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EIB
  • Flandern und EIB vereinbaren Finanzierungspaket von 1,7 Mrd. Euro für mehr Sozialwohnungen in der Region; Minister unterzeichnen erste Tranche über 700 Mio. Euro
  • Gelder fließen in Neubau von 6 350 Sozialwohnungen und energetische Sanierung weiterer 10 100 Wohnungen
  • Ziel sind mehr Sozialwohnungen und niedrigere Energiekosten – vor allem für Haushalte mit niedrigen und mittleren Einkommen

Die Europäische Investitionsbank (EIB) und die belgische Region Flandern haben eine wegweisende Finanzierung für den Neubau und die Sanierung Tausender Sozialwohnungen vereinbart. Ziel sind ein besseres Angebot und niedrigere Energiekosten für die Mieterinnen und Mieter. In Brüssel unterzeichnete EIB-Vizepräsident de Groot mit Finanzminister Weyts und Wohnungsbauminister Bonte einen Kredit über 700 Millionen Euro – die erste Tranche eines Finanzierungspakets von insgesamt 1,7 Milliarden Euro, das der Verwaltungsrat der EIB bereits genehmigt hat. Dabei handelt es sich um die bislang größte EIB-Finanzierung in Belgien.

Mit dem Finanzierungspaket von 1,7 Milliarden Euro will die Region Flandern Städten und Gemeinden helfen, ihre Ziele im sozialen Wohnungsbau zu erreichen. In Flandern sollen bis 2042 rund 56 000 zusätzliche Sozialwohnungen entstehen. Zudem müssen Tausende Wohnungen energetisch saniert werden. Durch die Neubau- und Sanierungsmaßnahmen nach hohen Energieeffizienzstandards sinken auch die Energiekosten – ein besonders wichtiger Punkt für Haushalte mit niedrigen und mittleren Einkommen.

EIB-Vizepräsident Robert de Groot: „Unsere Hauptaufgabe besteht darin, Projekte zu finanzieren, die die Lebensqualität in Europa verbessern. Unsere Partnerschaft mit Flandern entspricht genau diesem Ziel. Wir unterstützen den Bau und die Sanierung Tausender Wohnungen. So können Städte und Gemeinden ihren Einwohnerinnen und Einwohnern mehr hochwertige, bezahlbare und energieeffiziente Wohnungen anbieten. Allein letztes Jahr vergab die EIB fünf Milliarden Euro für Wohnungsprojekte in Europa. Und nun helfen wir Flandern dabei, allen Menschen ein Dach über dem Kopf zu ermöglichen. Darauf sind wir stolz.“

Finanzminister Ben Weyts: „Wir nehmen Kredite auf und investieren. Genau wie eine flämische Familie eine Hypothek für ein Haus aufnehmen würde, nimmt die flämische Regierung einen Kredit auf, um viele Häuser zu bauen. Dabei suchen wir wie jede Familie nach den besten Konditionen. Und die haben wir bei der Europäischen Investitionsbank gefunden. Für ihre erste Tranche von 700 Millionen Euro zahlen wir rund 35 Millionen Euro weniger Zinsen.“

Interimsminister Hans Bonte: „Flandern steckt in einer echten Krise. Wir haben viel zu wenig bezahlbaren Wohnraum, und die Mieten explodieren förmlich. Als Minister begrüße ich den enormen Einsatz der EU für bezahlbare Wohnungen. Dank der zinsgünstigen 1,7 Milliarden Euro der EU können wir den sozialen Wohnungsbau in Flandern entscheidend voranbringen. Die Baukosten sind in den vergangenen Jahren stark gestiegen. Mit dem neuen Finanzierungspaket können wir mit zwei Prozent verzinste Kredite an Wohnungsbauunternehmen vergeben, die damit mehr Sozialwohnungen bauen und den Bestand schneller sanieren. Dabei sinken auch die Energiekosten für sozial schwächere Familien.“

Über die mit EIB-Geldern finanzierte Initiative reagiert Flandern auf die hohe Nachfrage nach Sozialwohnungen für Haushalte mit niedrigen und mittleren Einkommen. Mit langfristigen Krediten der EIB kann in kürzerer Zeit mehr Wohnraum geschaffen werden. Damit wird ein Sektor entlastet, der derzeit stark unter Druck steht. Die Sanierungen senken die Energiekosten und bringen zugleich die Energiewende in der EU voran. Das macht Europa in Sachen Energie unabhängiger und die Versorgung sicherer.

Hintergrundinformationen

Die Europäische Investitionsbank (EIB) ist die Einrichtung der Europäischen Union für langfristige Finanzierungen. Ihre Anteilseigner sind die 27 Mitgliedstaaten der EU, wobei Belgien 5,2 Prozent der Anteile hält. Sie vergibt langfristige Mittel für Projekte, die den Zielen der EU entsprechen. Die Ergebnisse der EIB-Gruppe für 2025 werden am 29. Januar 2026 veröffentlicht.

Kontakt

Tim Smit

Referenz

2026-019-DE