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  • Bank der EU stellt Natixis 66 Millionen Euro zur Finanzierung von zwei Solarkomplexen bereit. Die Gesamtleistung der Anlagen beträgt 436 Megawatt
  • Die beiden neuen Projekte schaffen in der Durchführungsphase voraussichtlich bis zu 700 Arbeitsplätze
  • Solarkraftwerke werden in den Provinzen Sevilla, Cáceres, Valladolid, Salamanca und Huesca errichtet

Die Europäische Investitionsbank (EIB) hat am Rande der 25. UN-Klimakonferenz in Madrid (COP 25) zwei Finanzierungsverträge unterzeichnet, mit denen sie die Entwicklung der erneuerbaren Energien in Spanien vorantreiben will. Die EIB hat sich das ehrgeizige Ziel gesetzt, zur Klimabank der EU zu werden. Sie stellt nun der Finanzierungs- und Investitionsbank Natixis 66 Millionen Euro bereit, um zwei Fotovoltaikprojekte in Spanien zu unterstützen. Die beiden Banken tragen somit dazu bei, dass bis 2030 das im Nationalen Energieplan festgesetzte Ziel erreicht wird und 42 Prozent der in Spanien verbrauchten Energie aus erneuerbaren Energieträgern kommen. Der Finanzierungsvertrag wurde auf der COP 25 von der Vizepräsidentin der EIB mit Aufsicht über Klimafinanzierungen Emma Navarro und dem ranghöchsten Vertreter der Natixis-Bank in Spanien Jean-Philippe Adam unterzeichnet.

Acht Solarkraftwerke in Extremadura, Aragonien und Kastilien und León

Die EIB stellt Natixis zum einen 25 Millionen Euro für acht Solarkraftwerke mit einer Gesamtleistung von 254 Megawatt bereit. Die Kraftwerke sollen pro Jahr 438 Gigawattstunden Solarstrom erzeugen. Damit wird der Ausstoß von 204 000 Tonnen CO2 in die Atmosphäre vermieden. Drei der Kraftwerke werden in Tordesillas in der Provinz Valladolid errichtet, drei in der Provinz Salamanca (zwei in Valdelosa und eines in Palacios del Arzobispo), eines in Casatejada in der Provinz Cáceres und eines in Poleñino in der Provinz Huesca. In der Durchführungsphase des Projekts sollen 400 vorübergehende Stellen und danach 50 Dauerarbeitsplätze entstehen.

Eigentümer der Kraftwerke ist die Solaria Energía y Medio Ambiente S.A., die sie auch plant, errichtet und betreibt. Das spanische Unternehmen Solaria ist auf den Fotovoltaiksektor spezialisiert. Bei der Auktion für neue Anlagen zur Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien im Juli 2017 war es einer der Bieter, die den Zuschlag erhielten.

Solarenergie in Andalusien

Das zweite von der EIB kofinanzierte Solarprojekt wird in Alcalá de Guadaira in der Provinz Sevilla durchgeführt. Für den Bau des Solarkraftwerks stellt die Bank der EU Natixis 41 Millionen Euro bereit. Projektträger ist das spanische Unternehmen Novasol Invest La Isla mit Sitz in Sevilla, das ebenfalls bei der Auktion 2017 den Zuschlag erhielt.

Das Kraftwerk, dessen Gesamtleistung bei über 182 Megawatt liegen wird, soll rund 341 Gigawattstunden Strom im Jahr erzeugen, ohne dabei Schadstoffe auszustoßen. Damit werden etwa 127 000 Tonnen CO2-Emissionen vermieden. Das Projekt wird auch die Beschäftigungslage in Andalusien verbessern, da 300 vorübergehende Stellen in der Durchführungsphase und 40 Dauerarbeitsplätze für den Betrieb der Anlage entstehen sollen.

