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Der Verwaltungsrat der Europäischen Investitionsbank (EIB) hat heute neue Darlehen im Gesamtbetrag von 4,7 Milliarden Euro für 25 Projekte in Europa und anderen Regionen der Welt genehmigt. Mehr als die Hälfte der neuen langfristigen Darlehen, die in den kommenden Monaten unterzeichnet werden dürften, werden die Kreditvergabe an kleine Unternehmen in Italien, Spanien, Finnland, Ägypten und Libanon fördern.

Die Märzsitzung des EIB-Verwaltungsrats fand nach der zweiten Sitzung des EFSI-Investitionsausschusses statt. Dieser hatte am 7. März die Verwendung der EU-Haushaltsgarantie für die neun Projekte genehmigt, die dem Verwaltungsrat in seiner heutigen Sitzung für eine Finanzierung im Rahmen der EFSI-Initiative vorgelegt und von ihm befürwortet wurden. Die heute genehmigten EFSI-Finanzierungen sollen Projekte von insgesamt fast 4,5 Milliarden Euro unterstützen.

EIB-Darlehen werden unter anderem für Erneuerbare-Energien-Projekte in verschiedenen Ländern Europas vergeben. Außerdem finanziert die Bank den Ersatz eines mit Kohle befeuerten Fernwärme-Heizkraftwerks in Deutschland, neue Straßen zur Verringerung von Verkehrsstaus in den Niederlanden und in Südfrankreich, Nahverkehrszüge für den Pendlerverkehr in Deutschland und die Verlagerung eines wichtigen Containerhafens in der irischen Stadt Cork.

Zudem genehmigte die EIB ein neues Darlehen für die erste europäische Anlage zum Recycling und Wiedereinschmelzen von Titanschrott und Titanlegierungen für Luftfahrtanwendungen. Dadurch muss der Wertstoff künftig zum Recycling nicht mehr ins nichteuropäische Ausland exportiert werden. Mit einem weiteren Darlehen beteiligt sich die Bank am Ausbau einer modernen Molkereianlage in der Normandie. Außerdem unterstützt die EIB den umfassenden Ausbau des Stromübertragungsnetzes im Norden Schottlands. Dadurch können künftige Wind-, Wellen- und Gezeitenkraftanlagen an das Festlandnetz angeschlossen werden.

Ferner hat die EIB im Rahmen ihres Engagements zur Förderung der Wirtschaftstätigkeit und zur Verbesserung der Kreditvergabe an Unternehmen im Mittelmeerraum zwei neue Darlehen an Banken zugesagt, die Kredite an KMU in Ägypten und im Libanon vergeben.

„Europa steht vor enormen Herausforderungen. Die Bank der EU verstärkt ihre Tätigkeit, um den Erfordernissen unserer Zeit noch besser zu entsprechen und sich bei der Bewältigung der aktuellen Krisen noch wirksamer einzubringen. Die EIB vergibt nun mehr Finanzierungen, die im Rahmen des Investitionsplans für Europa aus EU-Mitteln unterstützt werden. Dadurch kann sie Projekte finanzieren, die ihre finanzielle Hilfe am meisten benötigen, und damit private Investitionen mobilisieren und beschleunigen. Gleichzeitig stellt die Bank Mittel für Syriens Nachbarländer zur Verfügung, deren Wachstum und Wohlstand für Europa dringende Priorität haben. Ohne entsprechende Zukunftsaussichten vor Ort werden die Menschen in diesen Ländern Europa weiterhin als einzigen Ausweg sehen. Als größte öffentliche supranationale Bank muss die EIB eine zentrale Rolle dabei spielen, die eigentlichen Ursachen der Flüchtlingskrise zu bekämpfen. Dazu engagiert sie sich zunächst für Projekte in jenen Ländern, die derzeit am stärksten belastet sind“, erklärte EIB-Präsident Werner Hoyer.

Alle Finanzierungen müssen vor der Vertragsunterzeichnung vom Verwaltungsrat der EIB genehmigt werden. Das gilt auch für Projekte, die für die EU-Haushaltsgarantie in Betracht kommen. Die Verträge für die Darlehen und Garantien, die der Verwaltungsrat genehmigt hat, müssen noch mit den Projektträgern und Mittelempfängern abgeschlossen werden. Daher können sich die endgültigen Zahlen noch ändern.