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EIB
  • EIB-Gruppe vergab 2025 neue Finanzierungen von 1,5 Mrd. Euro für Energie, Infrastruktur, kleine Unternehmen und EU-Integration
  • Gemeinsam mit der ukrainischen Regierung und der EU-Kommission finanziert die EIB-Gruppe dringende Investitionen und stärkt damit den langfristigen Wiederaufbau
  • Seit 2022 wurden mehr als 4 Mrd. Euro mit EU-Garantie für kritische Infrastruktur, kommunale Dienste und die Wirtschaft in Kriegszeiten vergeben

Die EIB-Gruppe, bestehend aus der Europäischen Investitionsbank (EIB) und dem Europäischen Investitionsfonds (EIF), hat 2025 in der Ukraine fast 1,5 Milliarden Euro vergeben – so viel wie noch nie seit Beginn des russischen Angriffskriegs.

Mit ihren Krediten, Garantien und Eigenkapital unterstützt die EIB-Gruppe Dienstleistungen der Grundversorgung wie Energie, Wasser, Wärme, Verkehr, Gesundheit und Bildung. Parallel dazu fördert sie kleine und mittlere Unternehmen.

Nadia Calviño, Präsidentin der EIB-Gruppe: „Europa steht unverbrüchlich an der Seite der Ukraine. Für die EIB-Gruppe ist die Unterstützung des Landes eine Top-Priorität. Unser Fokus ist dabei klar: Wir fördern Energie, Wärme, Wasser, Verkehr, Gesundheit und Bildung – alles, was es im Alltag unbedingt braucht und was das Land stark macht.“

Katarína Mathernová, EU-Botschafterin in der Ukraine: „Durch die EU-Garantien kann die EIB umfangreiche Finanzierungen für die Ukraine vergeben. So zeigt die europäische Solidarität konkrete Ergebnisse. Zusammen mit EU-Zuschüssen und technischer Hilfe stärken diese Kredite die Resilienz und bringen die Ukraine der EU einen Schritt näher.“

Olga Zykova, stellvertretende ukrainische Finanzministerin: „Stabile Finanzierungen aus dem Ausland sind wichtig. Nur so können wir unser Land auch im Krieg am Laufen halten und wiederaufbauen. Wir schätzen die enge Zusammenarbeit mit der Europäischen Investitionsbank, die uns dabei unterstützt.“

Aljona Schkrum, erste stellvertretende Ministerin für kommunale und territoriale Entwicklung: „Der Wiederaufbau von Wohnungen, der Wasserversorgung und kommunaler Infrastruktur ist für die Städte enorm wichtig. Zusammen mit der EIB helfen wir landesweit, Infrastruktur schneller wiederaufzubauen und die Grundversorgung zu sichern.“

Yegor Perelygin, stellvertretender Minister für Wirtschaft, Umwelt und Landwirtschaft: „Die Versorgung von Unternehmen mit Krediten ist im Krieg lebenswichtig. Zusammen mit der EIB helfen wir Firmen, Arbeitsplätze zu sichern, den Betrieb am Laufen zu halten und mit der EU-Wirtschaft in Kontakt zu bleiben.“

Energiesicherheit und Resilienz

Die zuverlässige Versorgung mit Strom und Wärme war auch 2025 wieder eine Voraussetzung für die Stabilität im Land. Deshalb finanzierte die EIB vor allem Projekte für Energiesicherheit.

2025 unterzeichnete sie eine Finanzierung von 300 Millionen Euro mit Naftogaz Ukraine. Hinzu kamen EU-Zuschüsse von 127 Millionen Euro – ermöglicht durch den Beitrag Norwegens zur Ukraine-Fazilität. Mit dem Geld konnte das Land die Gasreserven auffüllen und die Versorgung stabilisieren. Naftogaz verpflichtete sich, Mittel im gleichen Betrag in erneuerbare Energien und die Dekarbonisierung zu investieren.

Die EIB vergab außerdem 120 Millionen Euro an Ukrhydroenergo für die Sanierung strategischer Wasserkraftwerke sowie 200 Millionen Euro an Partnerbanken für die Instandsetzung und Modernisierung kommunaler Fernwärmenetze.

Wiederherstellung der Grundversorgung

Die EIB finanzierte auch 2025 wieder landesweite Investitionen in die Wiederherstellung der kommunalen Grundversorgung – von der EU-Grenze bis zur Frontlinie.

Mit drei Wiederaufbauprogrammen von insgesamt 740 Millionen Euro unterstützt die Bank die Instandsetzung der Wasser- und Fernwärmenetze sowie kommunaler Infrastruktur wie Schulen, Krankenhäuser und Wohngebäude in mehr als 150 Städten. Allein 2025 wurden unter diesen Programmen Finanzierungen von 100 Millionen Euro unterzeichnet. Derzeit laufen landesweit mehr als 500 Projekte.

