- Unter InvestEU, dem neuen Investitionsprogramm der EU, stellt die Europäische Kommission eine Garantie für Finanzierungen der EIB, des EIF und der BGK
- InvestEU finanziert Projekte in vier Bereichen: nachhaltige Infrastruktur, Forschung, Innovation und Digitalisierung, kleine und mittlere Unternehmen sowie soziale Investitionen und Kompetenzen
InvestEU setzt sich aus drei Bausteinen zusammen: dem InvestEU-Fonds, der InvestEU-Beratungsplattform und dem InvestEU-Portal. Das Programm stellt eine EU-Haushaltsgarantie von 26,2 Milliarden Euro für Finanzierungen und Investitionen. Bis zum Jahr 2027 soll es zusätzliche öffentliche und private Investitionen von mindestens 372 Milliarden Euro mobilisieren. Der InvestEU-Fonds ist der Nachfolger des Europäischen Fonds für strategische Investitionen (EFSI). Polen, das den EFSI im Vergleich zu anderen EU-Ländern sehr erfolgreich umgesetzt hat, kann nun auf seinen guten Erfahrungen aufbauen.
Der InvestEU-Fonds unterstützt Einrichtungen und Unternehmen, die in einem EU- oder anderen förderfähigen Land ansässig sind. Kleine, mittlere, Midcap- und Großunternehmen sowie Einrichtungen des öffentlichen Sektors, die Projekte im Rahmen einer öffentlich-privaten Partnerschaft durchführen, können Mittel aus dem Fonds beantragen.
Das auf sechs Jahre angelegte InvestEU-Programm konzentriert sich langfristig auf vier Bereiche, die für die EU strategische Priorität haben:
- nachhaltige Infrastruktur
- Forschung, Entwicklung und Digitalisierung
- kleine und mittlere Unternehmen
- soziale Investitionen
Etwa zwei Drittel der Mittel fließen in den Ausbau nachhaltiger Infrastruktur, mindestens 30 Prozent in Klimaschutz- und Klimaanpassungsprojekte, die die grüne Wende in Europa vorantreiben.
Teresa Czerwińska, EIB-Vizepräsidentin mit Aufsicht über InvestEU-Finanzierungen in Europa: „InvestEU ist ein wichtiges Programm der Europäischen Kommission, des EIF und der EIB. Unter dem Programm mobilisiert die EIB-Gruppe dringend benötigte Mittel für Unternehmen, Innovationen, Infrastruktur und die Umwelt in Europa. Indem wir öffentliche Mittel mit unserem Know-how und unserer Risikotragfähigkeit kombinieren, können wir Finanzierungen für umfangreiche Investitionen öffentlicher und privater Träger verfügbar machen. Wir glauben, dass InvestEU in diesen schwierigen Zeiten die EU-Wirtschaft ankurbeln und die Energiewende, eine dynamische Digitalisierung und grüne Infrastrukturprojekte in Polen und Europa voranbringen wird.“
Margrethe Vestager, Vizepräsidentin der Europäischen Kommission: „Die digitale und die grüne Wende sind nur so wirksam wie die Menschen, die sie umsetzen. Deswegen hat der Aufbau von Kompetenzen oberste Priorität. Ein wichtiger Förderbereich von InvestEU sind soziale Investitionen und Kompetenzen. Damit bietet das Programm allen die Chance, Kompetenzen zu erwerben und vom digitalen Wandel zu profitieren. Solche Investitionen werden dringend gebraucht, in Polen und ganz Europa.“
Alain Godard, geschäftsführender Direktor des EIF: „In dieser für Europa schwierigen Zeit unterstützt das InvestEU-Programm der Europäischen Kommission die Entwicklung der polnischen und europäischen Wirtschaft. Ich freue mich, dass der zur EIB-Gruppe gehörende Europäische Investitionsfonds dieses Programm umsetzt und europäische Unternehmen davon profitieren können.“
