- Verwaltungsräte der EIB-Gruppe billigen 2 Mrd. Euro zur Stärkung der europäischen Energieautonomie
- Schwerpunkte sind erneuerbare Energien, Energieeinsparungen und Netzausbau
- Europäischer Investitionsfonds mobilisiert zusätzliche Finanzierungen für Europas Technologieführerschaft und Wettbewerbsfähigkeit
Die Verwaltungsräte der Europäischen Investitionsbank-Gruppe (EIB-Gruppe) haben insgesamt 10 Milliarden Euro an neuen Finanzierungen genehmigt. Davon entfallen fast 2 Milliarden Euro auf Investitionen in saubere Energie sowie auf Projekte für bezahlbare Energie und mehr Wettbewerbsfähigkeit.
Der Verwaltungsrat der EIB genehmigte Kredite für die Produktion von Offshore-Windstrom in Deutschland und Solarenergie in Italien sowie für den verstärkten Einsatz erneuerbarer Energien in Unternehmen in Österreich. Weitere Projekte betreffen Energieeinsparungen bei Fernwärme in Lettland und den Netzausbau in den Niederlanden. Damit können mehr Erneuerbare-Energien-Anlagen eingebunden und zusätzliche Lademöglichkeiten für Elektrofahrzeuge geschaffen werden.
Europa braucht gerade jetzt mehr saubere Energie und mehr Energieeinsparungen. Denn der seit mittlerweile vier Jahren andauernde Krieg in der Ukraine und die angespannte Lage im Nahen Osten setzen die Energieversorgung unter Druck.
Nadia Calviño, Präsidentin der EIB-Gruppe: „Der russische Einmarsch in der Ukraine und der Konflikt im Nahen Osten führen uns eines klar vor Augen: Europa muss sich aus der Abhängigkeit bei fossilen Energien befreien. Mit den heute genehmigten Investitionen bekräftigt die EIB-Gruppe ihr Engagement für die Energiewende und Europas strategische Autonomie.“
Die neuen Finanzierungen unterstützen die Ziele der EU und die Investitionsstrategie für saubere Energie der Europäischen Kommission vom März 2026. Außerdem stehen sie in Einklang mit dem „AccelerateEU“-Plan, den die Kommission in dieser Woche veröffentlicht hat. Bei beiden Initiativen arbeitet die EIB-Gruppe gemeinsam mit der Europäischen Kommission daran, in Europa den Umstieg von Öl und Gas auf saubere Energie zu beschleunigen.
Unterstützung der EU-Ziele in ganz Europa
Weitere 8 Milliarden Euro an neuen Finanzierungen entfallen auf Projekte in den Bereichen Stadtentwicklung, Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen sowie Schienen- und Straßenverkehr. So genehmigte der Verwaltungsrat der EIB Mittel für Stadterneuerungsprojekte in Belgien, für den Neu- und Ausbau von Straßen in Rumänien sowie für Unternehmensinvestitionen in Bulgarien, Italien und Spanien.
Der Verwaltungsrat des Europäischen Investitionsfonds (EIF) befürwortete neue Garantie- und Verbriefungsvereinbarungen. Diese setzen zusätzliche Finanzierungen für europäische Unternehmen frei, die wettbewerbsfähiger werden und ihre Digitalisierung vorantreiben wollen. Der EIF genehmigte außerdem neue Kapitalbeteiligungen an Fonds aus den Bereichen Sicherheit und Verteidigung, Energie sowie Gleichstellung der Geschlechter. Darüber hinaus wurden acht TechEU-Operationen gebilligt, die die Finanzierung für europäische Innovatoren erleichtern.
Förderung starker globaler Partnerschaften
Außerhalb der EU genehmigte die EIB Finanzierungen für Agrarunternehmen in Benin sowie für den Ausbau des Breitband-Internetzugangs in Afrika südlich der Sahara. Diese Projekte tragen zur Global-Gateway-Strategie der EU bei. Sie fördern enge Partnerschaften und stärken Europas Stimme auf internationaler Ebene.
Hintergrundinformationen
EIB-Gruppe
Die Europäische Investitionsbank-Gruppe (EIB-Gruppe) ist der Finanzierungsarm der Europäischen Union und eine der weltgrößten multilateralen Entwicklungsbanken. Ihre Anteilseigner sind die 27 Mitgliedstaaten. 2025 unterzeichnete die EIB-Gruppe 100 Milliarden Euro an neuen Finanzierungen und Beratung für mehr als 870 wirkungsstarke Projekte in acht Kernbereichen, die die strategischen Ziele der EU unterstützen: Klima und Umwelt, Digitalisierung und technologische Innovationen, Sicherheit und Verteidigung, territorialer Zusammenhalt, Landwirtschaft und Bioökonomie, soziale Infrastruktur, starke globale Partnerschaften sowie die Spar- und Investitionsunion. Neben der Vergabe langfristiger Darlehen für große Infrastrukturprojekte mobilisiert die EIB-Gruppe privates Kapital für risikoreiche innovative Projekte und Unternehmen. Auf den europäischen Märkten für Venture Debt, Risikokapital, Garantien und Verbriefungen kommt ihr eine wachsende Bedeutung zu.
Der Europäische Investitionsfonds (EIF) ist die auf Garantien und Eigenkapitalbeteiligungen spezialisierte Tochtergesellschaft der EIB-Gruppe und erleichtert kleinen und mittleren Unternehmen sowie Start‑ups europaweit den Zugang zu Finanzierungen. Als Ankerinvestor mobilisiert der EIF über sein breites Netz von Partnerbanken und Investmentfonds privates Kapital und stärkt das Risikokapital‑Ökosystem, um innovative Unternehmerinnen und Unternehmer in Europa zu fördern.
2023 lancierte der EIF gemeinsam mit sechs Mitgliedstaaten (Frankreich, Deutschland, Italien, Spanien, Belgien und Niederlande) die European Tech Champions Initiative, einen Dachfonds zur Förderung innovativer Start-ups. Mit dieser Initiative wurden bislang 14 europäische Risikokapital-Megafonds und das Scale-up von 43 Unternehmen unterstützt, darunter elf Unicorns (mit einem Marktwert von über 1 Milliarde Euro).
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