>@Maciej Zych/Umicore
©Maciej Zych/Umicore
  • Erstes EIB-Darlehen an den belgischen Konzern für den Bau einer Kathodenwerkstoff-Fabrik im polnischen Nysa
  • Werk soll Umicore-Kunden helfen, die steigende Nachfrage nach wiederaufladbaren Lithium-Ionen-Batterien für Elektrofahrzeuge zu decken
  • EIB will europäische Kapazitäten in der gesamten Wertschöpfungskette der Batterieproduktion für Elektrofahrzeuge aufbauen
  • Projekt trägt daher zur Dekarbonisierung der Wirtschaft bei

Die Europäische Investitionsbank (EIB) vergibt ein Darlehen über 125 Millionen Euro an den weltweit operierenden belgischen Materialtechnologie- und Recyclingkonzern Umicore. Damit wird ein Teil des neuen Werks für die Herstellung von Kathodenmaterialien in Polen finanziert. Die Kathodenwerkstoffe werden an Hersteller von High-Tech-Lithium-Ionen-Batterien geliefert, die hauptsächlich in Elektrofahrzeugen zum Einsatz kommen.

Das EIB-Darlehen deckt etwa die Hälfte der Projektkosten in der Anfangsphase. Dabei werden etwa 350 Vollzeitarbeitsplätze geschaffen, und Umicore wird mit der örtlichen Ingenieurschule zusammenarbeiten. Die Fabrik auf der grünen Wiese soll die Versorgung mit modernen Kathodenmaterialien sichern – einer wichtigen Komponente für Hersteller von Lithium-Ionen-Batterien in der Region und weltweit.

Teresa Czerwińska, Vizepräsidentin der EIB mit Aufsicht über die Finanzierungen der Bank in Polen: „Die EIB vergibt zum ersten Mal ein Darlehen an Umicore, und wir freuen uns, dass ein solch innovatives Projekt am Anfang unserer Partnerschaft steht. Der Trend zur Elektrifizierung in der Automobilindustrie gewinnt an Fahrt. Umso wichtiger ist es, in der gesamten Wertschöpfungskette der Batterieproduktion für E-Fahrzeuge europäische Kapazitäten aufzubauen. In diesem Jahr hat die EIB bereits ein Darlehen von 480 Millionen Euro für die LG-Chem-Fabrik in Breslau vergeben. Wir setzen uns aktiv für ein Ökosystem ein, in dem Hersteller und Zulieferer Hand in Hand arbeiten, qualifizierte Arbeitsplätze schaffen und sich mit Universitäten in ihrer Nähe zusammenschließen.“

Filip Platteeuw, CFO von Umicore: „Die Europäische Union will die CO2-Emissionen drastisch verringern. Der Übergang zu einer saubereren Mobilität ist daher eine Priorität der EU, und Umicore ist gut aufgestellt, um diesen Übergang zu unterstützen. Durch seine integrierte europäische Lieferkette für Batteriematerialien leistet Umicore einen wesentlichen Beitrag zu den Plänen der Europäischen Union, ein wettbewerbsfähiges und nachhaltiges Batterieökosystem in Europa zu schaffen. Unsere Aktivitäten im Bereich der wiederaufladbaren Batteriematerialien in Europa sind für uns ein strategisches Wachstumsprojekt. Wir sind deshalb stolz darauf, dass unser neues Werk in Polen von der EIB im Rahmen ihrer Projekte für saubere Mobilität ausgewählt wurde.“

Die Batterieproduktion entwickelt sich rasant weiter. Die EIB hat kürzlich ihre Zusage bekräftigt, Projekte entlang der gesamten Wertschöpfungskette zu finanzieren. Die Bank geht davon aus, dass sie ihre Unterstützung für batteriebezogene Projekte im Jahr 2020 auf mehr als 1 Milliarde Euro aufstocken wird. Dies entspricht dem Umfang der Unterstützung, die die EIB in den vergangenen zehn Jahren geleistet hat. Seit 2010 hat die EIB Batterieprojekte mit insgesamt 950 Millionen Euro finanziert und Projektkosten von insgesamt 4,7 Milliarden Euro unterstützt.

Video : https://www.umicore.com/en/media/cathode-materials-plant-in-nysa

Hintergrundinformationen

Umicore

Umicore ist ein globaler Materialtechnologie- und Recyclingkonzern. Das Unternehmen konzentriert sich auf Anwendungsbereiche, in denen seine Expertise in Materialwissenschaften, Chemie und Metallurgie den entscheidenden Unterschied ausmacht. Umicore ist in drei Geschäftsgruppen gegliedert: Katalyse, Energie und Oberflächentechnologien, Recycling. Jede Geschäftsgruppe ist in marktorientierte Geschäftsbereiche unterteilt, die Werkstoffe und Lösungen anbieten, die bei neuen technologischen Entwicklungen an der Spitze stehen und für das tägliche Leben von wesentlicher Bedeutung sind.

Das Unternehmen erwirtschaftet den Großteil seiner Umsätze mit Werkstoffen für saubere Mobilität und Recycling. Auch ein Großteil seiner Forschung und Entwicklung erfolgt auf diesen Gebieten. Umicores oberstes Ziel nachhaltiger Wertschöpfung basiert auf der Ambition, Werkstoffe auf eine Weise zu entwickeln, zu produzieren und zu recyceln, die dem Anspruch des Unternehmens gerecht wird: Werkstoffe für ein besseres Leben.

Das Unternehmen hat Industrie-, Handels- und FuE-Standorte auf der ganzen Welt, um die Anforderungen seiner internationalen Kunden zu erfüllen. Der Konzern erzielte 2019 einen Umsatz (ohne Edelmetalle) von 3,4 Milliarden Euro (17,5 Milliarden Euro einschließlich Edelmetalle) und beschäftigte Ende 2019 11 152 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.