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EIB
  • Fünf neue Finanzierungen von EIB und EIF mit InvestEU-Garantie für Energiesicherheit, Technologietransfer und industrielle Innovationen in Europa
  • Vereinbarungen mit Commerzbank, akf bank, Turbine Capital, Atlantic Bridge und Obloo für Investitionen in Netze, Robotik und Deeptech
  • Finanzierungen der EIB-Gruppe stärken Europas technologische Souveränität in Zeiten geo- und energiepolitischer Herausforderungen

Hannover, 20. April 2026 – Die EIB-Gruppe hat heute auf der Hannover Messe die Vergabe neuer Finanzierungen von mehr als 2,4 Milliarden Euro bestätigt. Damit unterstützt sie Investitionen in Energieresilienz und Spitzeninnovationen. Die Zusagen sind Teil der europäischen Reaktion auf die wachsenden geopolitischen Spannungen und Sorgen um Europas Energiesicherheit und Position im globalen Wettbewerb bei strategischen Technologien.

Alle neuen Finanzierungen wurden am EU-Stand unterzeichnet. Sie stehen für das verstärkte Engagement der EIB-Gruppe für Innovation, Technologietransfer und Energieresilienz der europäischen Wirtschaft und sind durch das InvestEU-Programm abgesichert.

EIB-Vizepräsidentin Nicola Beer: „Auf der Hannover Messe denkt Europa seine industrielle Zukunft neu. Und wir bringen heute zusätzliche Dynamik in das Thema. Mit mehr als 2,4 Milliarden Euro mit InvestEU-Garantie für Stromnetze, Robotik und Deeptech hilft die EIB-Gruppe, Druck in Fortschritt zu verwandeln. Wir finanzieren Investitionen in Energiesicherheit und in Halbleiter-, KI- und Raumfahrttechnologien, die uns wettbewerbsfähiger und strategisch autonom machen. In Zeiten von Energieschocks und geopolitischer Unsicherheit sind Investitionen in Innovation und robuste Infrastruktur keine Option, sondern ein Muss für unsere wirtschaftliche Sicherheit.“

Stéphane Séjourné, Exekutiv‑Vizepräsident der Europäischen Kommission für Wohlstand und Industriestrategie: „Europas Wohlstand und Sicherheit hängen davon ab, ob es uns gelingt, hier in Europa Innovationen voranzutreiben und Schlüsseltechnologien hervorzubringen, etwa für saubere Energie. Die neuen EIB-Finanzierungen mit InvestEU-Garantie zeigen, wie die EU mit Haushaltsmitteln und zusammen mit öffentlichen und privaten Partnern unsere Industriestrategie in konkrete Projekte münden lässt – von resilienten Stromnetzen bis zu Deeptech made in Europe. Durch die Förderung von Energieresilienz und Spitzentechnologien stärken wir unsere technologische Souveränität. Wir senken die Energierisiken für Unternehmen und Haushalte und sorgen dafür, dass hochwertige Arbeitsplätze und Know-how in Europa bleiben.“

Commerzbank – Energie für Europas Stromnetze

Die EIB stellt der Commerzbank eine Garantie über 250 Millionen Euro. Damit kann das Institut Investitionen von bis zu zwei Milliarden Euro in Stromnetze in Deutschland und anderen EU-Ländern unterstützen. Ziel ist, die Lieferketten für Kabel, Transformatoren und Netzkomponenten zu stärken und die Digitalisierung und Modernisierung der Netze zu beschleunigen. Denn moderne, digitale Netze sind die Voraussetzung für die Elektrifizierung der Industrie. Weitere Schwerpunkte sind Wärmepumpen und der massive Ausbau der Elektromobilität.

Mit der InvestEU-besicherten Garantie übernimmt die EIB-Gruppe einen Teil des Kreditrisikos und mobilisiert dadurch mehr privates Kapital für Netzprojekte. Solche Investitionen sind unverzichtbar, um die Energiesicherheit zu stärken, Kosten für energieintensive Unternehmen zu senken und die Versorgung für Haushalte und Betriebe zuverlässiger zu machen.

akf bank – Robotik und KI für den Mittelstand

Über den Europäischen Investitionsfonds (EIF) stellt die EIB-Gruppe der akf bank eine InvestEU-besicherte Garantie von bis zu 100 Millionen Euro für Innovation und Digitalisierung. Dadurch kann das Institut in Deutschland Neukredite und Leasingfinanzierungen von rund 143 Millionen Euro an mehr als 140 kleine und mittlere Unternehmen (KMU) sowie kleine Midcap-Unternehmen vergeben, die in Robotik, Automatisierung und KI-basierte Digitallösungen investieren.

