- 2025 investierte die EIB Global in Afrika 3,1 Mrd. Euro in wirkungsstarke Projekte, die nationalen Prioritäten und der europäischen Global-Gateway-Initiative entsprechen
- Neue Investitionen sollen durch Win-win-Partnerschaften nachhaltige Entwicklung stärken, Stabilität fördern und Jobs schaffen
- 46 Prozent der Aktivitäten entfielen auf Klimaschutz und ökologische Nachhaltigkeit
Die Europäische Investitionsbank-Gruppe (EIB-Gruppe) hat 2025 über die EIB Global, ihren Geschäftsbereich für internationale Partnerschaften und Entwicklungsfinanzierung, mehr als 9 Milliarden Euro bereitgestellt. Davon entfielen 3,1 Milliarden Euro auf Afrika – das ist ein Drittel des Gesamtvolumens. Schwerpunkte waren die Förderung kleiner und mittlerer Unternehmen (KMU) über Kreditlinien sowie Investitionen in Venture-Capital-Fonds, nachhaltige Energie, Verkehrsinfrastruktur, Wasser und Gesundheit.
Marokko, Nigeria und Mauretanien sowie Ägypten und Malawi waren die Hauptempfänger in Afrika. Daneben arbeitete die EIB Global auch in kleineren Ländern wie Gambia, São Tomé und Príncipe und Cabo Verde.
Die Entwicklung der blauen Wirtschaft in Mauretanien und Cabo Verde zählt zu den Flaggschiff-Projekten südlich der Sahara. In Côte d’Ivoire stärkte die EIB Global den Kakaosektor, in Sierra Leone und Guinea unterstützte sie Wertschöpfungsketten der Landwirtschaft. Dabei lag ihr Fokus auf KMU, Gleichstellung der Geschlechter und Jobs für junge Menschen. In mehreren Regionen Kameruns verbesserte die Bank den Stromzugang von mehr als 1,6 Millionen Menschen in ländlichen Gemeinden.
In Marokko finanzierte die EIB Global die sichere Gewinnung und Verteilung von Trinkwasser. Ziel sind eine klimaresiliente Wasserinfrastruktur sowie ein gerechter Trinkwasser-Zugang in kleineren Städten und auf dem Land. Außerdem unterstützte die Bank den Wiederaufbau und Instandsetzungen nach Erdbeben. Im Mittelpunkt ihres breit angelegten Programms standen Schulen, Krankenhäuser, Straßen und kritische Infrastruktur. Dabei verband sie klimaresiliente Planung mit Energieeffizienz und sozialen Standards. Mit einem EU-Zuschuss von 21 Millionen Euro für die Dekarbonisierung der Industrie und ein umfassenderes Recycling förderte die EIB Global die grüne Wende in Ägypten. Auch das Obelisk-Projekt mit der größten Photovoltaik-Anlage mit Batteriespeicher in Afrika erhielt Unterstützung. Für mehr Wachstum im Privatsektor investierte die Bank in den RMBV North Africa Fund III.
Im Gesundheitssektor unterzeichnete die EIB Global eine Garantievereinbarung mit MedAccess, um den Zugang zu wichtigen medizinischen Gütern in Afrika zu verbessern. Die Vereinbarung gehört zu den ersten Projekten unter dem Human Development Accelerator (HDX). Dieses gemeinsame Programm von Europäischer Kommission, EIB und Gates Foundation förderte auch die Produktion von mRNA-Impfstoffen in Ruanda. Darauf aufbauend unterstützt die EIB mit BioNTech jetzt die lokale Impfstoffherstellung in Senegal und Ghana. In Angola half die EIB Global bei der Finanzierung der ersten nationalen HPV-Impfkampagne. Mehr als zwei Millionen Mädchen sollen gegen Gebärmutterhalskrebs geimpft werden.
Unter Boost Africa unterstützte die EIB Global das Africa Venture Finance Programme der Saïd Business School der Universität Oxford. 2025 profitierten mehr als 40 in Afrika ansässige Venture-Capital-Fondsmanager von diesem Programm, das mit Schwerpunkt auf innovativen Unternehmen, jungen Menschen und Unternehmerinnen Investitionen in Afrika fördert. Darüber hinaus sagte die EIB Global 2025 über 350 Millionen Euro für neue Fonds zu, unter anderem von Amethis und Ardian, um Unternehmen und neue Projekte in Afrika zu stärken.
In den vergangenen vier Jahren mobilisierten Investitionen der EIB 73 Milliarden Euro in Afrika.
