- Zwei Vereinbarungen über insgesamt 700 Mio. Euro
- Voraussichtlich rund 1,9 Milliarden Euro an Investitionen in der Realwirtschaft, davon 450 Mio. Euro für grüne Projekte
- Erste Vereinbarung: EIB kauft Covered Bond über 500 Mio. Euro von Intesa Sanpaolo für neue Kredite an KMU und Midcaps
- Zweite Vereinbarung: EIB gewährt Intesa Sanpaolo Risikoteilungsgarantie über 200 Mio. Euro für Investitionen von Midcaps
Die Europäische Investitionsbank (EIB) und Intesa Sanpaolo haben zwei neue Vereinbarungen über insgesamt 700 Millionen Euro geschlossen, um den Kreditzugang und die Investitionen von kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) und Midcaps in Italien zu stärken. Gelsomina Vigliotti, Vizepräsidentin der EIB, und Stefano Barrese, Leiter der Abteilung Unternehmenskundengeschäft Inland von Intesa Sanpaolo, gaben die Vereinbarungen bekannt, die rund 1 000 italienische Unternehmen unterstützen und Investitionen von mehr als 1,9 Milliarden Euro in der Realwirtschaft anstoßen sollen.
Gelsomina Vigliotti, Vizepräsidentin der EIB: „Mit diesen Vereinbarungen unterstreichen wir unser entschiedenes Engagement für die italienische Wirtschaft, insbesondere für die grüne Transformation der Unternehmen und die wirtschaftliche Entwicklung in Süditalien. Dank verlässlicher Partner wie Intesa Sanpaolo können wir erhebliche Mittel mobilisieren und einen spürbaren Beitrag zur Realwirtschaft leisten, indem wir Investitionen unterstützen und ein nachhaltiges Wachstum in den Regionen fördern.“
Stefano Barrese, Leiter der Abteilung Unternehmenskundengeschäft Inland von Intesa Sanpaolo: „Intesa Sanpaolo versteht sich als Brücke zwischen Realwirtschaft und Finanzwelt: Wir wollen KMU und Midcap-Unternehmen bei ihren besten Wachstumsstrategien begleiten und sie so mittel- bis langfristig auf nachhaltige Weise wettbewerbsfähiger machen. In Zusammenarbeit mit Partnern wie der EIB fördern wir die Entwicklung italienischer kleiner und mittlerer Unternehmen und stärken das produktive Gefüge des Landes.“
Die erste Vereinbarung betrifft die Zeichnung eines von Intesa Sanpaolo emittierten Covered Bonds über 500 Millionen Euro durch die EIB. Die so aufgenommenen Mittel erweitern den Kreditzugang von KMU und Midcap-Unternehmen. Mit 25 Prozent der Mittel werden grüne Projekte finanziert, wie Investitionen in Energieeffizienz, erneuerbare Energien und nachhaltige Mobilität. Daneben kann ein Teil der Mittel auch an Projekte in Süditalien fließen, die die zusätzlichen Vorteile der einheitlichen Sonderwirtschaftszone Süditalien (ZES Unica) nutzen können. Die Transaktion dürfte schätzungsweise 1,4 Milliarden Euro an neuen Investitionen anstoßen.
Die zweite Vereinbarung, die Risikoteilungsgarantie über 200 Millionen Euro der EIB an die Intesa Sanpaolo, fördert Investitionen italienischer Midcap-Unternehmen. Dabei sind 25 Prozent der Mittel für Klimaschutzprojekte bestimmt. Die EIB wird das Kreditrisiko der zugrunde liegenden neuen Finanzierungen teilen und es Intesa Sanpaolo so ermöglichen, mehr Kredite an Unternehmen und für neue produktive Investitionen zu vergeben. Der Hebeleffekt in der Realwirtschaft wird auf über 500 Millionen Euro geschätzt. Die EIB-Garantie fällt unter den REPowerEU-Plan, mit dem die Energiesicherheit in der EU durch Investitionen in erneuerbare Energien, Energieeffizienz und Stromnetze erhöht werden soll.
Hintergrundinformationen
Die Europäische Investitionsbank (EIB) ist die Einrichtung der Europäischen Union für langfristige Finanzierungen. Ihre Anteilseigner sind die Mitgliedstaaten. Ausgehend von acht Kernprioritäten finanzieren wir Investitionen, die zu den Zielen der EU beitragen. So fördern wir die Bereiche Klima und Umwelt, Digitalisierung und technologische Innovationen, Sicherheit und Verteidigung, Kohäsion, Landwirtschaft und Bioökonomie, soziale Infrastruktur, die Kapitalmarktunion und ein stärkeres Europa in einer stabileren und friedlichen Welt. Die EIB-Gruppe, zu der neben der EIB auch der Europäische Investitionsfonds (EIF) gehört, unterzeichnete 2024 knapp 89 Milliarden Euro an neuen Finanzierungen für mehr als 900 wirkungsstarke Projekte, die Europa wettbewerbsfähiger und sicherer machen. In Italien unterzeichnete die EIB-Gruppe vergangenes Jahr 99 Finanzierungen im Gesamtbetrag von 10,98 Milliarden Euro und mobilisierte damit Investitionen in der Realwirtschaft von knapp 37 Milliarden Euro. Alle von der EIB-Gruppe finanzierten Projekte entsprechen dem Pariser Klimaabkommen – so wie in ihrem Klimabank-Fahrplan zugesagt. Fast 60 Prozent ihrer jährlichen Finanzierungen fließen in Projekte, die direkt zu Klimaschutz, Klimaanpassung und einer gesünderen Umwelt beitragen. Die Gruppe setzt sich für eine stärkere Integration der Märkte ein und mobilisiert mit ihrem Engagement zusätzliche Investitionen. 2024 stieß sie Investitionen von mehr als 100 Milliarden Euro in Europas Energiesicherheit an und mobilisierte weitere 110 Milliarden Euro für Start-ups und Scale-ups. Rund die Hälfte der EIB-Finanzierungen innerhalb der EU fließt in Kohäsionsregionen, wo das Pro-Kopf-Einkommen unter dem EU-Durchschnitt liegt.
Auf unserer Website finden Sie hochwertige, aktuelle Fotos vom Sitz der EIB.
Intesa Sanpaolo ist mit 421 Milliarden Euro an Krediten und Kundengeldern von 1,4 Billionen Euro (Stand Ende September 2025) die größte Bankengruppe Italiens, mit einer starken internationalen Präsenz. Sie gehört in Europa zu den Marktführern im Bereich Wealth Management und legt den Fokus auf Digitales und Fintech. Im ESG-Bereich, also im Themenfeld Umwelt, Soziales und Governance, will Intesa Sanpaolo die Gesellschaft und die grüne Wende bis 2025 mit 115 Milliarden Euro unterstützen. Für Bedürftige hat die Bank ein Programm im Umfang von insgesamt 1,5 Milliarden Euro (2023–2027). Das bankeigene Museumsnetzwerk Gallerie d’Italia stellt Intesa Sanpaolos Kunstsammlung aus und organisiert renommierte Kulturprojekte.