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Umfangreiche neue Investitionen in die Infrastruktursysteme der Wasserversorgung und Abwasserentsorgung dürften mehr als 120 000 Haushalten in ganz Äthiopien zugutekommen. Drei führende europäische Entwicklungsfinanzierungsinstitutionen haben heute bestätigt, dass sie das Programm des Ministeriums für Wasser, Bewässerung und Energie zur Modernisierung und Verbesserung der Wasserversorgung mit mehr als 81 Millionen Euro unterstützen werden.

Die Europäische Investitionsbank, die französische Entwicklungsagentur (AFD) und das italienische Ministerium für auswärtige Angelegenheiten und internationale Zusammenarbeit, vertreten durch eine lokale technische Einheit der italienischen Behörde für Entwicklungszusammenarbeit (Direzione Generale per la Cooperazione allo Sviluppo –DGCS), kündigten am Rande der Dritten Internationalen Konferenz über Entwicklungsfinanzierung, die zurzeit in der äthiopischen Hauptstadt Addis Abeba stattfindet, die neuen Investitionen an.

„Die Europäische Investitionsbank ist sehr froh, sich in Äthiopien nach so langer Zeit wieder an der Finanzierung eines Projekts in einem so bedeutenden Sektor wie dem Wasserwirtschaftssektor beteiligen zu können. Mit unserem Engagement in diesem Bereich machen wir deutlich, dass wir wasserwirtschaftliche Investitionen in Afrika und weltweit weiterhin fördern. Das Programm, auf dessen gemeinsame Finanzierung wir uns geeinigt haben, dürfte zu einer Verbesserung der gesundheitlichen Rahmenbedingungen und damit der Lebensqualität vieler Äthiopier führen“, erklärte EIB-Vizepräsident Pim van Ballekom.

Das neue Programm, das sowohl technische Hilfe während der Durchführung als auch langfristige Darlehen umfasst, sieht die Schaffung einer neuen Wasserversorgungs- und Abwasserentsorgungsinfrastruktur sowie die Sanierung bestehender Wasserinfrastruktursysteme in kleinen und mittleren Städten in ganz Äthiopien vor. Das Vorhaben, das voraussichtlich mehr als 120 000 Haushalten zugutekommen wird, wird vom Water Resources Development Fund (WRDF) unterstützt. Regionale Wasserwirtschaftsämter werden ebenfalls technische Hilfe erhalten.

Die drei europäischen Partner haben heute vereinbart, mehr als 81 Millionen Euro für das Programm bereitzustellen. Hiervon entfallen 40 Millionen Euro auf die Europäische Investitionsbank, 20 Millionen Euro auf die AFD und 15 Millionen Euro auf die italienische DGCS. Zuschussfinanzierungen der drei Partner in Höhe von weiteren 6,4 Millionen Euro werden die Darlehen ergänzen.

In den vergangenen fünf Jahren hat die Europäische Investitionsbank mehr als 500 Millionen Euro für Wasserprojekte in Mali, Niger und Burkina Faso (Sahelzone), Kamerun (Zentralafrika) sowie Tansania, Uganda, Lesotho und Sambia bereitgestellt.

2014 unterstützte die EIB Infrastrukturvorhaben und Projekte des Privatsektors in ganz Afrika mit mehr als 2,5 Milliarden Euro.