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  • Sechs Kindertagesstätten werden saniert und somit energieeffizienter und erdbebensicherer
  • Maßnahmen sind Teil des Eriwan-Energieeffizienzprogramms in Höhe von 15 Millionen Euro, an dem die EIB (die Bank der EU), die Partnerschaft für Energieeffizienz und Umwelt in Osteuropa (E5P), der Grüne Klimafonds (GCP) über das UNDP und die Stadt Eriwan mitwirken
  • Energieeffizienz-Maßnahmen im Rahmen dieses Finanzierungspakets machen bis zu 90 Kindergärten in Eriwan komfortabler und sicherer für Kinder und Lehrkräfte

Sechs Kindertagesstätten in der armenischen Hauptstadt Eriwan werden von Grund auf saniert. Dies umfasst Maßnahmen, um sie erdbebensicherer und energieeffizienter zu machen. Die Mittel stammen aus einem Darlehen der Europäischen Investitionsbank (EIB), das von der Europäischen Union (EU) garantiert wird, einem Zuschuss des E5P-Fonds, einem Zuschuss für technische Hilfe des Grünen Klimafonds (GCF) und eigenen Mitteln der Stadt Eriwan. Der Bürgermeister von Eriwan, Hayk Marutyan, unterzeichnete heute mit zwei Auftragnehmern die Verträge zur Instandsetzung der kommunalen Kindergärten: Arpa Sevan saniert die Kindergärten Nr. 22, 23, 47 und 48 und ArHov Shin die Kindergärten Nr. 71 und 74.

Von den instandgesetzten Einrichtungen profitieren die Kinder und Beschäftigten der Eriwaner Kindergärten. Vorgesehen sind eine bessere Wand-, Decken- und Dachdämmung, neue Fenster und Türen, verstärkte Treppen sowie die Reparatur der Heizungs-, Kühl- und Lüftungssysteme. Die Gebäude werden nach dem Umbau auch für Menschen mit Bewegungsbeeinträchtigungen geeignet sein.

Die sechs Kindertagesstätten sind die ersten der rund 90 Kindergärten in der armenischen Hauptstadt, die renoviert werden, um sie energieeffizienter und erdbebensicherer zu machen und die sanitären Bedingungen in Anbetracht von Covid-19 zu verbessern. Die Maßnahmen sind Teil des Eriwan-Energieeffizienzprojekts im Umfang von 15 Millionen Euro. Dabei ergänzt das EIB-Darlehen von sieben Millionen Euro einen Zuschuss der E5P von fünf Millionen Euro, einen Zuschuss für technische Hilfe in Höhe von einer Million Euro des Grünen Klimafonds über das UNDP und eigene Mittel der Stadt Eriwan im Volumen von zwei Millionen Euro.

Die E5P-Zuschüsse helfen Armenien, die Energieeffizienz zu steigern, und tragen so nicht nur zur Versorgungssicherheit und wirtschaftlichen Wettbewerbsfähigkeit bei, sondern wirken sich auch positiv auf die Umwelt aus. Die Europäische Union ist mit zehn Millionen Euro der wichtigste Geldgeber für den E5P-Fonds in Armenien. Weitere Beitragszahler sind Schweden (sieben Millionen Euro), Deutschland (vier Millionen Euro), Norwegen, Dänemark, die Tschechische Republik, Polen, Finnland, die Slowakische Republik, Litauen und der Taiwan Business EBRD TA Fund. Auch Armenien hat sich mit einer Million Euro an der E5P beteiligt.

Das von der EIB mitfinanzierte Eriwan-Energieeffizienzprojekt wird nicht nur ein sichereres und angenehmeres Lebensumfeld zur Folge haben. Die Primärenergieeinsparungen werden sich auf 12 154 Megawattstunden pro Jahr belaufen, die CO2-Emissionen um 2 412 Tonnen pro Jahr sinken und andere Treibhausgasemissionen deutlich zurückgehen, was zum Klimaschutz beiträgt.

Teresa Czerwińska, Vizepräsidentin der EIB mit Aufsicht über Finanzierungen in Armenien: „Als Klimabank der EU freut sich die EIB, an einer besseren Energieeffizienz der Kindertagesstätten in Eriwan mitzuwirken. Gemeinsam mit dem von der EU unterstützten E5P-Fonds und der technischen Hilfe aus dem Grünen Klimafonds, der vom UNDP abgewickelt wird, verbessern wir die Lebensbedingungen der Menschen in Armenien grundlegend. Die umfassende Sanierung von Gebäuden und die Verbesserung der Erdbebensicherheit macht das Umfeld für Kinder und Lehrkräfte sicherer und komfortabler und trägt durch die verschiedenen Energieeffizienzmaßnahmen zum Klimaschutz bei. Dieses Pilotprojekt hat Vorbildwirkung; die EIB wird das Ihre dazu tun, um auch andere öffentliche Gebäude in Eriwan und anderen armenischen Städten einzubinden.“