Emma Navarro, Vizepräsidentin der EIB mit Aufsicht über Klimafinanzierungen und Finanzierungen in Spanien, betonte anlässlich der Unterzeichnung im IFEMA-Messezentrum in Madrid: „Die beiden Projekte wirken sich positiv auf die Klimaziele der EU aus. Zu diesen ehrgeizigen Zielen leistet die EIB einen großen Beitrag: Sie will bis zu einer Milliarde Euro mobilisieren, um den Umstieg auf ein neues Wirtschaftsmodell zu unterstützen. Auch Spanien soll auf dem Weg in eine CO2-arme Wirtschaft eine wichtige Rolle spielen. Die EIB zeigt mit Projekten wie diesem, dass sich ihre Tätigkeit unmittelbar und positiv auf Investitionen auswirkt, die saubere Energien in Spanien fördern und gleichzeitig Arbeitsplätze schaffen.“

Der Vertreter von Natixis in Spanien Jean-Philippe Adam hob die wichtige Funktion der Finanzierung im Kampf gegen den Klimawandel hervor. Natixis beteilige sich aktiv an der Finanzierung erneuerbarer Vermögenswerte auf der ganzen Welt und sei auch das erste Finanzinstitut, das die Auswirkungen seiner Bilanz auf das Klima aktiv steuert. Dabei komme ein völlig neuer Mechanismus zum Einsatz, der mithilfe eines „grünen Gewichtungsfaktors“ für jeden Vermögensgegenstand die Auswirkungen auf das Klima veranschlagt.

Die EIB und der Klimaschutz

Die EIB ist einer der weltweit größten multilateralen Geldgeber für den Kampf gegen den Klimawandel. Sie will bei der Mobilisierung des Kapitals vorangehen, das notwendig ist, um die Erderwärmung unter zwei Grad Celsius zu halten und auf 1,5 Grad zu begrenzen. So soll das Ziel des Pariser Klimaschutzabkommens erreicht werden. Am 14. November beschloss der Verwaltungsrat der EIB die neuen Klimaziele und die neue Finanzierungspolitik der Bank für den Energiesektor. Diese wird den Anteil ihrer Klima- und Umweltfinanzierungen bis 2025 schrittweise auf 50 Prozent erhöhen. Bis 2030 will die EIB-Gruppe mindestens eine Milliarde Euro für Investitionen mobilisieren, die zum Erreichen ihrer Klima- und Umweltziele beitragen. Sie erklärte auch, dass sie alle Aktivitäten der EIB-Gruppe auf das Pariser Abkommen abstimmen wird. Entsprechend wird die EIB ab Ende 2021 keine Projekte mehr finanzieren, die auf fossilen Energieträgern basieren.

2018 stellte die EIB in Spanien fast 1,3 Milliarden Euro für den Klimaschutz bereit und finanzierte damit Projekte für emissionsärmere Verkehrsmittel und neue, umweltfreundlichere Produktionsverfahren.

Natixis ist ein multinationales französisches Finanzdienstleistungsunternehmen, das auf Asset Management und Vermögensverwaltung, Corporate und Investment Banking, Versicherungen und Zahlungen spezialisiert ist. Die Tochtergesellschaft der Groupe BPCE beschäftigt 16 000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in 38 Ländern. Die Groupe BPCE ist mit ihren beiden Retail Banking-Netzen Banque Populaire und Caisse d’Epargne die zweitgrößte Bankengruppe Frankreichs. Zu den Kunden gehören Unternehmen, Finanzinstitute, institutionelle Investoren sowie Kunden der Groupe-BPCE-Netze. Natixis ist an der Pariser Börse notiert und verfügt mit einem harten Kernkapital (CET1) von 11,4 Milliarden Euro nach Basel III(1), einer harten Kernkapitalquote(1) von 11,5 Prozent und guten langfristigen Ratings (Standard & Poor's: A+ / Moody's: A1 / Fitch Ratings: A+) über eine solide finanzielle Basis.

(1) Nach den CRR- und CRD IV-Vorschriften gemäß Mitteilung vom 26. Juni 2013, einschließlich des dänisches Kompromisses, ohne Übergangsmaßnahmen und einschließlich der Finanzerträge des laufenden Jahres und der kumulierten Dividenden (auf der Basis einer Ausschüttung von 60 Prozent).
Stand 30. September 2019