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  • Ghana erhält mit 75 Millionen Euro größten Coronakredit der EIB für Gesundheitsinvestitionen in Afrika; Zuschuss der Europäischen Kommission von 7,5 Millionen Euro
  • Führungsspitzen Ghanas und der EIB im Gespräch – Themen sind Stärkung des Gesundheitswesens und der Wirtschaft in Afrika, lokale Impfstoffherstellung und Unterstützung des Privatsektors
  • Mehr Engagement für Afrika – EIB-Präsident bestätigt neue Finanzierung für Unternehmen, Erneuerbare-Energien-Projekte und Digitalisierung

Anlässlich seines Besuchs bei der Europäischen Investitionsbank (EIB) in Luxemburg begrüßte Ghanas Präsident Nana Akufo-Addo die Team-Europe-Finanzierung von 82,5 Millionen Euro für den Pandemieplan seines Landes. Mit dem Geld werden weitere Investitionen in die Gesundheitsversorgung, Medizingeräte und Arzneimittel finanziert.

Die Finanzierung der Team-Europe-Initiative zu Vorzugsbedingungen umfasst ein Darlehen der EIB von 75 Millionen Euro und einen Zuschuss der Europäischen Kommission von 7,5 Millionen Euro.

Das neue Darlehen ist der größte Coronakredit, den die EIB für Gesundheitsinvestitionen in Subsahara-Afrika vergibt. Unterzeichnet wurde es von Kwaku Ampratwum-Sarpong, stellvertretender Minister für Auswärtige Angelegenheiten und regionale Integration, und EIB-Vizepräsident Ambroise Fayolle in Anwesenheit von Präsident Nana Akufo-Addo, EIB-Präsident Werner Hoyer und Harriet Siaw-Boateng, Botschafterin der Republik Ghana bei der Europäischen Union.

Präsident Nana Akufo-Addo: „Eine engere Zusammenarbeit zwischen Afrika und seinen multilateralen Entwicklungspartnern ist enorm wichtig. Nur so können wir uns über bewährte Verfahren austauschen und rasch auf die gesundheitlichen, sozialen und wirtschaftlichen Folgen der Coronapandemie reagieren. Die EIB und die Europäische Union sind wichtige Partner für Ghana, und ich begrüße ihre Unterstützung für unseren nationalen Pandemieplan. Seit meinem Treffen mit Präsident Hoyer vor einigen Monaten haben die Fachleute Ghanas und der EIB unermüdlich daran gearbeitet, diese Initiative auf die Beine zu stellen. Der bisher größte Coronakredit der EIB für Gesundheitsinvestitionen in Afrika und der EU-Zuschuss werden die fachärztliche und medizinische Versorgung in unserem Land verbessern.“

EIB-Präsident Werner Hoyer: „Ghana hat enorme Schritte unternommen, um die Folgen der Pandemie in den Griff zu bekommen und langfristige Investitionen zu mobilisieren. Vor einigen Monaten hatten Präsident Akufo-Addo und ich bereits vereinbart, dass die EIB die neue Entwicklungsbank von Ghana unterstützt. Es ist mir eine Ehre, unsere ghanaischen Freunde am Sitz der EIB in Luxemburg begrüßen zu dürfen. So können wir uns darüber austauschen, wie wir unsere Zusammenarbeit in den kommenden Jahren weiter intensivieren und noch mehr bewirken können.“

Jutta Urpilainen, EU-Kommissarin für Internationale Partnerschaften: „Ghana ist ein wichtiger Partner für die EU. Wir sind entschlossen, unsere strategische Partnerschaft auf bilateraler Ebene zu intensivieren und dadurch unsere erneuerte Partnerschaft mit Afrika zu fördern. Europa und Ghana kämpfen Seite an Seite gegen die Pandemiefolgen im Gesundheitswesen. Dabei geht es um Diagnose, Behandlung und Impfung. Die neue Unterstützung der Europäischen Union und der EIB im Rahmen von Team Europe für Ghanas Pandemieplan wird das Gesundheitswesen stärken und das Land widerstandsfähiger gegenüber der Pandemie und künftigen Gesundheitsgefahren machen.“

Das Treffen war Gelegenheit für Gespräche über den jüngsten Beitrag der EIB zur Sanierung des Kpong-Staudamms, zur Development Bank Ghana und zur COVAX-Initiative. Außerdem verständigten sich beide Seiten über die künftige Zusammenarbeit für die lokale Impfstoffherstellung und das verstärkte Engagement der EIB in Afrika über ihren neuen Geschäftsbereich Entwicklung, der kommendes Jahr seine Tätigkeit aufnehmen soll.

Größter EIB-Kredit für Gesundheitsinvestitionen an ein afrikanisches Land

Die neue Finanzierung für Ghana ist der größte Kredit, den die EIB in der Pandemie für Gesundheitsinvestitionen an ein Land in Afrika vergibt.

Durch die von der EIB und der EU mitfinanzierten Gesundheitsinvestitionen wird sich die medizinische Versorgung von Coronapatienten in Behandlungs- und Isolationszentren und auf Intensivstationen verbessern. Außerdem ermöglichen sie Maßnahmen, um das Virus besser zu erkennen und seine Übertragung einzudämmen. Die Initiative wird die medizinische Behandlung in der Pandemie und auch die öffentliche Gesundheitsversorgung in den kommenden Jahren verbessern.

Ghana war das erste Land in Afrika, das im Rahmen der von der EIB und der EU unterstützten COVAX-Initiative Coronaimpfstoffe erhielt. Fachleute der EIB informierten Präsident Akufo-Addo auch darüber, dass die Impfstofflieferungen in Subsahara-Afrika weiter beschleunigt werden sollen.

Engere Zusammenarbeit der EIB mit Ghana für besseren Zugang von Unternehmen zu Finanzierungen

Die EIB will die ECOBANK erneut bei der Kreditvergabe an ghanaische Unternehmen unterstützen. Die betreffende Finanzierung wird voraussichtlich in den kommenden Wochen bestätigt.

Bereits im Mai hatten Präsident Akufo-Addo und EIB-Präsident Werner Hoyer offiziell eine EIB-Finanzierung von 170 Millionen Euro für die neue Development Bank Ghana vereinbart. Diese Zusage war die bisher größte Finanzierung der EIB in Ghana und die bedeutendste Unterstützung für ein nationales Entwicklungsfinanzierungsinstitut in Afrika.

Sobald die Entwicklungsbank ihre Tätigkeit aufgenommen hat, soll sie die Verfügbarkeit langfristiger Finanzierungen verbessern und helfen, dass in Tausenden Unternehmen in Schlüsselsektoren wie Agrarwirtschaft, verarbeitende Industrie, IKT, Tourismus und anderen Dienstleistungen in Ghana neue Jobs entstehen.

Die Europäische Investitionsbank ist die weltweit größte supranationale Bank. Seit 1976 finanziert sie transformative Investitionen in Ghana und hat unter anderem das Erneuerbare-Energien-Projekt am Kpong-Staudamm, die Förderung von Unternehmen sowie Finanzierungen im Dienstleistungssektor unterstützt.