Hayk Marutyan, Bürgermeister der Stadt Eriwan: „Heute unterzeichnen wir die Verträge für die Renovierung von weiteren sechs Kindertagesstätten. So stellen wir die laufende Umsetzung des Eriwan-Energieeffizienzprojekts sicher. Besonders herzlich danke ich der Europäischen Investitionsbank, unserem wichtigsten Partner und Geldgeber, die dieses für Eriwan so bedeutende Projekt auf den Weg gebracht hat. Damit können erstens unsere Kinder, unsere Zukunft, sanierte, ihren Bedürfnissen entsprechende und erdbebensichere Kindergärten besuchen. Zweitens werden die Gebäude auch für Menschen mit Mobilitätsproblemen geeignet sein und den Energieeffizienz- und gesundheitlichen Normen entsprechen. Das ist speziell in dieser Epidemie wichtig. Und schließlich ist dies das erste Darlehen, das die Stadt Eriwan nicht über den Staat erhält. Wenn wir es effizient abwickeln, können wir ähnliche Direktdarlehen aufnehmen und neue Projekte durchführen. Ohne die EIB-Finanzierung und die Zuschüsse des E5P-Fonds sowie des Grünen Klimafonds wäre es Eriwan nie möglich gewesen, seine Kindertagesstätten zu renovieren und erdbebensicher zu machen.“

Andrea Wiktorin, Botschafterin der Europäischen Union in Armenien: „Wir freuen uns, dass das Projekt so gut vorankommt. 2018 haben wir eine E5P-Vereinbarung mit dem Ziel unterzeichnet, 15 Kindertagesstätten umfassend zu sanieren und 75 teilweise zu renovieren. Dank der heute unterzeichneten Verträge werden sechs Kindertagesstätten instandgesetzt, um sie energieeffizient und erdbebensicher zu machen und die Sicherheit der Kinder zu garantieren. Die Europäische Union setzt sich dafür ein, die im Grünen Deal aufgezeigten Klima- und Umweltprobleme zu bewältigen. Energieeffizienz ist ein wichtiger Pfeiler der engeren wirtschaftlichen Partnerschaft zwischen der EU und Armenien und eines der Umweltziele der EU. Gemeinsam können wir die in den beiden Grundsatzdokumenten festgelegten Ziele zum Nutzen der armenischen Bevölkerung erreichen.“

Patrik Svensson, schwedischer Botschafter in Armenien: „Weltweit werden mehr Ressourcen verwendet als nötig. Grund dafür sind schlechte Isolierung und ineffiziente Beleuchtung, Apparate, Heiz- und Kühlausrüstung. Das sind Geld und Energie, die wir sparen könnten, wenn wir in Energieeffizienz investieren würden. Mit diesem Projekt können wir die bestehenden Lücken in Armenien schließen. Für Schweden ist Energieeffizienz eine der wichtigsten Prioritäten. Für uns ist sie das zentrale Instrument, um die Nachhaltigkeit zu steigern. Wir haben uns in der Energievereinbarung und im Klimarahmen ehrgeizige Ziele gesetzt und wollen unsere Wirtschaft bis 2045 CO2-neutral machen. Da wir in Schweden in diese Bereiche investieren, müssen und wollen wir auch weltweit zum Aufbau einer energieeffizienten Infrastruktur beitragen. Der E5P-Fonds wurde 2009 während des schwedischen EU-Ratsvorsitzes ins Leben gerufen, und wir freuen uns, dass unsere Prioritäten nicht an Bedeutung verlieren. Schweden ist auch der größte bilaterale Geldgeber und hat rund 6,9 Millionen Euro für E5P-Projekte in Armenien bereitgestellt. Wir hoffen, dass dieses Projekt den Energieeffizienzmaßnahmen in Armenien neuen Auftrieb gibt und auch anderen zeigt, dass alle davon profitieren.“

Ewa Manik, Fonds der Partnerschaft für Energieeffizienz und Umwelt in Osteuropa (E5P): „Der Investitionszuschuss der E5P in Höhe von fünf Millionen Euro wird wesentlich dazu beitragen, die Energieeinsparungen in den Kindertagesstätten in Eriwan zu verbessern, und den Anstoß zu neuen Investitionen in öffentliche Gebäude in der Stadt und ganz Armenien geben. Die Geldgeber der E5P, zu denen die Europäische Union als der wichtigste Beitragszahler und zehn weitere Länder zählen, haben über 23 Millionen Euro an Zuschüssen speziell für Armenien bereitgestellt, um die Investitionen des kommunalen Sektors anzukurbeln, die so wichtig für die wirtschaftliche und soziale Erholung sind.“ 