Jacek Żalek, stellvertretender polnischer Minister für Entwicklungsfonds und Regionalpolitik: „Auf dieser Veranstaltung wollen wir das InvestEU-Programm, an dem sich Polen aktiv beteiligt, einem größeren Publikum vorstellen. Mithilfe des Programms und den Mitteln aus dem InvestEU-Fonds können polnische Unternehmen und Gebietskörperschaften neue Technologien und umweltfreundliche Lösungen für unsere Wirtschaft umsetzen. Wir glauben, dass polnische Unternehmen sehr aktiv und effektiv vorgehen und sich die Erfahrungen zunutze machen werden, die sie mit dem Europäischen Fonds für strategische Investitionen, dem Vorgänger von InvestEU, gesammelt haben. Wir freuen uns, unsere gute Zusammenarbeit mit der EIB-Gruppe und der Europäischen Kommission fortzuführen.“
Beata Daszyńska-Muzyczka, Vorsitzende der Geschäftsleitung der BGK: „Das InvestEU-Programm steht im Einklang mit dem Auftrag der BGK, die nachhaltige sozioökonomische Entwicklung Polens zu unterstützen. Die BGK ist stets bestrebt, den Marktbedürfnissen in Zeiten des dynamischen Wandels bestmöglich gerecht zu werden. Den aktuellen gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Herausforderungen begegnen wir mit verschiedenen nationalen und EU-Programmen. Damit InvestEU zu einem Erfolg wird, müssen wir schnell und entschlossen handeln. Mit der Garantie der Europäischen Kommission stellen wir sicher, dass unsere Produkte polnische Unternehmen schnellstmöglich erreichen.“
Arkadiusz Lewicki, Direktor der Nationalen Kontaktstelle für Finanzierungsinstrumente aus EU-Rahmenprogrammen: „Unsere Erhebungen zeigen, dass der polnische Finanzmarkt die InvestEU-Instrumente als attraktives Finanzierungsangebot für Unternehmen ansieht, vor allem für KMU. Mehr als die Hälfte der Befragten ist daran interessiert, sich zum Wohle ihrer Kunden an dem Programm zu beteiligen. Durch die anhaltende Wirtschaftskrise und strengere Kreditanforderungen gewinnen Garantien, die Unternehmerinnen und Unternehmern den Zugang zu externen Finanzierungen erleichtern, an Bedeutung. Die ersten Anträge aus Polen sind bereits bei den EU-Einrichtungen eingegangen, weitere werden folgen. Die Nationale Kontaktstelle unterstützt den polnischen Markt bei der Inanspruchnahme von InvestEU.“
Hintergrundinformationen
Die Europäische Investitionsbank (EIB) ist die Finanzierungseinrichtung der Europäischen Union. Ihre Anteilseigner sind die 27 Mitgliedstaaten der EU. Die EIB vergibt langfristige Mittel für wichtige Projekte, die den Zielen der EU entsprechen. Sie finanziert Projekte in vier vorrangigen Bereichen – Infrastruktur, Innovation, Klimaschutz und Umwelt sowie kleine und mittlere Unternehmen (KMU). 2019 verpflichtete sich die EIB als Klimabank der EU, ab 2025 mindestens 50 Prozent ihrer Finanzierungen für Investitionen bereitzustellen, die zum Kampf gegen den Klimawandel beitragen.
Der Europäische Investitionsfonds (EIF) gehört zur EIB-Gruppe. Seine Aufgabe besteht im Wesentlichen darin, kleinsten sowie kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) in Europa den Zugang zu Finanzierungsmitteln zu erleichtern. Das Angebot des EIF umfasst Risiko- und Wachstumskapital, Garantien und Mikrofinanzprodukte, die genau auf dieses Marktsegment zugeschnitten sind. Er trägt zu den EU-Zielen für Innovation, Forschung und Entwicklung, Unternehmertum, Wachstum und Beschäftigung bei.