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    Luxemburg
    16
    sep 2013
    Europäische Investitionsbank, 98-100 Boulevard Konrad Adenauer
    Luxemburg
    Luxemburg

    Die Hauptabteilung Volkswirtschaftliche Analysen der EIB hat zum zweiten Mal Rundtischgespräche zum Bankensektor im Mittelmeerraum organisiert. Die Veranstaltung fand am Hauptsitz der Bank in Luxemburg statt. Neben führenden Vertretern der Finanzbranche und von Zentralbanken nahmen auch Vertreter von Entwicklungsinstitutionen teil, die in der Region tätig sind.

    Zu den Hauptreferenten und Teilnehmern an den Rundtischgesprächen gehörten unter anderem Jihad K. Al Wazir, Gouverneur der palästinensischen Währungsbehörde, Mohamed El-Kettani, CEO der Attijariwafa Bank (Marokko), Nassib Ghobril, Chefvolkswirt bei der Byblos Bank (Libanon), Mohamed El Moussaoui, Vorstandsmitglied der Al-Barid Bank (Marokko) und Alfred Kammer, stellvertretender Direktor der Abteilung Naher Osten und Zentralasien des IWF.

    Die EIB war unter anderem durch Vizepräsident Philippe de Fontaine Vive, die Direktorin der Hauptabteilung FEMIP Flavia Palanza und die Direktorin der Hauptabteilung Volkswirtschaftliche Analysen Debora Revoltella vertreten.

    Im Mittelpunkt der Diskussion standen Trends im regionalen Bankensektor und die Entwicklung des Mobile Banking in der Region. Dabei wurde hervorgehoben, dass es dem Finanzsektor in der Region noch an der notwendigen Breite fehlt, wodurch vor allem KMU Probleme bei der Kreditaufnahme haben.

    Der Anteil der Unternehmen, denen eine Kreditlinie eingeräumt wird, ist niedriger als in anderen Schwellenländern, und nur sehr wenige Unternehmen können ihre Investitionsvorhaben mit Bankkrediten finanzieren. Diese Hemmnisse werden durch die derzeit schwierige politische und wirtschaftliche Lage in der Region noch zusätzlich verschärft.

    Deshalb müssen die Mittelmeer-Partnerländer unbedingt weiter an der Reform ihres Finanzsektors arbeiten. Vor allem muss die Finanzmarktinfrastruktur mit noch mehr Nachdruck aufgebaut werden. Der Bankensektor braucht Wettbewerb, und der Finanzsektor muss diversifiziert werden.

    Mobiltelefone sind in der gesamten Region bereits weit verbreitet. In der Diskussion hat sich gezeigt, dass Mobile Banking ein sehr wichtiges Mittel sein könnte, um den Zugang zu Finanz- und Bankdienstleistungen zu verbessern. Die gut entwickelten Mobilfunknetze bieten enormen Spielraum, um den Finanzsektor auch für die Bevölkerung zu öffnen, die bisher nicht mit Bankdienstleistungen versorgt wird.

    Für die Einführung von Mobile Banking-Diensten bestehen jedoch zahlreiche Hindernisse, nicht zuletzt regulatorische Anforderungen. Zudem muss ein Geschäftsmodell entwickelt werden, das einen Mehrwert für die verschiedenen Akteure bietet, die am Aufbau dieser Dienste mitwirken müssten, damit das Konzept funktioniert.

    Die Hauptabteilung Volkswirtschaftliche Analysen hat einen Bericht veröffentlicht („Banking in the Mediterranean – Financing Needs and Opportunities in Turbulent Times“), in dem die Themen der Rundtischgespräche erörtert werden.