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Am 24. April unterzeichneten die RTE und die Europäische Investitionsbank in Saint-Quentin-Fallavier, einem Standort des Projekts „Rhonetal“, einen neuen Finanzierungsvertrag über 200 Millionen Euro. Der Vertrag wurde vom beigeordneten Generaldirektor der RTE mit Zuständigkeit für Finanzen, Beschaffungen und Informations- und Telekommunikationssysteme, Philippe Dupuis, sowie vom Vizepräsidenten der Europäischen Investitionsbank (EIB), Philippe de Fontaine Vive, unterzeichnet. Die Mittel sind für die Finanzierung eines Teils des Vorhabens „Rhonetal“ bestimmt. Mit diesem Projekt sollen die beiden 400-kV-Stromleitungen zwischen Lyon und Montélimar optimiert und ihre Zuverlässigkeit erhöht werden. Es handelt sich hier um die zweite Tranche der insgesamt 500 Millionen Euro, die die EIB im März 2013 für die Durchführung von sieben großen Projekten zugesagt hat, die mehrere französische Regionen betreffen*.

Die Investitionskosten für das Projekt „Rhonetal“ belaufen sich auf 287 Millionen Euro. Mit diesem Vorhaben wird bezweckt, die Zuverlässigkeit der bestehenden Stromleitungen auf einer Länge von 275 km zu erhöhen und ihre Kapazität zu erweitern. Daher werden die Masten verstärkt und die derzeitigen Kabel durch Kabel ersetzt, die denselben Durchmesser aufweisen, aber einen rascheren Stromdurchsatz ermöglichen. Diese Arbeiten betreffen eine Stromleitung von strategischer Bedeutung und tragen daher dazu bei, die Sicherheit der Stromversorgung in Frankreich zu erhöhen.

Anlässlich der Vertragsunterzeichnung erklärte EIB-Vizepräsident Philippe de Fontaine Vive: „Es freut mich, dass sich die EIB an der Finanzierung eines Projekts beteiligt, dem wesentliche Bedeutung im Hinblick auf die Sicherheit der Stromversorgung in Europa zukommt. Es handelt sich hier um ein Verbundnetz, das immer häufiger überlastet ist, so dass dringend Abhilfemaßnahmen ergriffen werden müssen. Es ist eines der vorrangigen Ziele der Bank, zur zuverlässigen, wettbewerbsfähigen und nachhaltigen Energieversorgung beizutragen und somit dem Bedarf der Bürger in Frankreich und in Europa Rechnung zu tragen.“

„Es ist von grundlegender Bedeutung, das Netz auszubauen und zu stärken, damit das Gleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage nach Strom in unserem Land mittel- und langfristig gewahrt werden kann. Die RTE verfolgt aus diesem Grund eine umfassende Investitionspolitik und investiert jedes Jahr mehr als 1,4 Milliarden Euro“, erläuterte Philippe Dupuis, beigeordneter Generaldirektor der RTE mit Zuständigkeit für Finanzen, Beschaffungen und Informations- und Telekommunikationssysteme. „Die Stabilität unseres Wirtschaftsmodells und unsere finanzielle Stärke ermöglichen es der RTE, in Verbindung mit den äußert attraktiven Konditionen der EIB diese umfangreichen Vorhaben zu finanzieren, die notwendig sind, um die Sicherheit der Stromversorgung in unserem Land zu gewährleisten. Diese Investitionen werden auch dazu beitragen, die Kosten für die Stromübertragung in einem akzeptablen Rahmen zu halten.“

Mit dem mit der RTE unterzeichneten Darlehen setzt die EIB ihre Maßnahmen zum Klimaschutz fort, die sich nicht nur auf Frankreich und Europa beschränken, sondern weltweit Anwendung finden. In Einklang mit den Zielen der EU ist die Bank bestrebt, die Qualität und die Sicherheit der Energieversorgung zu verbessern, wobei auch auf neue Anlagen zur Stromerzeugung zurückgegriffen wird, die in erster Linie erneuerbare Energien einsetzen.

Das Investitionsprogramm der RTE, zu dem die EIB einen erheblichen finanziellen Beitrag leistet, wird auch die Schaffung von Arbeitsplätzen in der Region ermöglichen. Die RTE und die EIB setzen somit ihre Zusammenarbeit fort, die auf das Jahr 2009 zurückgeht.

Durch das EIB-Darlehen im Betrag von 500 Millionen Euro kann knapp die Hälfte der Investitionskosten für die sieben großen Stromübertragungsprojekte gedeckt werden, die sich im Zeitraum 2012-2016 auf 1 Milliarde Euro belaufen.

Die Finanzierung dieser Projekte wird dazu beitragen, die Sicherheit und die Qualität der Stromversorgung zu erhöhen, und ermöglicht auch die Nutzung neuer Methoden zur Stromerzeugung – vor allem unter Einsatz erneuerbarer Energien. Dafür müssen rund 400 km Leitungen (400-kV-, 225-kV- und 90-kV-Leitungen) verlegt und bestehenden 400-kV-Leitungen in einer Länge von 350 km verstärkt werden.

* Bei den sieben großen Projekten handelt es sich um: Cotentin-Maine, „Rhonetal“, das Sicherheitsnetz in der Region Provence-Alpes-Côte d'Azur, Charleville-Reims, die Sicherung der Stromversorgung im Süden des Pays de la Loire, „Deux Loire“ und das Kondensatorprogramm.