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  • Bessere, zuverlässigere Stromversorgung in Tschechien
  • Verstärkte Integration von Erneuerbaren ins Stromnetz
  • Förderung des regionalen Zusammenhalts

Die Europäische Investitionsbank (EIB) und ČEPS, a.s. haben ein Darlehen von fünf Milliarden tschechischen Kronen (ca. 190 Millionen Euro) unterzeichnet. Mit dem Geld will der staatliche tschechische Übertragungsnetzbetreiber die Stromübertragungsinfrastruktur in der Tschechischen Republik modernisieren.

Das Projekt soll das Stromsystem sicherer machen sowie den Stromaustausch und Transitflüsse vor allem von Deutschland über Polen und die Tschechische Republik nach Österreich vereinfachen. Als EU-Projekt von gemeinsamem Interesse wird es auch die Integration erneuerbarer Energien in das Netz verbessern.

Der Großteil der Investitionen erfolgt in vorrangig geförderten Kohäsionsregionen und unterstützt das effiziente Funktionieren des Strommarktes in Mittel- und Osteuropa.

EIB-Vizepräsidentin Lilyana Pavlova: „Unsere Partnerschaft mit der ČEPS verbessert die Stromübertragung in Tschechien und den angrenzenden Gebieten. Das kommt den Bürgerinnen und Bürger zugute und stärkt den Zusammenhalt in der Region. Da Erneuerbare jetzt leichter eingespeist werden können, fördert das Projekt auch die Energiewende in der Tschechischen Republik – und damit die Ziele des europäischen Grünen Deals und des Klimabank-Fahrplans, den die EIB vor Kurzem angenommen hat. Wenn wir eine klimaresiliente Zukunft für alle wollen, müssen wir einen gerechten Übergang zu einer kohlenstoffarmen Wirtschaft schaffen. Ich freue mich, bei diesem großen Vorhaben mit der ČEPS zusammenzuarbeiten.“

ČEPS-Vorstandsvorsitzender Martin Durčák: „Zu den Kernaufgaben der ČEPS gehören der verlässliche Betrieb des Übertragungsnetzes und eine sichere Stromversorgung in Tschechien und den angrenzenden Gebieten. Dank der Zusammenarbeit mit der EIB kann die ČEPS ihr umfangreiches Investitionsprogramm für ein sicheres Übertragungsnetz in der Region weiter umsetzen.“

Aufgrund seiner Lage und der direkten Nachbarschaft zu Deutschland ist Tschechien ein wichtiges Land für den Stromhandel und ‑transit in Mittel- und Osteuropa. Die Behebung von Netzengpässen in den Nach­bar­ländern und der verstärkte Ausbau erneuerbarer Energien in der Region spielen eine zentrale Rolle für einen sicheren, resilienten Betrieb des tschechischen Übertragungsnetzes und die Versorgungs­sicherheit. Die von der EIB geförderte Investition wird in den Jahren 2021–2024 durchgeführt.

Hintergrundinformationen:

Die Europäische Investitionsbank

Die EIB ist seit 1992 in der Tschechischen Republik tätig und hat dort Finanzierungen für Infrastruktur, kleine Unternehmen, Umweltschutz und Innovationen bereitgestellt. Bislang hat die EIB in Tschechien 22,51 Milliarden Euro für 185 Projekte vergeben.

ČEPS

Die Aktiengesellschaft ČEPS, a.s. ist Tschechiens einziger Übertragungs­netz­betreiber. Das Unternehmen hat eine exklusive Stromübertragungslizenz, die von der Energieregulierungsbehörde gemäß dem Energiegesetz erteilt wurde.

ČEPS obliegt die Wartung und Modernisierung von 43 Umspannwerken mit 77 Transformatoren, die den Übergang vom Übertragungssystem zum Verteilungsnetz ermöglichen, sowie von 400-kV-Leitungen mit einer Gesamtlänge von 3 780 Kilometern und 220-kV-Leitungen mit einer Gesamtlänge von 1 737 Kilometern.

ČEPS ist Mitglied der einschlägigen europäischen Organisationen. Das Unternehmen überwacht das Gleich­gewicht von Angebot und Nachfrage im tschechischen Stromsystem in Echtzeit (System­dienst­leistungen) und organisiert den grenzüberschreitenden Stromaustausch einschließlich Transit.