Die Zusammenarbeit läuft vor allem über akf robotikfinanz, die Industrieroboter, Automationssysteme und intelligente Produktionstechnologien finanziert. Das Angebot reicht von Krediten und klassischem Leasing bis zu abonnementbasierten Modellen wie Robotics-as-a-Service. Die EIF-Garantie mindert die mit diesen Portfolios verbundenen Risiken. Dadurch kann der Finanzpartner verstärkt in risikoreichere Innovationen mit hohem Wachstumspotenzial investieren und exportorientierten Herstellern und Dienstleistern in wichtigen Industrieregionen Deutschlands flexiblere Finanzierungen mit geringem Kapitaleinsatz anbieten.

Turbine Capital – schwedische Deeptechs stärken Resilienz

Der EIF beteiligt sich mit 170 Millionen schwedischen Kronen (rund 16 Millionen Euro) am schwedischen Turbine Capital Fund I. Der auf Deeptechs in der Frühphase spezialisierte Fonds mit einem Zielvolumen von 750 Millionen Kronen fördert die Kommerzialisierung forschungsbasierter Technologien führender technischer Universitäten und Forschungseinrichtungen.

Turbine Capital pflegt strategische Partnerschaften mit sieben universitätsnahen Deeptech-Inkubatoren. Zu den Investoren gehören Industrieunternehmen wie Saab, Scania und Stena. Sie kombinieren geduldiges Kapital mit industrieller Validierung, Ko-Investitionen und klaren Ausstiegsmöglichkeiten. Gefördert werden Unternehmen in Bereichen wie Halbleiter, industrielle Digitalisierung, Raumfahrt und klimarelevante Infrastruktur – Sektoren, die für Europas langfristige Resilienz und Wettbewerbsfähigkeit entscheidend sind.

Atlantic Bridge – Deeptech-Ausgründungen europäischer Universitäten

Der EIF hat 20 Millionen Euro für einen dritten Technologietransfer-Fonds von Atlantic Bridge zugesagt. Der Fonds mit einem Zielvolumen von 150 Millionen Euro unterstützt disruptive Ausgründungen aus Universitäten und forschungsorientierte Deeptechs in Irland und anderen EU-Ländern.

Schwerpunktbereiche sind Halbleiter, Raumfahrttechnologie, künstliche Intelligenz, Cybersicherheit und Gesundheitstechnologien. Dabei setzt Atlantic Bridge auf die gute Zusammenarbeit mit führenden irischen Universitäten und Innovationsclustern in Europa. Der Fonds schließt die Finanzierungslücke in der Vor- und Frühphase. Damit hilft er, europäische Spitzenforschung schneller in global wettbewerbsfähige Unternehmen zu überführen. Gleichzeitig stärkt er die Wertschöpfungsketten in strategischen Bereichen.

Obloo – die Zukunft des Computing aus italienischen Laboren

Mit 25 Millionen Euro unter InvestEU ist der EIF außerdem Ankerinvestor des Future of Computing Fund I von Obloo. Der auf Technologietransfer und Frühphasen spezialisierte Risikokapitalfonds hat ein Zielvolumen von 80 Millionen Euro und fördert vorrangig Deeptech-Bereiche, die für die EU besonders relevant sind. Er investiert vor allem in Italien, einem Land mit moderater Innovationskraft, wo trotz starker Deeptech-Forschungsbasis nicht genügend Finanzierungen für den Technologietransfer bereitstehen.

Schwerpunkte sind künstliche Intelligenz, Quantencomputing, Halbleitertechnologien (einschließlich KI-Chips) sowie industrielle Technologien und Mikroelektronik. Hinzu kommen KI-gestützte Wirkstoffforschung, Cybersicherheit und klimasmarte Agrar- und Energietechnik. Über seine guten Kontakte zu Italiens Hochleistungsrechenzentren will der Fonds Portfoliounternehmen helfen, innovative Produkte und Dienstleistungen zu entwickeln und zu testen. Damit unterstützt er Italiens Strategie und die Strategie der EU in puncto Hochleistungsrechnen und digitale Souveränität.

Mit InvestEU zu mehr Innovationen und Energiesicherheit

Die fünf Garantien und Beteiligungen, die auf der Hannover Messe unterzeichnet wurden, sind durch das InvestEU-Programm abgesichert. Sie entsprechen dem Ziel der EIB-Gruppe, mit EU-Haushaltsgarantien das Risiko privater Investitionen in strategischen Sektoren zu verringern.

