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  • Synthetische Verbriefung für Portfolio von Unternehmensdarlehen im Wert von rund 1 Milliarde Euro abgeschlossen
  • Transaktion ist durch Europäischen Garantiefonds abgesichert und Teil des 540-Milliarden-Euro-Pakets der EU gegen die wirtschaftlichen Folgen von Corona

Die Banca Popolare di Sondrio (BPS) und die EIB-Gruppe haben eine synthetische Verbriefung für ein Portfolio von BPS-Krediten an Unternehmen im Wert von rund einer Milliarde Euro abgeschlossen. Zur EIB-Gruppe gehören die Europäische Investitionsbank (EIB) und der Europäische Investitionsfonds (EIF).

Dabei stellte die EIB-Gruppe insbesondere eine Garantie aus dem Europäischen Garantiefonds (EGF) für die nachrangige Tranche der Verbriefung über 48 Millionen Euro. Der EGF ist ein Finanzierungsinstrument und Kernbestandteil des 540 Milliarden Euro schweren Pakets, das die Europäische Union 2020 als Antwort auf die schwierige Wirtschaftslage und die Produktionsrückgänge infolge der Coronapandemie geschnürt hat.

Die BPS kann deshalb in den nächsten 18 Monaten neue zinsgünstige Kredite im Gesamtvolumen von über 400 Millionen Euro an kleine und mittlere Unternehmen (KMU) vergeben, die damit ihren Betriebskapital- und Investitionsbedarf decken. UniCredit fungiert dabei als Arranger und Chiomenti als Rechtsberater. Profitieren sollen davon über 2 000 italienische KMU.

Die EIB-Gruppe verfolgt mit dieser Initiative ihr strategisches Ziel, europäische KMU nach der Pandemie zu unterstützen, indem sie den Zugang zu Krediten erleichtert und Finanzinstitute ins Boot holt, die diesen Firmen mittel- bis langfristige Finanzierungen zur Verfügung stellen können.

EIB-Vizepräsidentin Gelsomina Vigliotti: „Die Folgen der Pandemie, die Energiekrise und die Inflation treffen kleine und mittlere Firmen besonders hart. Ihren Finanzierungsbedarf zu decken, ist eines der vorrangigen Ziele der EIB-Gruppe. Die Verbriefung mit der Banca Popolare di Sondrio beweist, dass es die EIB mit der Förderung der Investitionen und Wettbewerbsfähigkeit unserer KMU vor Ort ernst meint.“

Alain Godard, geschäftsführender Direktor des EIF: „Diese neue Vereinbarung mit Absicherung durch den Europäischen Garantiefonds stärkt unsere Beziehung mit der Banca Popolare di Sondrio, mit der wir den Zugang italienischer KMU zu Krediten erleichtern wollen. So können sie wachsen und gedeihen.“

Mario Alberto Pedranzini, Managing Director der Banca Popolare di Sondrio: „Diese Vereinbarung konsolidiert unsere langjährige Partnerschaft mit der EIB-Gruppe und verleiht ihr neuen Schwung. Wir freuen uns über diese Partnerschaft, vor allem in diesen schwierigen Zeiten für Italien und Europa. Die Transaktion unterstreicht unseren ausdrücklichen und konkreten Einsatz für KMU und ihr Wachstum. Sie sind der Motor der italienischen Wirtschaft und für uns als Bank mit starker Verankerung vor Ort das Schwerpunktsegment.“

Hintergrundinformationen

Die Europäische Investitionsbank (EIB) finanziert Projekte in vier vorrangigen Bereichen – Infrastruktur, Innovation, Klimaschutz und Umwelt sowie kleine und mittlere Unternehmen (KMU). Im Zeitraum 2019–2021 vergab die EIB-Gruppe mehr als 36 Milliarden Euro für Projekte in Italien.

Die Banca Popolare di Sondrio (BPS), 1871 in Valtellina gegründet, war eine der ersten italienischen Volksbanken, die das Genossenschaftskreditmodell anwandten. Dank schrittweiser Expansion und regionaler Präsenz war sie später auch im ganzen Land vertreten, ohne ihre starke Bindung an die Heimatregion zu verlieren. Die BPS kann auf eine lange Geschichte des Wachstums, der Werte und der Kultur zurückblicken, die auf gegenseitigem Vertrauen beruht und von der Leidenschaft für die Arbeit, beständiger Ausrichtung an den Kunden und der Entwicklung ihrer Bedürfnisse angetrieben wird. Auf der soliden Basis ihrer Gründungsprinzipien, aus denen ein ausgewogenes und rentables Geschäftsmodell erwachsen ist, blickt die Bank zuversichtlich in die Zukunft und setzt entschlossen und wirkungsvoll ihre Arbeit zum Wohle der Kunden und aller Stakeholder fort.