Mihaela Stoykoska, interimistische Vertreterin des UNDP in Armenien: „Das UNDP in Armenien weiß, wie wichtig die energetische Sanierung von öffentlichen Gebäuden ist. So steigt die Versorgungssicherheit, die Lebensbedingungen der Menschen in Armenien verbessern sich, öffentliche Gebäude können länger genutzt und instandgehalten werden, und die Treibhausgasemissionen sinken. Wir haben die Stadt Eriwan laufend mit technischer Hilfe unterstützt. Dies ist Teil unseres Projekts, Mittel des Grünen Klimafonds für die Nachrüstung öffentlicher Gebäude in Armenien bereitzustellen. Eine der Maßnahmen war beispielsweise zu untersuchen, wie die Erdbebensicherheit von 49 Kindertagesstätten verbessert werden kann. In 46 Kindergärten wurden Energieaudits durchgeführt. Im Rahmen des staatlichen Subventionsprogramms arbeiten wir auch aktiv mit dem Ministerium für Territorialverwaltung und Infrastruktur zusammen: In den einzelnen Regionen werden mehr als 100 Gebäude energetisch nachgerüstet, und rund 30 Mehrfamilienhäuser werden dieses Jahr fertiggestellt.“

Hintergrundinformationen

Die Europäische Investitionsbank (EIB) in den Ländern der östlichen Nachbarschaft

Mit ihren Aktivitäten in der Region will die EIB die Ziele der europäischen Nachbarschaftspolitik der EU unterstützen. Die Länder der Östlichen Partnerschaft haben gemeinsame Ziele und stehen vor ähnlichen Problemen. Die EIB-Projekte in den Ländern der östlichen Nachbarschaft der EU tragen zu einem alle einschließenden und fairen wirtschaftliche Wiederaufbau bei, der der jetzigen und den kommenden Generationen zugutekommt. Die EIB ist entschlossen, die Partnerländer auf dem Weg zu einer nachhaltigeren und klimafesteren Welt zu unterstützen, die die natürlichen Ressourcen schont und widerstandsfähige Gesellschaften fördert.

Die EIB arbeitet seit 2010 mit Armenien zusammen und hat Finanzierungen für eine breite Palette von Projekten bereitgestellt: Infrastrukturvorhaben, Förderung kleiner Unternehmen, Wasserversorgung und Abwasserbehandlung sowie grenzüberschreitende Verbindungen und sicherer und nachhaltigere Straßen. Die EIB unterstützt auch kleine Unternehmen und trägt zur Entwicklung des Privatsektors sowie zur Schaffung und Sicherung von Arbeitsplätzen und Einkommen in ländlichen Gebieten bei (mit Schwerpunkt insbesondere auf dem Agrar- und Lebensmittelsektor und dem nachhaltigen Tourismus). Ihre Maßnahmen sind oft mit technischer Hilfe gekoppelt. Gemeinsam mit der Stadt Eriwan verbessert die Bank die Energieeffizienz von Kindertagesstätten und anderen Gebäuden. Die Einrichtung regenerativer Energiesysteme, der Erdbebenschutz und der Aufbau von Infrastruktur für barrierefreie Mobilität schaffen Arbeitsplätze und tragen zur Verringerung der CO2-Emissionen bei. Als Antwort auf die Covid-19-Pandemie arbeitet die EIB zudem an Lösungen für die Länder der Östlichen Partnerschaft und für die Erholung ihrer Wirtschaft.

Das Eriwan-Energieeffizienzprogramm wird von der Europäischen Investitionsbank (EIB) durchgeführt und hat zum Ziel, öffentliche Gebäude (Kindertagesstätten) zu sanieren und im Rahmen des Möglichen erneuerbare Energien zu nutzen. Das Projekt umfasst eine Reihe grundlegender Renovierungen (umfassende Energieeffizienz-Nachrüstungen und Sanierung von Gebäudehüllen) sowie kleinere Maßnahmen (Innenbeleuchtung und Energieinfrastruktur, Heizungs-, Kühl- und Lüftungssysteme sowie Nutzung erneuerbarer Energien in den einzelnen Gebäuden). Dieses Investitionsvorhaben im Umfang von 15 Millionen Euro wird mit einem EIB-Darlehen von sieben Millionen Euro, einem E5P-Zuschuss von fünf Millionen Euro, einen Zuschuss für technische Hilfe von einer Million Euro aus dem Grünen Klimafonds (GCF) über das UNDP und eigenen Mitteln der Stadt Eriwan in Höhe von zwei Millionen Euro finanziert. Weitere Zuschüsse für technische Hilfe kamen aus den gemeinschaftlichen Hilfsprogrammen der EU (250 000 Euro), dem Treuhandfonds für technische Hilfe in der Östlichen Partnerschaft (250 000 Euro) und internen Mitteln der EIB (50 000 Euro).

Die Partnerschaft zur Förderung der Energieeffizienz und des Umweltschutzes in Osteuropa (Eastern Europe Energy Efficiency and Environment Partnership – „E5P“) ist ein Treuhandfonds, an dem sich mehrere Geber und Agenturen beteiligen. Eingerichtet wurde die E5P auf Initiative des schwedischen EU-Ratsvorsitzes im Jahr 2009. Sie will Energieeffizienz- und Umweltprojekte mit hoher Wirkung in den Ländern der Östlichen Partnerschaft unterstützen. Der E5P-Fonds von über 243 Millionen Euro umfasst finanzielle Beiträge der Europäischen Union und einer Gruppe von mehr als 24 Ländern. Die EU ist mit 94,4 Millionen Euro der größte Beitragszahler, während Schweden mit 66 Millionen Euro der größte bilaterale Geber ist.