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  • Starke Kreditnachfrage, vor allem von Unternehmen; robuste Entwicklung erwartet
  • Banken beurteilen Kreditangebot in den kommenden Monaten zunehmend optimistisch
  • Zwei Drittel der internationalen Bankengruppen wollen Geschäft in der Region ausbauen

Die Banken in Mittel-, Ost- und Südosteuropa (CESEE) bestätigen positive Trends: Während die Nachfrage nach Krediten – vor allem von Unternehmen – robust bleibt, gehen sie beim Kreditangebot nach einer rückläufigen Phase von einer leichten Verbesserung aus.

Die Bereitschaft der Banken, Kredite zu vergeben, dürfte zunehmen. Dies gilt vor allem für Kredite an kleine und mittlere Unternehmen (KMU) sowie für Konsumkredite. Bei Großunternehmen und Hypotheken zeigen sie sich hingegen zurückhaltender. Die Lücke, die in den letzten Jahren aufgrund hoher Nachfrage und knapperem Angebot bestand, könnte mit der wachsenden Zuversicht der Banken kleiner werden.

Die CESEE-Umfrage zum Kreditgeschäft für das zweite Halbjahr 2025, die die Europäische Investitionsbank (EIB) heute beim CEE Forum 2026 in Wien vorgestellt hat, zeigt: Zwei Drittel der befragten internationalen Bankengruppen planen langfristig, ihre Aktivitäten auszuweiten.

Marek Mora, EIB-Vizepräsident: „Die aktuelle Umfrage bestätigt die Widerstandsfähigkeit und das große Potenzial des Bankensektors in Mittel-, Ost- und Südosteuropa. Während die Kreditnachfrage stark bleibt, zeichnet sich eine Verbesserung beim Angebot ab. Gleichzeitig hat sich die Kreditqualität in den vergangenen sechs Monaten weiter erhöht. Für Investitionen und die wirtschaftliche Entwicklung in der Region sind das sehr ermutigende Trends. Zwei Drittel der Banken, die in Mittel-, Ost- und Südosteuropa aktiv sind, wollen ihr langfristiges Engagement dort ausbauen. Das unterstreicht das Wachstumspotenzial der Region. Die EIB flankiert die Anstrengungen der Geschäftsbanken – sie wird weiter Marktversagen adressieren und politische Prioritäten der EU umsetzen.“

Mittel-, Ost- und Südosteuropa wird allgemein großes Marktpotenzial zugeschrieben. Die Mehrheit der befragten Banken stuft es als mittel oder hoch ein: mittel für die Märkte des Westbalkans, hoch vor allem für Länder wie Tschechien, Rumänien und die Slowakei. Auch die Rentabilität im Vergleich zum Gesamtkonzern bleibt stark, mit besonders robusten Ergebnissen in Bosnien und Herzegowina, Bulgarien, Tschechien, Ungarn, Kosovo und Nordmazedonien.

Debora Revoltella, Chefökonomin der EIB: „Die Ergebnisse zeigen sehr positive Kredittrends für die Banken in Mittel-, Ost- und Südosteuropa, die von der starken Performance des globalen und europäischen Bankensektors profitieren. Allerdings belasten verschiedene Faktoren auf nationaler und internationaler Ebene, vor allem regulatorische Entwicklungen, weiter das Kreditangebot.“

Internationalen Bankengruppen und deren Töchtern boten sich in der CESEE-Region in den vergangenen sechs Monaten gute Refinanzierungsmöglichkeiten, die sich weiter verbessern dürften. Steigende Einlagen von Privatkunden und Unternehmen sowie der unveränderte Zugang zu Mitteln internationaler Finanzierungsinstitutionen wie der EIB untermauern diesen positiven Ausblick.

Die Kreditqualität hat sich in den vergangenen sechs Monaten weiter verbessert, und es gab weniger notleidende Kredite. Besonders ausgeprägt zeigt sich dies im Privatkundengeschäft und bei Firmenkunden. Aber trotz dieser positiven Entwicklungen bleiben die Banken mit Blick auf die nächsten sechs Monate vorsichtig. Sie rechnen potenziell mit einer Verschlechterung der Kreditqualität.

Überblick Unternehmen in Mittel-, Ost- und Südosteuropa

Wie die heute veröffentlichte EIB-Investitionsumfrage zeigt, erwarten die Unternehmen in Mittel-, Ost- und Südosteuropa einen, wenn auch moderaten, Anstieg der Investitionen, vor allem für Kapazitätserweiterungen und Innovationen. Der Handelsschock belastet die Firmen in der Region (34 Prozent bezeichnen ihn als Handelshindernis), aber weniger stark als in der EU und den USA (48 Prozent bzw. 77 Prozent). Das Potenzial für digitale Technologien ist in Mittel-, Ost- und Südosteuropa noch nicht ausgeschöpft: Nur 44 Prozent der Unternehmen in der Region nutzen mehrere neue Technologien, in der EU und den USA sind es 50 Prozent. Die Studie zeigt auch, dass sich die Firmen Mittel-, Ost- und Südosteuropas zunehmend der Gefahren des Klimawandels bewusst werden. Mehr als 90 Prozent haben Maßnahmen ergriffen, um ihre Emissionen zu reduzieren. Weitere Informationen zur EIB-Investitionsumfrage – Mittel-, Ost- und Südosteuropa.

Hintergrundinformationen

Die Europäische Investitionsbank (EIB) ist die Einrichtung der Europäischen Union für langfristige Finanzierungen. Ihre Anteilseigner sind die Mitgliedstaaten. Ausgehend von acht Kernprioritäten finanzieren wir Investitionen, die zu den strategischen Zielen der EU beitragen. So fördern wir die Bereiche Klima und Umwelt, Digitalisierung und technologische Innovationen, Sicherheit und Verteidigung, Kohäsion, Landwirtschaft und Bioökonomie, soziale Infrastruktur, die Kapitalmarktunion und ein stärkeres Europa in einer stabileren und friedlichen Welt.

Die EIB-Gruppe, zu der neben der EIB auch der Europäische Investitionsfonds (EIF) gehört, unterzeichnete 2024 knapp 89 Milliarden Euro an neuen Finanzierungen für mehr als 900 wirkungsstarke Projekte, die Europa wettbewerbsfähiger und sicherer machen.

Auf unserer Website finden Sie hochwertige, aktuelle Fotos vom Sitz der EIB.

Die Europäische Investitionsbank führt zweimal jährlich die Umfrage zum Kreditgeschäft der Banken in Mittel-, Ost- und Südosteuropa (CESEE-Umfrage) durch. Dazu befragt sie 12 internationale Bankengruppen und 65 lokale Tochterbanken oder unabhängige lokale Banken. Zusammen stehen diese Institute in den meisten Ländern der Region für über 50 Prozent der Bilanzsumme des Bankensektors.

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2025-004-DE