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    Gunter Fischer und Aglaé Touchard-Le Drian überlegen, wie sie ihre Arbeit langfristig überflüssig machen könnten. Das glauben Sie nicht? Dann hören Sie sich unseren Podcast an!, EIB

    In dieser Folge von „A Dictionary of Finance“ erfahren Sie, wie Risikoabfederung, Crowding-in oder Schichtung helfen können, private Geldgeber für Projekte in Entwicklungsländern zu gewinnen.

    Auch heute erläutern wir wieder jede Menge Fachbegriffe:

    Signaling – die Signalwirkung, die allein davon ausgeht, dass ein angesehener Investor sich beteiligt: Das Projekt könnte auch für andere Geldgeber interessant sein.

    Catalyzing oder Crowding-in – wie Katalysatoren in der Chemie. Ein Mittel, um private Investoren zu gewinnen und Projekte zu beschleunigen.

    Crowding-out – das Gegenteil von Crowding-in. Wenn Kredite zu so günstigen Zinsen vergeben werden, dass private Geldgeber verdrängt werden, die gern investiert hätten.

    Soft Money, Soft Loans – Kredite zu günstigen Zinsen, die in der Regel von Entwicklungsbanken angeboten werden.

    De-risking – Methoden zur Risikoabfederung. Ein Teil des Risikos wird ausgeschaltet, damit auch private Investoren mit einsteigen.

    Layering oder Schichtung – eine Form der Risikoabfederung. Dabei wird eine Finanzierung in mehrere Tranchen mit unterschiedlichen Risiken und Renditen zerlegt.

    Preferred Return – eine Garantie, dass mögliche Verluste zunächst von anderen Investoren getragen werden, die sogenannte Erst- oder Zweitverlusttranchen übernehmen.

    In dieser Folge von „A Dictionary of Finance“ sprechen wir darüber, wie der private und der öffentliche Sektor bei der Entwicklungsfinanzierung zusammenarbeiten. Vor allen beschäftigen wir uns damit, wie öffentliche Investitions- und Entwicklungsbanken Projekte für den Privatsektor attraktiv machen.

    Auslaufmodell Entwicklungsfinanzierung?

    Kreditreferentin Aglaé Touchard-Le Drian, die bei der EIB für den Globalen Dachfonds für Energieeffizienz und erneuerbare Energien (GEEREF) tätig ist, formuliert es so: „Eines Tages sollen die Projekte vor Ort von einheimischen Geldgebern finanziert werden. Dann wären wir überflüssig.“

    „Aber soweit ist es noch nicht“, sagt Aglaé.

    Deshalb nehmen öffentliche Finanzierungsinstitutionen bei den Projekten einen Großteil des Risikos auf ihre Schultern. Dazu kombinieren sie unter anderem Kredite und Beteiligungen mit Zuschüssen und bieten auch Beratung und technische Hilfe an.

    Und dann kommen die privaten Geldgeber und räumen die Gewinne ab? Warum sollten wir solche Projekte finanzieren?

    Gunter Fischer, der ebenfalls zum GEEREF-Team gehört, beschwichtigt: „Öffentliche Banken finanzieren nur Projekte, an denen sich von privater Seite sonst niemand beteiligen würde – die gar nicht zustande kämen.“

    Aglaé nennt noch einen weiteren Vorteil für den öffentlichen Sektor: Anders als bei Zuschüssen kann das Geld immer wieder neu investiert werden. So lassen sich viel mehr Projekte finanzieren.

    Zum Schluss übernimmt der Privatsektor das Projekt. „Viele Investoren, die einmal zusammen mit der EIB ein Projekt finanziert haben, sind jetzt auch bereit, allein in ähnlichen Regionen und Sektoren zu investieren“, sagt Gunter.

    Das glauben Sie nicht? Dann hören Sie bei uns rein! Der Podcast wird Sie garantiert überzeugen. Und danach werden Sie uns bestimmt auf iTunes mit fünf Sternen bewerten und gleich abonnieren, um künftig keine Folge zu verpassen.

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