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  • Bank of Kigali und KCB Bank Rwanda vergeben aus EIB-Darlehen Kredite an ruandische Unternehmen
  • Erste regionale Finanzierung aus dem EIB-Soforthilfeprogramm „East Africa Covid-19 Rapid Response Facility“
  • Mindestens 30 Prozent der Mittel für die wirtschaftliche Stärkung von Frauen
  • Regierung von Ruanda und EIB erreichen letzten Meilenstein zur Finanzierung eines Referenzlabors für den nationalen Gesundheitsdienst mit 23 Millionen Euro

Die Europäische Investitionsbank (EIB) mobilisiert 95 Millionen Euro für neue Investitionsvorhaben von Unternehmen in Ruanda, die am meisten unter den Coronafolgen leiden. Verwaltet werden die Mittel von der Bank of Kigali und der KCB Bank Rwanda.

Dr. Uzziel Ndagijimana, Minister für Finanzen und Wirtschaftsplanung, begrüßte die jüngste Finanzierung der EIB für den ruandischen Privatsektor aus dem 175 Millionen Euro schweren Soforthilfedarlehen „East Africa Covid-19 Response Facility“. Ruanda ist das erste Land in Ostafrika, das von dem neuen Finanzierungsprogramm profitiert, aus dem langfristige Kredite in Ruanda-Francs und US-Dollar vergeben werden.

Finanzminister Ndagijimana: „Durch die Coronapandemie sind ruandische Unternehmen in Schieflage geraten und haben die Wirtschaft des Landes mitgerissen. Dank der Partnerschaft der Europäischen Investitionsbank mit der Bank of Kigali und der KCB Bank Rwanda können Unternehmen weiter investieren. Vor allem für Firmen, die zur wirtschaftlichen Stärkung von Frauen und Mädchen beitragen, verbessert sich dadurch der Zugang zu Finanzmitteln. Meine Anerkennung gilt all jenen, die geholfen haben, dass Ruanda als erstes Land Geld aus dem Corona-Soforthilfeprogramm der EIB für Ostafrika bekommt. Außerdem finanziert die EIB die Einrichtung eines Referenzlabors für den nationalen Gesundheitsdienst und knüpft damit an andere gemeinsame Investitionen unserer Regierung mit der Europäischen Investitionsbank im Energie-, Wasser- und Sanitärsektor an.“

Dr. Diane Karusisi, Chief Executive Officer der Bank of Kigali: „Wir freuen uns über die Zusammenarbeit mit der Europäischen Investitionsbank. Gemeinsam werden wir ruandische – vor allem frauengeführte – Unternehmen finanzieren, denen die Pandemie zugesetzt hat. So können sich unsere Kunden in der Coronakrise über Wasser halten und auch danach kontinuierlich wachsen. Die Fazilität ergänzt die Bemühungen der ruandischen Regierung und der Bank of Kigali, die Wirtschaft des Landes wiederanzukurbeln.“

George Odhiambo, Geschäftsführer der KCB Bank Rwanda: „Wir freuen uns über diese Partnerschaft mit der Europäischen Investitionsbank. Unser Ziel ist, lokalen Unternehmen vielfältige Finanzierungsmöglichkeiten anzubieten, die auf Wachstumsinitiativen ganz unterschiedlicher Sektoren ausgerichtet sind. Zahlreiche Unternehmen und Haushalte haben in den vergangenen zwei Jahren massiv unter Corona gelitten. Unsere gemeinsame Finanzierung kommt also genau zum richtigen Zeitpunkt, um letztlich Unternehmerinnen zu fördern, die vielfach die Stützen unserer Gesellschaft sind.“

Zudem unterzeichnete die EIB im Rahmen ihrer Corona-Hilfe eine Projektvereinbarung mit dem Rwanda Biomedical Centre (RBC). Damit wurde der letzte Meilenstein für einen Finanzierungsvertrag über 22 Millionen Euro erreicht, den die EIB mit dem ruandischen Ministerium für Finanzen und Wirtschaftsplanung zur Einrichtung eines Referenzlabors für den nationalen Gesundheitsdienst abgeschlossen hat. Die Europäische Union bezuschusst das Projekt mit 5,1 Millionen Euro, und die Weltgesundheitsorganisation hilft bei der Durchführung.

Gesundheitsminister Dr. Daniel Ngamije: „Mit dem Geld wird das Rwanda Biomedical Centre die Diagnostik, Überwachung und Forschung des Nationalen Gesundheitslabors verbessern. Durch die 27 Millionen Euro von Team Europe, die von der Europäischen Union und aus dem Pandemieprogramm der EIB für Afrika bereitgestellt werden, kann sich Ruanda künftig besser vor Krankheiten und Epidemien schützen.“

EIB-Vizepräsident Thomas Östros: „Seit dem Ausbruch von Covid-19 arbeitet die Europäische Investitionsbank mit führenden Banken und anderen Finanzinstituten in ganz Afrika zusammen, damit Unternehmen weiter investieren, Arbeitsplätze sichern und neue Geschäftsmöglichkeiten nutzen können. Die 95 Millionen Euro, die die EIB dafür heute zusammen mit der Bank of Kigali und der KCB Bank Rwanda mobilisiert, werden zur Stärkung der wirtschaftlichen Resilienz in Ruanda beitragen. Die Mittel kommen auch gezielt Unternehmerinnen und Firmen zugute, die Frauen wirtschaftlich fördern.“

Botschafter Nicola Bellomo, Leiter der EU-Delegation in Ruanda: „Team Europe will Investitionen im privatwirtschaftlichen Sektor in Ruanda und ganz Afrika fördern. Mit den neuen Durchleitungsdarlehen an die Bank of Kigali und die KCB Bank Rwanda können ruandische Unternehmen der Coronakrise trotzen und zur Gleichstellung der Geschlechter beitragen.“

Ruanda erhält erste Finanzierung aus EIB-Resilienzinitiative für Ostafrika

Durch die Finanzierungsvereinbarungen, die die EIB im Rahmen ihres Soforthilfeprogramms „East Africa COVID-19 Rapid Response Facility“ mit der Bank of Kigali und der KCB Bank Rwanda abgeschlossen hat, können Unternehmen in ganz Ruanda neue Kredite von insgesamt 95 Millionen Euro erhalten.

Die Bank of Kigali erhält im Rahmen der Vereinbarung 40 Millionen Euro und trägt ihrerseits 40 Millionen Euro zum Programm bei. Die KCB erhält 15 Millionen Euro. Damit mobilisiert die EIB insgesamt 95 Millionen Euro. Das Finanzierungsprogramm schafft Arbeitsplätze und unterstützt Unternehmen, die am meisten unter Corona leiden.

30 Prozent der neuen Finanzierungen für die wirtschaftliche Förderung von Frauen

Bis zu 30 Prozent der Mittel beider Durchleitungsdarlehen kommen frauengeführten Unternehmen und Firmen zugute, die zur Gleichstellung der Geschlechter beitragen. Die Vergabe erfolgt nach den Kriterien der EIB-Initiative SheInvest und der 2X Challenge.

Die EIB ist seit 1977 in Ruanda tätig und hat mehr als 206 Millionen Euro für öffentliche und private Investitionen im Land bereitgestellt.