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Die Europäische Investitionsbank (EIB) vergibt ein Darlehen von 20 Millionen Euro an Laboratórios Basi – Indústria Farmacêutica, S.A. Das Unternehmen baut damit in der portugiesischen Kleinstadt Mortágua (Distrikt Viseu) eine neue Produktionsanlage für die Herstellung medizinischer Produkte und parenteraler Lösungen. EIB-Vizepräsident Román Escolano und Joaquim Chaves, Geschäftsführer des portugiesischen Unternehmens, und Luís Pedro Simões, Finanzvorstand, haben heute den Vertrag für dieses erste Direktdarlehen unterzeichnet, das die EIB mit Unterstützung des Europäischen Fonds für strategische Investitionen (EFSI) an ein portugiesisches Midcap-Unternehmen vergibt. Der EFSI ist das Kernstück der Investitionsoffensive für Europa, die auch als „Juncker-Plan“ bezeichnet wird.

Das Midcap-Unternehmen Laboratórios Basi ist auf die Entwicklung, Herstellung und Vermarktung medizinischer Produkte für den menschlichen Gebrauch sowie anderer Gesundheitsprodukte spezialisiert. Mithilfe des EIB-Darlehens kann das Unternehmen einen neuen Geschäftsbereich einrichten und dadurch seine Produktionskapazität erhöhen. Der neue Bereich wird jährlich bis zu 110 Millionen groß- und kleinvolumige parenterale Einheiten herstellen. Das Unternehmen wird mit dieser Modernisierung sein Wachstum beschleunigen, seine Exportkapazität erhöhen und dadurch auch die Internationalisierung vorantreiben. Folglich werden die von der EIB mitfinanzierten Maßnahmen zur Schaffung von Arbeitsplätzen für Fachkräfte beitragen und den sozialen Zusammenhalt fördern. Durch das Projekt dürften im Distrikt Viseu, der im Landesinneren liegt, 109 neue Stellen entstehen.

Die Finanzierung ist das erste Darlehen in Portugal, das die EIB aus ihrem Programm für Midcap-Unternehmen in Spanien und Portugal vergibt. Dieses Programm soll durch die Vergabe günstiger Darlehen an Midcap-Unternehmen das Wirtschaftswachstum und die Beschäftigung fördern. Das Darlehensprogramm ist durch eine Garantie aus dem Europäischen Fonds für strategische Investitionen (EFSI) besichert. Der EFSI ist eine Säule des sogenannten „Juncker-Plans“.

Anlässlich der Vertragsunterzeichnung in Lissabon hob EIB-Vizepräsident Román Escolano die „sehr positive gesellschaftliche Wirkung dieses Projekts“ hervor, das in Portugal Arbeitsplätze für Fachkräfte schaffen und bei einem portugiesischen Pharmaunternehmen für nachhaltiges Exportwachstum und mehr Innovation sorgen wird. „Dieses Darlehen ist die erste Finanzierung in Portugal, die im Rahmen unseres Midcap-Programms vergeben wird und durch eine Garantie aus dem Europäischen Fonds für strategische Investitionen besichert ist. An diesem Vertrag zeigt sich auch, wie intensiv sich die EU für die Innovationstätigkeit in Portugal engagiert und dass die EIB fest entschlossen ist, Vorhaben in Kohäsionsregionen zu fördern.“

Carlos Moedas, EU-Kommissar für Forschung, Wissenschaft und Innovation, erklärte dazu: „Im Rahmen des Juncker-Plans wurden bereits mehr als 1,2 Milliarden Euro für Vorhaben in Portugal genehmigt. Diese Mittel dürften Investitionen von rund vier Milliarden Euro mobilisieren und dadurch der Wirtschaft neue Impulse verleihen. An dieser Finanzierung zeigt sich, wie EU-Mittel innovative Unternehmen in Portugal unterstützen, Arbeitsplätze schaffen und die öffentliche Gesundheit fördern.“

Joaquim António de Matos Chaves, CEO von Laboratórios Basi, sagte: „Der Finanzierungsbeitrag der EIB trägt entscheidend dazu bei, dass wir dieses innovative strategische Investitionsvorhaben im Bereich parenterale Lösungen durchführen können. Durch dieses Projekt wird das Unternehmen seine Produktionsleistung, Wettbewerbsfähigkeit und Exportkapazität exponentiell steigern und in Mortágua mehr als 100 Stellen für Fachkräfte schaffen.“