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  • Mit den 50 Millionen Euro der EIB kann Georgien für die Behandlung von Covid-19-Patienten benötigte medizinische Ausrüstung und Impfstoffe beschaffen
  • 2020 stellte die EIB bereits 210 Millionen Euro bereit, um das georgische Gesundheitssystem und KMU zu stärken
  • Zweitgrößte einzelne Auszahlung der EIB in Georgien

Die Europäische Investitionsbank hat 50 Millionen Euro an Georgien ausgezahlt – für die Beschaffung von Covid-19-Impfstoffen über COVAX und medizinische Ausrüstung, die für die Behandlung von Covid-19-Patienten benötigt wird. Es handelt sich um die zweitgrößte einzelne Auszahlung der EIB in Georgien. Sie ist Teil des Corona-Hilfspakets von 100 Millionen Euro, das die EIB für das georgische Gesundheitssystem geschnürt hat.

Allein im Jahr 2020 stellte die EIB-Gruppe 210 Millionen Euro in Form von Darlehen und Garantien bereit, um die Widerstandsfähigkeit des georgischen Gesundheitssystems zu stärken und die Erholung der Wirtschaft nach der Covid-19-Pandemie zu beschleunigen. 100 Millionen Euro des Hilfspakets sollen den Gesundheitssektor des Landes besser wappnen. Weitere 110 Millionen Euro sind für georgische Finanzinstitute vorgesehen, die damit Kredite an lokale Kleinst- und kleine und mittlere Unternehmen vergeben.

Der Europäische Investitionsfonds, ebenfalls Teil der EIB-Gruppe, stellt außerdem Garantien von 250 Millionen Euro, damit die Wirtschaft des Landes schneller aus der Krise herauskommt. Die Garantien werden über InnovFin ermöglicht, eine gemeinsame Initiative der EIB und der Europäischen Kommission, um innovative KMU in der EU und Partnerländern zu fördern.

Tereza Czerwińska, EIB-Vizepräsidentin mit Aufsicht über Finanzierungen der Bank in Georgien: „Impfstoffe und medizinische Ausrüstung für die Behandlung von Covid-Patienten sind entscheidend, um Leben zu schützen und die Pandemie möglichst schnell zu überwinden. Die EIB ist stolz, Georgien bei wichtigen Schritten zur Eindämmung des Virus beispringen zu können. Immer wieder trägt die Bank wesentlich dazu bei, die Partnerschaft zwischen der Europäischen Union und Georgien zu festigen. Auf dieser Basis kann das Land wachsen und sich entwickeln – genau das liegt Team Europe und der georgischen Regierung am Herzen. Ich freue mich schon auf neue Beiträge der EIB in den kommenden Monaten und Jahren.“

Ekaterine Tikaradze, Ministerin für Binnenvertriebene aus den besetzten Gebieten, Arbeit, Gesundheit und Soziales von Georgien und für die Covid-19-Antwort des Landes verantwortlich: „Wir freuen uns über die 50-Millionen-Euro-Auszahlung der EIB für den Gesundheitssektor – vor allem in diesem schwierigen Kontext. Sie bestärkt uns in unserem Entschluss, den Gesundheitssektor als nationale Priorität zu betrachten. Wir wollen Krankenhäuser dauerhaft gegen Covid-19 wappnen und uns aktiv auf künftige Bedrohungen der öffentlichen Gesundheit vorbereiten. Das Geld fließt in den Kauf von Impfstoffen, die Modernisierung zentraler Gesundheitsinfrastruktur und moderne medizinische Ausrüstung, um Krankenhäusern und denjenigen, die in der ersten Reihe gegen das Virus kämpfen, zu helfen. Im Namen des Ministeriums möchten wir der Europäischen Investitionsbank, ihren Führungskräften und Mitarbeitenden unseren aufrichtigen Dank aussprechen. Sie leisteten in der Vorbereitungsphase beispiellose Unterstützung, um die schwere Krise samt ihren verheerenden gesundheitlichen, wirtschaftlichen und sozialen Auswirkungen zu bekämpfen.“

