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Der Vizepräsident der Europäischen Investitionsbank (EIB) Vazil Hudák hat heute die Vereinbarung zwischen der europäischen Plattform für Investitionsberatung (EIAH) und der ungarischen Entwicklungsbank (MFB) unterzeichnet, um Möglichkeiten zu prüfen, eine neue Plattform für Investitionen in intelligente Städte und Verkehr in Ungarn zu errichten.

„Intelligente Städte haben als künftige Investitions- und Talentschwerpunkte eine besondere Bedeutung für Wachstum und Arbeitsplätze. Für die EIB sind Investitionen in intelligente Städte und in die Regionen ein wichtiges Instrument, um unser Mandat für den gesellschaftlichen und territorialen Zusammenhalt zu erfüllen. Wir helfen der Wirtschaft vor Ort, sich in einer schnell wandelnden digitalen Welt zu modernisieren“, erklärte Vizepräsident Hudák anlässlich der Eröffnung der EIAH Days in Budapest. „Investitionsplattformen können den Zugang zu Finanzierungen erheblich erleichtern, denn sie fassen Projekte zusammen, die sonst zu klein oder zu riskant für eine Finanzierung wären. Ich glaube, dass wir mit diesem flexiblen Konzept zusammen mit der MFB geeignete Projekte für die Investitionsplattform ermitteln können, um eine Reihe von Vorhaben für die intelligente Stadtentwicklung in Ungarn zu finanzieren“.

Mithilfe der Umfrage der EIB-Gruppe zur Investitionstätigkeit und Investitionsfinanzierung (EIBIS) wurde ermittelt, wo in Ungarn Investitionslücken bestehen und wo sich Chancen für Investitionen in intelligente Städte bieten. Mit der heute unterzeichneten Vereinbarung kann die EIB nun untersuchen, inwieweit eine Investitionsplattform dabei helfen könnte, diese Lücken zu schließen.

Das Ziel von Investitionsplattformen ist es, Mittel im Rahmen des Europäischen Fonds für strategische Investitionen (EFSI) mit öffentlichen und privaten Geldern zu kombinieren. Durch diese Plattformen können kleinere und riskantere Projekte für eine passende Finanzierung zusammengefasst werden. Die Bank will so Finanzierungslösungen finden, die auf die Anforderungen von Investitionsvorhaben für intelligente Städte zugeschnitten sind. Dazu nutzt sie alle ihre finanziellen Möglichkeiten sowie die Beratung durch die europäische Plattform für Investitionsberatung (EIAH).

Darüber hinaus unterzeichnete die Bank mit dem ungarischen Wirtschaftsministerium ein Vorhaben im Umfang von knapp 100 Millionen Euro, um die Investitionspläne der Universität für Sport und Sportwissenschaften in Budapest sowie der Universität Pécs zu unterstützen. Ziel ist es, die Qualität der Einrichtungen für Forschung, Lehre und Studium zu verbessern.

Die besseren Einrichtungen sollen die Universitäten für Studenten aus dem In- und Ausland attraktiver machen. Dadurch sollen die Innovationsfähigkeit des Landes gesteigert und letztlich Wachstumsimpulse gesetzt werden.

Potenziale freisetzen

Die Finanzierung von Investitionen in intelligente Städte in Mittel- und Osteuropa zeigt, dass das Entwicklungs- und Wachstumspotenzial dieser Städte nach wie vor groß ist. Ihre Produktivität liegt in vielen Bereichen unter dem Durchschnitt der EU-28, und kleinere Städte bleiben beim Wirtschaftswachstum hinter den Hauptstädten zurück. Mit Investitionen in „smarte“ Vorhaben können Lücken bei der Infrastruktur geschlossen und Innovationspotenzial freigesetzt werden. Durch die EIB-Unterstützung haben Vorhaben für eine intelligente Stadtentwicklung in der Region eine neue Dynamik entwickelt, und die EIB sucht darüber hinaus nach neuen Möglichkeiten, um derartige Vorhaben in Mittel- und Osteuropa zu fördern.

Unterstützt durch die europäische Plattform für Investitionsberatung prüft die EIB die Chancen, spezifische Investitionsplattformen für intelligente Städte in verschiedenen EU-Ländern einzurichten, darunter auch in Ungarn.

Hintergrundinformationen

Die Europäische Investitionsbank (EIB) ist die Einrichtung der Europäischen Union für langfristige Finanzierungen. Ihre Anteilseigner sind die Mitgliedstaaten der EU. Sie vergibt langfristige Mittel für solide Projekte, die den Zielen der EU entsprechen.

Die europäische Plattform für Investitionsberatung (EIAH) ist einer der Bestandteile des Investitionsplans für Europa, einer Initiative der Europäischen Kommission und der Europäischen Investitionsbank, die Investitionen in strategische Projekte in Europa ankurbeln soll, damit verfügbare Mittel in der Realwirtschaft ankommen.

Die EIAH ist eine zentrale Anlaufstelle für Beratungsdienste und technische Hilfe für Investitionsvorhaben in der EU und baut auf dem Know-how der EIB-Gruppe, der Europäischen Kommission, nationaler Förderinstitute sowie von Verwaltungsbehörden der Mitgliedstaaten auf. Ihr Ziel ist es, die Zusammenarbeit mit und zwischen bestehenden und neu errichteten nationalen Förderinstituten zu stärken. Sie unterstützt Projekte, die für eine Finanzierung durch die EIB (mit oder ohne EFSI-Unterstützung) infrage kommen, wobei die Beratung nicht auf von der EIB finanzierte Projekte beschränkt ist.

EIAH-Roadshow

Die EIAH organisiert zusammen mit ihren Partnern vor Ort eine Reihe von Veranstaltungen in bestimmten Ländern. Bisher fanden Veranstaltungen in Slowenien, Bulgarien und Polen statt. Nach Ungarn sind die nächsten Stationen der EIAH-Roadshow Kroatien am 6. März und die Slowakei am 12. März. Mit den Veranstaltungen will die EIAH ihre Partner vor Ort und andere Beteiligte über Themen informieren, die für die jeweiligen Länder wichtig sind. Außerdem sollen neue Projektvorschläge angeregt werden. Die Veranstaltungen finden in Ländern statt, die laut der Untersuchung des Marktbedarfs an Beratungsdiensten im Rahmen der EIAH den größten Beratungsbedarf haben: Bulgarien, Kroatien, Lettland, Litauen, Polen, Rumänien, Slowakei, Slowenien und Ungarn.