarbeit noch mehr und erleichtert litauischen Unternehmen den Zugang zu Kapital.“

EIB-Vizepräsident Thomas Östros: „Der Europäische Garantiefonds hat bereits mehrere hundert Millionen Euro für litauische Unternehmen mobilisiert. Ein Großteil dieser Mittel ging an kleine und mittlere Unternehmen, die am meisten unter der Krise leiden. Dank unserer Zusammenarbeit mit VIVA und der Unterstützung des Finanzministeriums können wir den nächsten Schritt gehen und auch größere Unternehmen finanzieren.“

Dainius Vilčinskas, CEO von VIVA: „Zum ersten Mal setzt die EIB die EGF-Garantie nicht nur für kleine, sondern auch für mittelgroße und große litauische Unternehmen bereit.  Durch die Vereinbarung kann VIVA litauischen Unternehmen über Fremdkapitalinstrumente wie Anleihen und Kredite Kapital zugänglich machen. Wir wollen ein solider Finanzierungspartner für litauische Unternehmen werden. Ich hoffe, dass diese Partnerschaft zudem ein Meilenstein für unsere künftige Zusammenarbeit mit der EIB bei der Entwicklung neuer Finanzierungslösungen ist. Die Vereinbarung basiert auf unserer gemeinsamen Erkenntnis, dass es wichtig ist, Unternehmen verantwortungsvoll und wirksam zu unterstützen, damit sie sich besser und schneller von der Pandemie erholen, mehr investieren und kontinuierlich zu einem nachhaltigeren Geschäftsmodell übergehen können.“

Der Europäische Garantiefonds wurde von der Europäischen Investitionsbank-Gruppe (EIB und EIF) und den EU-Mitgliedstaaten als Antwort auf die Coronapandemie eingerichtet. Er soll Unternehmen nach den coronabedingten Lockdowns und Beschränkungen den Zugang zu Krediten erleichtern.

Hintergrundinformationen:

2021 hat die EIB-Gruppe ihre Unterstützung für Litauen verstärkt und dort rund eine Milliarde Euro für Projekte bereitgestellt. Damit werden vor allem kleine und mittlere Unternehmen in der Covid-19-Pandemie und Projekte im Energiesektor unterstützt.

Der Europäische Garantiefonds (EGF) wurde mit Beiträgen Litauens und anderer EU-Länder von der EIB-Gruppe eingerichtet, um coronageschädigten Unternehmen unter die Arme zu greifen. Mit fast 25 Milliarden Euro an EGF-Garantien können die EIB und der EIF vor allem kleine und mittlere Unternehmen schnell mit Krediten, Garantien, ABS sowie Eigenkapital- und sonstigen Finanzinstrumenten versorgen. Der EGF ist Teil des Hilfspakets der Europäischen Union von insgesamt 540 Milliarden Euro für die Bereiche der europäischen Wirtschaft, die am stärksten von der Krise betroffen sind.

Die staatliche Entwicklungsagentur für Investitionen (VIVA) wurde auf Betreiben der Bank von Litauen eingerichtet. Sie managt den State Aid Fund for Business, bewertet, selektiert und überwacht Investitionen, steuert Risiken und sorgt für eine angemessene Fondsrendite. Der litauische Staat, vertreten durch das Finanzministerium, ist der einzige Anteilseigner des Unternehmens. VIVA will vor allem großen und mittelgroßen Unternehmen Finanzierungen bereitstellen sowie die Nachhaltigkeit ihrer Tätigkeit und einen gut funktionierenden Kapitalmarkt gewährleisten.