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  • Stellvertretender Minister für Entwicklung und Investitionen trifft EIB-Vizepräsident und EIB-Fachleute
  • Griechenland und EIB erörtern Projektberatungsvertrag
  • Vertrag betrifft spezielle Projektunterstützung
  • Technische Zusammenarbeit nach Gesprächen mit Ministerpräsident im Vormonat in Athen

Die griechische Regierung und die Europäische Investitionsbank haben vereinbart, die technische Zusammenarbeit auszuweiten, um Klimaschutzmaßnahmen und Investitionen im Rahmen des Mechanismus für einen gerechten Übergang in ganz Griechenland anzukurbeln. Außerdem wollen sie auf einen Projektberatungsvertrag hinarbeiten, um neue Investitionen zu beschleunigen. Diese Initiative fällt unter die EU-Partnerschaftsvereinbarung 2021–2027, weswegen Mittel aus den europäischen Struktur- und Investitionsfonds dafür zur Verfügung stehen.

Der stellvertretende griechische Minister für Entwicklung und Investitionen Ioannis Tsakiris und EIB-Vizepräsident Christian Kettel Thomson verpflichteten sich gestern anlässlich eines Besuchs am Sitz der Europäischen Investitionsbank in Luxemburg offiziell dazu, auf einen Projektberatungsvertrag hinzuarbeiten. Der Besuch bot auch Gelegenheit für ins Detail gehende Gespräche mit Fachleuten der EIB für technische, finanzielle und sektorspezifische Fragen. Darin ging es um künftige Investitionen in den Bereichen Klimaschutz und gerechter Übergang. Auch der Austausch von Best Practice war ein Thema, um die griechischen Projekte für Klimaschutz und einen gerechten Übergang gemäß den Leitsätzen in der Partnerschaftsvereinbarung durchzuführen.

Ioannis Tsakiris, stellvertretender Minister für Entwicklung und Investitionen der Hellenischen Republik: „In den vergangenen zwei Jahren haben der griechische Staat und die Europäische Investitionsbank eng zusammengearbeitet, um im Sinne des Pariser Abkommens zum Klimaschutz beizutragen. Unsere Absicht, einen Projektberatungsvertrag voranzutreiben, für den Mittel aus den EU-Struktur- und Investitionsfonds 2021–27 zur Verfügung stehen, ist Teil der weitreichenden neuen Zusammenarbeit zwischen Griechenland und der Europäischen Investitionsbank. So können wir die von der EIB in ganz Europa im technischen, finanziellen und sektoralen Bereich gesammelte Best Practice für den Klimaschutz und den gerechten Übergang in Griechenland nutzen.“

Christian Kettel Thomsen, Vizepräsident der Europäischen Investitionsbank: „Griechenland hat mutige Schritte unternommen, um die Stromerzeugung auf der Grundlage von Braunkohle zu beenden. Die EIB ist selbstverständlich bereit, das Land bei der aus diesem Beschluss resultierenden Energiewende zu unterstützen. Die heutigen Gespräche haben erneut gezeigt, dass unsere griechischen Partner und die Fachleute der EIB in dieser Hinsicht noch enger zusammenarbeiten wollen. Durch Projektberatung können Investitionen ermittelt, durchgeführt und finanziert werden, die in den kommenden Jahren im ganzen Land zu einem gerechten Übergang beitragen.“

Nach den gestrigen Gesprächen werden Fachleute der Europäischen Investitionsbank mit dem Ministerium für Entwicklung und Investitionen und dem Ministerium für Umwelt und Energie zusammenarbeiten, um in ganz Griechenland Projekte zu identifizieren und durchzuführen, die erhebliche positive Auswirkungen auf das Klima und den gerechten Übergang haben.

Der Besuch erfolgt zwei Wochen nach dem Besuch von EIB-Präsident Werner Hoyer und Vizepräsident Thomsen in Athen, bei dem sie die Unterstützung der EIB für neue öffentliche und private Investitionen in Höhe von 1,9 Milliarden Euro sowie den Austausch von Best Practice im technischen Bereich bestätigten.

Mehr Investitionen für einen gerechten Übergang und den Klimaschutz durch einen Projektberatungsvertrag

Griechenland und die EIB erörterten außerdem den Abschluss eines Projektberatungsvertrags.

Das dafür vorgesehene Team soll sowohl im griechischen Ministerium für Umwelt und Energie als auch im Ministerium für Entwicklung und Investitionen angesiedelt sein. Es wird technische Hilfe für Projekte in den Bereichen nachhaltiger Verkehr, Umwelt und Klimaschutz, Abwasser, Abfall und Energie sowie Stadt- und Regionalentwicklung bereitstellen.

Die Anteilseigner der EIB sind die 27 EU-Mitgliedstaaten. 2020 hat die EIB-Gruppe klimaschutzwirksame private und öffentliche Investitionen in Griechenland mit 2,8 Milliarden Euro neu gefördert, was dem zweitgrößten Pro-Kopf-Engagement in der Europäischen Union entspricht.