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Die Europäische Investitionsbank (EIB) und der Fiat-Konzern haben heute in Turin einen Vertrag über ein Darlehen von 250 Mio EUR unterzeichnet. Die Mittel sind für die Forschungs- und Entwicklungsvorhaben des Autoherstellers bestimmt. Die EIB war durch ihren Vizepräsidenten für Operationen in Italien, Malta und den westlichen Balkanländern, Dario Scannapieco, und Fiat durch seinen CEO Sergio Marchionne vertreten.

Das Darlehen kommt den Forschungs- und Entwicklungszentren von Fiat in Italien zugute, deren Schwerpunkt auf der Verbesserung der Energieeffizienz liegt. Dazu werden zum einen Motoren mit niedrigem CO2-Ausstoß entwickelt und zum anderen völlig neue Fahrzeugkonzepte erforscht.

Die EIB wird mit dem Darlehen in zwei klassischen Bereichen ihrer Wirtschaftsförderung in Europa tätig.  Dies sind die FuE sowie der Umweltsektor durch Maßnahmen zur Emissionsminderung und einer höheren Energieeffizienz.

Das Darlehen an Fiat entspricht den Kriterien der Europäischen Fazilität für umweltfreundlichen Verkehr (ECTF). Dieses Maßnahmenpaket zur Bekämpfung der Folgen der Wirtschaftskrise hatte die EIB vor zwei Jahren speziell für die europäische Automobilindustrie geschnürt, um die Entwicklung schadstoffarmer Motoren und neuer Methoden zur Erhöhung der Energieeffizienz voranzutreiben.

Mit ihrem Darlehen an Fiat kann die EIB folgende Bereiche fördern:

  • Verbesserung des Know-hows des Konzerns in der Produktinnovation (Motoren mit Flüssiggas- und Hybridantrieb, Energiesparmotoren und Motoren, bei denen neue Werkstoffe verwendet werden).
  • Anhebung des allgemeinen technologischen Niveaus in der europäischen Automobilindustrie, indem Fiat Kooperationen mit ähnlichen Forschungseinrichtungen anderer Fahrzeughersteller, mit externen Forschungszentren und mit Universitäten eingeht.
  • Letztlich trägt das Darlehen zur Minderung der CO2- und sonstigen Schadstoffemissionen bei und ermöglicht es Fiat dadurch, die CO2-Reduktionsziele der Europäischen Union für 2015 (122/123 g/km) und 2020 (95 g/km) zu erfüllen.

Der heute unterzeichnete Finanzierungsvertrag setzt die Zusammenarbeit zwischen der EIB und dem italienischen Fahrzeughersteller fort, die bereits mehrere Darlehen umfasste. Zuletzt hatte die EIB im Jahr 2009 ebenfalls im Rahmen der ECTF 400 Mio EUR für FuE-Projekte, an denen der Fiat-Konzern beteiligt war, ausgereicht.

„Wir setzen unsere langjährige Kooperation mit Fiat, dem größten italienischen Industriekonzern und einem der größten Autohersteller weltweit, fort und bauen sie weiter aus. Besonders wichtig ist es uns, die Entwicklung und Schaffung neuer umweltfreundlicher Technologien für den Verkehrssektor bei Fiat vorantreiben zu können. Auf diesem Spielfeld müssen sich die Autohersteller in den kommenden Jahren weltweit behaupten, da nur das Engagement für eine konstante und wirksame Forschung und Innovation eine nachhaltige Entwicklung sichern kann. Schon heute entscheidet sich die Wettbewerbsfähigkeit daran, ob die Unternehmen dieses Engagement aufbringen. Fiat hat sich dieser Herausforderung gestellt”, erklärte Dario Scannapieco.

Sergio Marchionne, der CEO von Fiat, sagte: „Fiat weiß die Unterstützung der EIB sehr zu schätzen. Wir können nun die Erforschung alternativer Antriebstechnologien ausbauen und damit zum Ziel einer nachhaltigen Mobilität beitragen. Wir gehören zu den wenigen Unternehmen in der Automobilindustrie, die im vergangenen Jahr in die Dow Jones Sustainability-Indizes aufgenommen wurden. In diesen Aktienindizes sind ausschließlich Unternehmen vertreten, die hohe Nachhaltigkeitskriterien erfüllen. 2010 verkaufte die Automobilsparte des Fiat-Konzerns im vierten Jahr in Folge die Fahrzeuge mit den durchschnittlich niedrigsten CO2-Emissionen in Europa.“