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Die Europäische Investitionsbank hat ihre Unterstützung für ein Investitionsprogramm  von 44 Millionen Euro (30 Milliarden Malawi Kwacha) zugesagt, das die Flugsicherheit an den beiden wichtigsten Flughäfen des südafrikanischen Binnenstaats Malawi verbessern soll.

Die Einrichtung der Europäischen Union für langfristige Finanzierungen stellt für das Programm ein Darlehen von 21 Millionen Euro (14 Milliarden Malawi Kwacha) bereit. Dies wurde heute in Lilongwe durch Carmelo Cocuzza, Repräsentant der Europäischen Investitionsbank für das südliche Afrika, und Goodall Gondwe, Minister für Finanzen und Entwicklungsplanung der Republik Malawi, offiziell vereinbart.

Das neue Investitionsprogramm ist eines der ersten Vorhaben des öffentlichen Sektors, die die EIB seit 2008 in dem Land unterstützt.

Es sieht die Bereitstellung neuer Sicherheitsausrüstung zur Verbesserung der Luftverkehrssicherheit am Flughafen Kamazu von Lilongwe und am Flughafen Chileka von Blantyre vor. Das Programm wird auch technische Probleme lösen, die kürzlich bei Sicherheitsaudits der Internationalen Zivilluftfahrt-Organisation (ICAO) zutage getreten sind, und somit dazu beitragen, dass Malawi in Zukunft internationale Sicherheitsstandards einhalten kann.

„Für den Binnenstaat Malawi ist es von entscheidender Bedeutung, dass die Sicherheit der Fluggäste und der Flugzeuge an den wichtigsten Flughäfen des Landes in Lilongwe und Blantyre gewährleistet wird. Das neue Investitionsprogramm wird in den kommenden Jahren die Sicherheit der Fluggäste erhöhen und Geschäftsreisenden wie Touristen zugute kommen. Mit diesem Darlehen fördert die Europäische Investitionsbank zum ersten Mal ein Projekt im Luftverkehrssektor in Malawi. Sie demonstriert damit ihr umfassendes Engagement, mit dem sie zur  Verbesserung der Verkehrsinfrastruktur beitragen möchte, die für die regionale wirtschaftliche Entwicklung im ganzen südlichen Afrika von wesentlicher Bedeutung ist. Unser Engagement wird ergänzt durch technische Hilfe, die die Delegation der Europäischen Union in Lilongwe für das Ministerium für Zivilluftfahrt von Malawi leistet. Für die Umsetzung der Maßnahmen ist die Europäische Agentur für Flugsicherheit zuständig.  Die Europäische Investitionsbank hat bereits mit großem Erfolg Luftverkehrsvorhaben in Afrika und auf der ganzen Welt unterstützt. Wir freuen uns, dass wir heute eine neue Ära der Investitionsförderung in diesem wichtigen Sektor in Malawi einläuten können“, sagte Pim van Ballekom, Vizepräsident der Europäischen Investitionsbank.

Aus dem heute vereinbarten EIB-Darlehen für das Flughafensicherheitsprogramm  dürften unter anderem neue Krankenwagen und Löschfahrzeuge angeschafft sowie der Bau einer neuen Feuerwache am Flughafen Chileka finanziert werden. Die grundlegende Sicherheit soll weiter erhöht werden durch die Bereitstellung neuer Rettungsausrüstung, die Installation spezieller meteorologischer Überwachungs- und Windmessanlagen, eine verbesserte Durchleuchtung des Reisegepäcks und des Frachtguts sowie eine bessere Anflugbefeuerung und Flugfeldbeleuchtung.  An beiden Flughäfen soll die Sicherheitslage insgesamt durch eine bessere Einfriedung und die Installation von Videoüberwachungsanlagen gestärkt werden. Nach Abschluss des Projekts können Flugzeuge im Anflug auf Chileka erstmals ein Instrumentenlandesystem nutzen.

Der Genehmigung des neuen Darlehens ging eine detaillierte Bewertung des sicherheitsrelevanten Investitionsbedarfs an den beiden Flughäfen voraus. Diese Bewertung wurde von technischen Experten der Europäischen Investitionsbank durchgeführt, die weltweite Erfahrung mit Flughafenprojekten aufweisen. Die Investitionen zur Verbesserung der Sicherheit auf beiden Flughäfen werden nicht nur Arbeitsplätze in der Umsetzungsphase schaffen, sondern langfristige volkswirtschaftliche Nutzeneffekte für ganz Malawi mit sich bringen. Sie werden ferner die Einhaltung der internationalen Luftsicherheitsstandards gewährleisten, die für die Nutzung der Flughäfen durch internationale Fluggesellschaften unabdingbar ist.

„Das Programm der EU, mit dessen Umsetzung die Europäische Agentur für Flugsicherheit (EASA) befasst ist, leistet technische Hilfestellung für Mitarbeiter der Flughafensicherheit und bietet ihnen spezielle Schulungsmaßnahmen. Auch dank dieser Unterstützung wird der Luftverkehrssektor in der Lage sein, die  Rahmenbedingungen zu verbessern, die der Gewährleistung der Sicherheit und der Bereitstellung zuverlässiger und effizienter Luftverkehrsdienste förderlich sind. Letztlich erleichtert dies den Ausbau von Handel und Tourismus und damit von zwei Bereichen, die für die zukünftige Entwicklung Malawis wichtig sind“, sagte Botschafter Marchel Gerrmann, Leiter der EU-Delegation in Malawi.

Die Japanische Agentur für Internationale Zusammenarbeit (JICA) und die Regierung Malawis beteiligen sich ebenfalls an der Finanzierung des Programms zur Verbesserung der Luftverkehrssicherheit.

Die Europäische Investitionsbank verfügt über beachtliche technische und finanzielle Erfahrung mit Flughafenprojekten auf der ganzen Welt. In den letzten zehn Jahren hat sie sich mit 12,5 Milliarden Euro am Bau neuer und an der Modernisierung bestehender Flughäfen beteiligt. Dazu zählten die Modernisierung regionaler Flughäfen in Tansania, die Verbesserung der Sicherheit am Flughafen Maputo in Mosambik, Projekte zur Verbesserung der Luftverkehrskontrolle in Madagaskar und Westafrika, der Bau des Terminals 5 am Flughafen Heathrow und Vorhaben an den Flughäfen Schiphol, Frankfurt und Paris.

2014 stellte die EIB mehr als 2,5 Milliarden Euro für Infrastrukturvorhaben und Projekte des Privatsektors in ganz Afrika zur Verfügung.