Carl Hartzell, EU-Botschafter in Georgien: „Die Europäische Union steht Georgien in der Pandemie zur Seite. Das Geld der Bank der EU kommt dem Gesundheitssektor zugute und ist Teil des über 500 Millionen Euro schweren Hilfspakets, mit dem die EU und Team Europe Georgien, seine Bürgerinnen und Bürger bei der Bewältigung der Coronakrise und dem anschließenden Aufbau unterstützen.“

Mithilfe der EIB wurden 2020 bereits fünf wichtige Krankenhäuser und Kliniken im Land modernisiert und mit neuester medizinischer Ausrüstung ausgestattet. Finanzinstitute konnten lokalen Unternehmen mit neuen Kreditlinien über Liquiditätsengpässe hinweghelfen, Jobs sichern und Investitions- und Expansionspläne finanzieren.

Hintergrundinformationen

Die Finanzierungen der EIB für Covid-19-Impfstoffe, -Behandlungen und -Diagnostika

Die EIB hat bislang 700 Millionen Euro an 20 europäische Medtech- und Biotechunternehmen vergeben, die an Impfstoffen, Behandlungen oder Diagnostika für Covid-19 arbeiten. Dazu gehört auch ein Darlehen von 100 Millionen Euro an BioNTech, das Unternehmen hinter dem Impfstoff von Pfizer/BioNTech. Die Finanzierung zeigt angesichts der aktuellen Gesundheitskrise, wie massiv die EIB die Entwicklung neuer und wirksamer Behandlungen für Covid-19 unterstützt. Weitere Informationen sind über die Pressestelle der EIB erhältlich.

Die EIB in Georgien

Seit Aufnahme ihrer Tätigkeit in Georgien im Jahr 2007 hat die EIB knapp zwei Milliarden Euro für 23 Projekte in den Bereichen Infrastruktur und Klimaschutz sowie im Privatsektor ausgereicht. Nach der Unterzeichnung des Assoziierungsabkommens und des vertieften und umfassenden Freihandelsabkommens zwischen Georgien und der Europäischen Union im Jahr 2014 hat die EIB ihre Unterstützung ausgeweitet. Georgien ist heute der größte Pro-Kopf-Empfänger von EIB-Finanzierungen in der östlichen Nachbarschaft der EU.

Die EIB finanziert die meisten Projekte in Georgien im Rahmen des EU-Außenmandats. Über dieses Mandat gewährt die EU der EIB eine Haushaltsgarantie für Projekte, die zum Ausbau der sozialen und wirtschaftlichen Infrastruktur oder zum Klimaschutz beitragen und den Privatsektor fördern. Weitere Informationen zu den Aktivitäten der EIB in Georgien finden Sie auf unserer Website.

InnovFin

Die InnovFin – Garantiefazilität für KMU gehört zur Initiative InnovFin – EU-Mittel für Innovationen, die im Rahmen des Forschungs- und Innovationsprogramms Horizont 2020 der EU entwickelt wurde. Über InnovFin werden Garantien und Rückgarantien für Fremdkapitalfinanzierungen zwischen 25 000 Euro und 7,5 Millionen Euro bereitgestellt. Das erleichtert innovativen kleinen und mittleren Unternehmen sowie kleinen Midcap-Unternehmen (bis zu 499 Beschäftigte) den Zugang zu Kapital.

Das Produkt wird vom EIF verwaltet und von Banken und anderen Finanzinstituten in den EU-Mitgliedstaaten und assoziierten Staaten eingesetzt. Ein Teil der Verluste, die den zwischengeschalteten Instituten bei Fremdkapitalfinanzierungen im Rahmen der Fazilität entstehen, ist durch die EU und den EIF abgesichert.