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  • Der Europäische Investitionsfonds (EIF), der zur EIB-Gruppe gehört, und die Bank of Valletta stellen in den nächsten zwei Jahren 28 Millionen Euro für neue Kredite an maltesische KMU bereit
  • Durch eine Erhöhung der Garantievereinbarung zwischen dem EIF und der Bank of Valletta kann das Institut weitere günstige Kredite mit langen Laufzeiten vergeben

Die Bank of Valletta und die EIB-Gruppe (EIB und EIF) haben ihre Partnerschaft bekräftigt, um kleine und mittlere Unternehmen (KMU) in Malta zu unterstützen. Sie werden in den kommenden zwei Jahren zusätzliche 28 Millionen Euro für günstige Kredite mit langen Laufzeiten zur Verfügung stellen. Die neue Vereinbarung bezieht sich auf die KMU-Initiative der Europäischen Union in Malta. Dabei leistet Malta einen Beitrag aus den auf das Land entfallenden Struktur- und Investitionsfondsmitteln (ESIF), der mit Mitteln aus dem Programm Horizont 2020 und eigenen Mitteln des EIF kombiniert wird.

Die günstigen Kreditbedingungen basieren auf einer strukturierten Finanzierung mit Risikoübertragung. Dazu werden auf nationaler Ebene verwaltete Gelder mit Mitteln aus dem EU-Programm und Mitteln der EIB-Gruppe kombiniert. Die Vereinbarung zur KMU-Initiative umfasst eine unbegrenzte Garantie zur Deckung der Erstverluste eines Portfolios von Neukrediten, die die Bank of Valletta vergibt.

Die Unterzeichnung bekräftigt die langjährige Zusammenarbeit zwischen der EIB-Gruppe und der Bank of Valletta. Durch die Garantie kann das Finanzinstitut maltesischen KMU mit günstigen Krediten helfen, die wirtschaftlichen Folgen der Coronapandemie abzufedern.

Alain Godard, geschäftsführender Direktor des EIF: „Ich freue mich über die sehr positiven Ergebnisse der KMU-Initiative in Malta. Die Bank of Valletta hat in den letzten sechs Jahren bereits KMU-Finanzierungen von mehr als 70 Millionen Euro verwaltet, um Unternehmen zu unterstützen. Ich bin davon überzeugt, dass die zusätzlichen Finanzmittel entscheidend dazu beitragen werden, mehr Arbeitsplätze zu schaffen, das Wachstum zu fördern und die Auswirkungen der Coronapandemie abzufedern – durch die Kombination der Mittel der europäischen Struktur- und Investitionsfonds, des EU-Programms Horizont 2020 und der EIB-Gruppe.“

EIB-Vizepräsidentin Gelsomina Vigliotti: „Die EIB-Gruppe engagiert sich mit ganzer Kraft für die Umsetzung der KMU-Initiative in Malta, die in der Pandemie besonders wichtig ist. Durch die heute unterzeichnete Vereinbarung stehen maltesischen KMU zusätzliche langfristige Finanzierungen zu attraktiven Konditionen zur Verfügung. Das trägt zur wirtschaftlichen Erholung des Landes bei.“

Stefan Zrinzo Azzopardi, parlamentarischer Staatssekretär für EU-Fonds im Amt des Premierministers: „Mit ihrer Entscheidung, zusätzliche Mittel für die KMU-Initiative bereitzustellen, bestätigt Maltas Regierung erneut ihr Engagement für unsere Unternehmen. Unter den aktuellen Umständen ist eine kontinuierliche Unterstützung der Wirtschaft unverzichtbar, um die Folgen der Pandemie abzufedern. Wir sind überzeugt, dass diese zusätzlichen Mittel maltesischen KMU die Chance geben, nicht nur die Krise zu überwinden, sondern auch zu investieren und zu wachsen – selbst in diesen schwierigen Zeiten.“

Albert Frendo, Chief Business Banking Officer der Bank of Valletta: „Die neue Vereinbarung ist ein weiterer Schritt der Bank of Valletta, sich mithilfe des EIF als Maltas KMU-Bank zu positionieren. Unsere KMU stehen vor enormen Herausforderungen. Durch diese zusätzlichen Mittel kann die Bank of Valletta ihre Investitionen mit attraktiven Produkten unterstützen und damit zu ihrer Wettbewerbsfähigkeit nach der Pandemie beitragen.“

Die Europäische Investitionsbank (EIB) finanziert Projekte in vier vorrangigen Bereichen – Infrastruktur, Innovation, Klimaschutz und Umwelt sowie kleine und mittlere Unternehmen (KMU). In den Jahren 2019–2020 stellte die EIB-Gruppe 23 Milliarden Euro für Projekte in Italien bereit.