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  • 200 Millionen Euro für Fluvius zur Installation von intelligenten Zählern in Flandern
  • Erste Tranche eines Darlehens von bis zu 425 Millionen Euro
  • Fluvius will Zähler bis Ende 2024 bei 80 Prozent seiner Kunden installieren

Die Europäische Investitionsbank (EIB) hat bekannt gegeben, dass sie den belgischen Strom- und Gasnetzbetreiber Fluvius mit einem Darlehen unterstützen wird. Eine erste Tranche über 200 Millionen Euro wurde bereits unterzeichnet. Fluvius will mit dem Geld intelligente Stromzähler für Familien und Unternehmen in 300 Städten und Kommunen in Flandern installieren und auch Neukunden an das Netz anschließen.

EIB-Vizepräsident Kris Peeters: „Für einen grünen und nachhaltigen Wiederaufbau Europas nach Corona braucht es Projekte wie dieses. Unsere Häuser gehören zu den größten CO2-Emittenten, unter anderem, weil sie unnötig Strom verbrauchen. Intelligente Zähler wie die von Fluvius sind wichtig für mehr Energieeffizienz und weniger Verschwendung.“

Die neuen Zähler können aus der Ferne abgelesen werden und informieren die Kunden fast in Echtzeit über ihren Verbrauch. Dadurch gehen die Kunden bewusster mit der Energie um, sodass die Energieeffizienz steigt. Zudem machen die Zähler das Netz flexibler, was angesichts der zunehmend dezentralen Erzeugung erneuerbarer Energien sehr wichtig ist.

Frank Vanbrabant, CEO von Fluvius: „Digitale Energiezähler sind entscheidend, wenn die Energiewende ein Erfolg werden soll. Nur so können Haushalte und kleine und mittlere Unternehmen ihren Energieverbrauch selbst steuern. Wer Solarenergie nutzt, kann mit den neuen Zählern die selbst produzierte Energie sofort bestmöglich einsetzen. Auch dynamische Energiepreise sind so möglich. Familien können also mehr Energie günstiger nutzen, indem sie Geräte intelligent steuern oder Energie lokal speichern, z. B. in einem Elektroauto. Digitale Zähler sind ein wichtiges Tor zur Energielandschaft der Zukunft.“

Fluvius befindet sich im Eigentum von elf interkommunalen Unternehmen und kümmert sich um Bau, Verwaltung und Wartung von Strom-, Gas-, Abwasser-, Kabelverteil- sowie Fernwärmenetzen in Flandern. Eine weitere Aufgabe ist die Unterhaltung der Straßenbeleuchtung. Insgesamt verwaltet Fluvius ein 230 000 Kilometer langes Versorgungsnetz mit 7 Millionen Anschlüssen. Das Unternehmen ist in allen 300 Städten und Kommunen Flanderns tätig.