Nadia Calviño, Präsidentin der EIB-Gruppe: „2025 hat die EIB ihre Unterstützung für Win-win-Partnerschaften auf Basis gegenseitigen Respekts in Afrika deutlich verstärkt. Als Finanzierungsarm der EU, dessen Anteilseigner die 27 Mitgliedstaaten sind, machen wir dort einen Unterschied, wo es besonders zählt: bei wirkungsstarken Projekten, die die Menschen vor Ort spüren und auf die sich Gemeinschaften in ganz Afrika verlassen können.“
Mit ihren Finanzierungen und ihrer technischen Expertise ist die EIB bei Großprojekten in den Bereichen Wasser, globale Gesundheit, saubere Energie, Verkehr und Förderung des Privatsektors weltweit führend. Ihr besonderer Fokus liegt dabei auf jungen Menschen und Frauen.
Die EIB Global ist ein wichtiger Partner von Global Gateway. Ihr Ziel, dafür bis 2027 Investitionen von 100 Milliarden Euro zu mobilisieren, erreichte sie schon 2025. 75 Prozent der Investitionen der Bank außerhalb der EU unterstützten im Jahr 2025 Global-Gateway-Projekte und mobilisierten mehr als 20 Milliarden Euro.
Über die Finanzierung von Projekten und technische Beratung hinaus aktiviert die EIB auch private Investitionen, indem sie wertvolle Daten bereitstellt, die die Risikobewertung bei Investitionen in Schwellenländern verbessern. In diesem Zusammenhang arbeitet die EIB mit der Weltbank-Gruppe federführend an der Global Emerging Markets Risk Database (GEMs). Das Bündnis vereint 29 multilaterale Entwicklungsbanken und Entwicklungsfinanzierungsinstitute mit zusammen 40 Jahren Investitionserfahrung in Schwellenländern. GEMs liefert umfassende Kreditrisiko-Daten zu Erlös- und Ausfallquoten, die Einblicke in das tatsächliche Potenzial der Schwellenländer erlauben. Sie helfen, faktenbasiert, ohne Bias oder veraltete Annahmen, Investitionsentscheidungen zu treffen. Gemeinsam verbessern multilaterale Entwicklungsbanken so ihre Zusammenarbeit in Afrika als System.
Weitere Informationen zu unserer Tätigkeit 2025: Europa stärken – Aktivitätsbericht 2025
Hintergrundinformationen
Die EIB
EIB-Gruppe
Die Europäische Investitionsbank-Gruppe (EIB-Gruppe) ist der Finanzierungsarm der Europäischen Union und eine der weltgrößten multilateralen Entwicklungsbanken. Ihre Anteilseigner sind die 27 Mitgliedstaaten. 2025 unterzeichnete die EIB-Gruppe 100 Milliarden Euro an neuen Finanzierungen und Beratung für mehr als 870 wirkungsstarke Projekte in acht Kernbereichen, die die strategischen Ziele der EU unterstützen: Klima und Umwelt, Digitalisierung und technologische Innovationen, Sicherheit und Verteidigung, territorialer Zusammenhalt, Landwirtschaft und Bioökonomie, soziale Infrastruktur, starke globale Partnerschaften sowie die Spar- und Investitionsunion. Neben der Vergabe langfristiger Darlehen für große Infrastrukturprojekte mobilisiert die EIB-Gruppe privates Kapital für risikoreiche innovative Projekte und Unternehmen. Auf den europäischen Märkten für Venture Debt, Risikokapital, Garantien und Verbriefungen kommt ihr eine wachsende Bedeutung zu.
Der Europäische Investitionsfonds (EIF) ist die auf Garantien und Eigenkapitalbeteiligungen spezialisierte Tochtergesellschaft der EIB-Gruppe und erleichtert kleinen und mittleren Unternehmen sowie Start‑ups europaweit den Zugang zu Finanzierungen. Als Ankerinvestor mobilisiert der EIF über sein breites Netz von Partnerbanken und Investmentfonds privates Kapital und stärkt das Risikokapital‑Ökosystem, um innovative Unternehmerinnen und Unternehmer in Europa zu fördern.
2023 lancierte der EIF gemeinsam mit sechs Mitgliedstaaten (Frankreich, Deutschland, Italien, Spanien, Belgien und Niederlande) die European Tech Champions Initiative, einen Dachfonds zur Förderung innovativer Start-ups. Mit dieser Initiative wurden bislang bereits 12 europäische Risikokapital-Megafonds und das Scale-up von 38 Unternehmen unterstützt, darunter elf Unicorns (mit einem Marktwert von über 1 Milliarde Euro).
Fotos vom Sitz und vom Management der EIB-Gruppe, Logos und unser B-Roll-Video finden Sie auf unserer Website.
EIB Global
Die EIB Global ist der Geschäftsbereich der EIB-Gruppe für wirksamere internationale Win-win-Partnerschaften und Entwicklungsfinanzierungen sowie ein zentraler Partner von Team Europa und der Global-Gateway-Strategie der EU. Über unsere Büros in aller Welt bringt die EIB Global die EIB-Gruppe näher zu den Menschen, Unternehmen und Institutionen vor Ort.