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©Mireia Gonzalez Torrijos/EIB

Eine Delegation der Islamischen Entwicklungsbank (IsDB) hat unter der Leitung ihres Präsidenten Bandar Hajjar die Europäische Investitionsbank in Luxemburg besucht, um neue Kofinanzierungsmöglichkeiten in Afrika und in südlichen Mittelmeerländern auszuloten.

EIB-Präsident Werner Hoyer sagte nach dem Treffen: „Die IsDB und die EIB sind gemeinsam mit anderen multilateralen Entwicklungsbanken wichtige Akteure für die Mobilisierung privater Investitionen, die dem Gemeinwohl dienen. Wir müssen uns gemeinsam stärker für eine krisenfeste Wirtschaft einsetzen und unsere Zusagen für die nachhaltigen UN-Entwicklungsziele erfüllen. In vielen Regionen, in denen unsere beiden Institutionen tätig sind, besteht dringender Bedarf an nachhaltigen Investitionen. Wir können mehr erreichen, wenn wir unsere Kräfte bündeln und eng zusammenarbeiten. Präsident Hajjar und ich hatten heute ein sehr ergiebiges Gespräch über eine engere Partnerschaft und mehr gemeinsame Finanzierungen. Damit wollen wir unter anderem die Lebensbedingungen benachteiligter Menschen verbessern, den Infrastruktursektor, Innovationen sowie kleine Unternehmen fördern und Flüchtlingen helfen.“

Auf dem zweitägigen Treffen besprachen die Vertreter der EIB und der IsDB laufende Projekte und Kooperationsmöglichkeiten, damit die beiden Institutionen mit ihrer finanziellen und technischen Hilfe noch mehr bewirken können.

Bandar Hajjar, Präsident der Islamischen Entwicklungsbank: „Die enge Zusammenarbeit der IsDB und der EIB wird die Finanzsektoren in islamischen Ländern deutlich voranbringen; auch die Privatsektoren werden davon profitieren. Um die nachhaltigen Entwicklungsziele der UN zu erreichen, müssen wir neue Finanzierungsquellen wie etwa die globalen Kapitalmärkte erschließen. Dazu benötigen wir neue Entwicklungsprojekte, die gleichzeitig finanziell tragfähig und entwicklungswirksam sind. Wir brauchen auch neue und innovative Finanzierungsprodukte, die die wahrgenommenen Investitionsrisiken mindern. Für die Art der Entwicklungsfinanzierung, die mir vorschwebt, müssen wir diese Herausforderungen unbedingt meistern.“

Durch ihre Zusammenarbeit erbringen die EIB und die IsDB notwendige Finanzierungs- und Beratungsleistungen für eine nachhaltige Entwicklung. Seit 2005 haben die beiden Institutionen neun Projekte in Libanon, Marokko, Tunesien und Subsahara-Afrika mit insgesamt einer Milliarde Euro kofinanziert.