2025 unterzeichnete die EIB außerdem 100 Millionen Euro für das Projekt „Ukraine Water Recovery“ zur Instandsetzung und Modernisierung kriegsgeschädigter Wasser- und Abwassernetze, die in der Ukraine Millionen Menschen versorgen.

Verkehrsverbindungen und EU-Integration

2025 förderte die EIB weitere Projekte für strategische Infrastruktur, die die Ukraine besser an die Europäische Union anbinden. Mit einem Kredit über 134 Millionen Euro fördert sie die Reparatur wichtiger Brücken und Straßen sowie die Modernisierung der Grenzinfrastruktur entlang der EU-Solidaritätskorridore. Das erhält den Handel aufrecht und stärkt die wirtschaftliche Integration.

Parallel dazu unterstützte die Bank mit 40 Millionen Euro die landesweite Einführung der europäischen Notrufnummer 112, damit Einsatzkräfte besser auf Notfälle reagieren können.

Außerdem wurde zwischen Tschop und Uschhorod die erste Bahnstrecke mit europäischer Spurweite eröffnet – ein konkreter Schritt zur besseren Verkehrsanbindung an die EU.

Unterstützung für Wirtschaft und Privatsektor

Die Wirtschaft am Laufen zu halten, war auch 2025 wieder entscheidend für die Resilienz der Ukraine. Die EIB verstärkte ihre Unterstützung für den Privatsektor über Kredite an kleine und mittlere Unternehmen, Eigenkapital und EU-Exportkreditgarantien.

Im Rahmen der EU4Business-Garantiefazilität unterzeichnete die EIB Vereinbarungen mit sieben ukrainischen Banken. Dadurch können rund 250 Millionen Euro an etwa 4 600 kleine und mittlere Unternehmen vergeben werden, darunter an Firmen, die von Kriegsveteranen, Vertriebenen, Frauen und jungen Gründerinnen und Gründern geführt werden.

Außerdem beteiligte sich die EIB mit 15 Millionen Euro am Ukraine Phoenix Tech Fund und mit 50 Millionen Euro am Amber Dragon Ukraine Infrastructure Fund. Beide Fonds mobilisieren privates Kapital für den Wiederaufbau. Mit einem Kredit über 70 Millionen Euro half die EIB der Ukrgasbank, mehr langfristige Kredite an kleine, mittlere und Midcap-Unternehmen zu vergeben. Das schafft Arbeitsplätze und fördert grüne Investitionen.

Zusammen mit der Europäischen Kommission stellte die EIB im Rahmen von InvestEU eine 300 Millionen Euro schwere Garantiefazilität für Exportkredite bereit. Sie kommt europäischen Unternehmen zugute, die in die Ukraine exportieren, und stärkt die wirtschaftlichen Beziehungen zur EU.

Mehr Unterstützung und mehr Wirkung im Jahr 2026

Die Energieresilienz gehört auch 2026 wieder zu den Top-Prioritäten der EIB. Parallel dazu will die Bank ihre Unterstützung für den Privatsektor ausweiten, unter anderem über Risikoteilungsinstrumente und Finanzierungen für kleine, mittlere und größere Unternehmen.

Mehr Geld fließt zudem in soziale und kommunale Infrastruktur, etwa in den sozialen Wohnungsbau, Konnektivität und Dienstleistungen der Grundversorgung. Hinzu kommen weitere Beratung und technische Hilfe, damit die Ukraine die Anforderungen für den EU-Beitritt erfüllen kann und ihre Investitionen europäische Standards erreichen.

Als Finanzierungsarm der Europäischen Union wird die EIB auch weiterhin die Resilienz, den Wiederaufbau und den unumkehrbaren Weg der Ukraine in die EU unterstützen.

Hintergrundinformationen

Die EIB in der Ukraine

Die EIB ist seit 2007 in der Ukraine tätig. Seit dem russischen Einmarsch 2022 hat sie die finanzielle Unterstützung zur Stabilisierung und Modernisierung des Landes ausgeweitet. Bislang hat die EIB 4 Milliarden Euro für die Ukraine bereitgestellt. Mit der Initiative „EU für die Ukraine“ und als wichtiger Umsetzungspartner für ein Finanzierungsfenster der Ukraine-Fazilität engagiert sich die EIB künftig noch stärker – entsprechend dem Mandat der Führungsspitzen Europas und in enger Zusammenarbeit mit der Europäischen Kommission, dem Europäischen Parlament, EU-Ländern und internationalen Partnern.

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Referenz

2026-074-DE