Insgesamt will die EIB-Gruppe damit Investitionen von mehr als 2,4 Milliarden Euro mobilisieren. Sie sollen Europas Energiesicherheit stärken, den Einsatz moderner Produktions- und Digitaltechnologien beschleunigen und aus europäischen Universitäten und Forschungseinrichtungen ausgegründeten Deeptech-Unternehmen beim Wachstum helfen.

Durch die breite Förderung von Netzinfrastruktur, gezielte Finanzierungen für Robotik, KI und Technologietransfer-Fonds sowie durch die verstärkte Mittelvergabe unter TechEU hilft die EIB-Gruppe der europäischen Industrie, die hohen Energiepreise zu stemmen und mit gestörten Lieferketten umzugehen. Unternehmen können so leichter im verschärften geopolitischen Wettbewerb bestehen und zugleich ihre Führungsrolle bei Schlüsseltechnologien wahren.

Hintergrundinformationen

EIB-Gruppe  

Die Europäische Investitionsbank-Gruppe (EIB-Gruppe) ist der Finanzierungsarm der Europäischen Union und eine der weltgrößten multilateralen Entwicklungsbanken. Ihre Anteilseigner sind die 27 Mitgliedstaaten. 2025 unterzeichnete die EIB-Gruppe 100 Milliarden Euro an neuen Finanzierungen und Beratung für mehr als 870 wirkungsstarke Projekte in acht Kernbereichen, die die strategischen Ziele der EU unterstützen: Klima und Umwelt, Digitalisierung und technologische Innovationen, Sicherheit und Verteidigung, territorialer Zusammenhalt, Landwirtschaft und Bioökonomie, soziale Infrastruktur, starke globale Partnerschaften sowie die Spar- und Investitionsunion. Neben der Vergabe langfristiger Darlehen für große Infrastrukturprojekte mobilisiert die EIB-Gruppe privates Kapital für risikoreiche innovative Projekte und Unternehmen. Auf den europäischen Märkten für Venture Debt, Risikokapital, Garantien und Verbriefungen kommt ihr eine wachsende Bedeutung zu.

Der Europäische Investitionsfonds (EIF) ist die auf Garantien und Eigenkapitalbeteiligungen spezialisierte Tochtergesellschaft der EIB-Gruppe und erleichtert kleinen und mittleren Unternehmen sowie Start‑ups europaweit den Zugang zu Finanzierungen. Als Ankerinvestor mobilisiert der EIF über sein breites Netz von Partnerbanken und Investmentfonds privates Kapital und stärkt das Risikokapital‑Ökosystem, um innovative Unternehmerinnen und Unternehmer in Europa zu fördern.

2023 lancierte der EIF gemeinsam mit sechs Mitgliedstaaten (Frankreich, Deutschland, Italien, Spanien, Belgien und Niederlande) die European Tech Champions Initiative, einen Dachfonds zur Förderung innovativer Start-ups. Mit dieser Initiative wurden bislang 14 europäische Risikokapital-Megafonds und das Scale-up von 40 Unternehmen unterstützt, darunter elf Unicorns (mit einem Marktwert von über 1 Milliarde Euro).

Fotos vom Sitz und vom Management der EIB-Gruppe, Logos und unser B-Roll-Video finden Sie auf unserer Website. 

InvestEU

Das InvestEU-Programm mobilisiert umfangreiche private und öffentliche Mittel für langfristige Finanzierungen in der EU, um die Wirtschaft nachhaltig zu stärken. Es stößt auch private Investitionen an, die zu EU-Zielen wie dem europäischen Grünen Deal und dem digitalen Wandel beitragen. InvestEU vereint alle bisherigen EU-Instrumente zur Förderung von Investitionsprojekten in Europa unter einem Dach und macht ihre Finanzierung dadurch einfacher, effizienter und flexibler. Das Programm hat drei Bausteine: den InvestEU-Fonds, die InvestEU-Beratungsplattform und das InvestEU-Portal. Der InvestEU-Fonds wird von Durchführungspartnern umgesetzt, die bei der Kreditvergabe auf die EU-Haushaltsgarantie von 26,2 Milliarden Euro zurückgreifen können. Die Haushaltsgarantie erhöht die Risikotragfähigkeit der Partner und soll so mindestens 372 Milliarden Euro an zusätzlichen Investitionen mobilisieren.

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