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  • Finanzierungsplattform SHIRA soll Gesundheitssicherheit und Resilienz in ganz Afrika verbessern und die durch Covid-19 zutage getretenen Schwachstellen beheben
  • Europäische Investitionsbank und Europäische Entwicklungs­finanzierungs­institutionen mobilisieren Mittel des Privatsektors zur Verbesserung der Gesundheitssicherheit und Resilienz
  • SHIRA unterstützt weitergehende Team-Europe-Initiative zur Förderung der Herstellung von und des Zugangs zu Impfstoffen, Arzneimitteln und Gesundheitstechnologien in Afrika
  • Europäische Kommission und Europäische Investitionsbank streben Zusammenarbeit mit afrikanischen Partnern an

Ursula von der Leyen, Präsidentin der Europäischen Kommission, und Werner Hoyer, Präsident der Europäischen Investitionsbank (EIB), haben heute eine neue Initiative zur stärkeren finanziellen und technischen Unterstützung von Maßnahmen vorgestellt, die in Afrika zu mehr Resilienz und mehr Kompetenzen im Gesundheitswesen beitragen.

Die Finanzierungsplattform „Nachhaltige Gesundheitsindustrie für Resilienz in Afrika“ (Sustainable Healthcare Industry for Resilience in Africa, SHIRA) soll Partnern aus Politik und Entwicklungsfinanzierung helfen, die Gesundheitssicherheit und Resilienz in Afrika zu koordinieren und zu verbessern.

SHIRA unterstützt das breitere Engagement von Team Europe. Die Plattform soll über die Vergabe langfristiger Darlehen Mittel des Privatsektors mobilisieren, damit mehr in medizinische Forschung, Diagnose- und Behandlungseinrichtungen und lokale Versorgungsketten im Gesundheitswesen investiert wird.

Im Rahmen der neuen Partnerschaft werden die Europäische Investitionsbank, die Europäischen Entwicklungsfinanzierungsinstitutionen und andere afrikanische und internationale Partner Finanzmittel für neue Investitionen mobilisieren, die für einen besseren Zugang zu erschwinglicher Gesundheitsversorgung unerlässlich sind. Um die in der anhaltenden Covid-19-Pandemie zutage getretenen Schwachstellen im Gesundheitswesen zu beseitigen, wollen sie sich zudem über fachspezifische Best Practice austauschen.

Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen: „Europa und Afrika stehen bei der Bekämpfung von Covid-19 und der Stärkung der Resilienz im Gesundheitsbereich künftig Seite an Seite. Die neue Plattform wird die enge Zusammenarbeit zwischen Partnern des privaten und des öffentlichen Sektors in Afrika und Europa stärken, um vorrangige Investitionen zu ermitteln, die für die Krisenbereitschaft des Gesundheitswesens und seine Resilienz gegenüber künftigen Pandemien unabdingbar sind. Die Plattform wird die Team-Europe-Initiative für die Herstellung von und den Zugang zu Impfstoffen, Arzneimitteln und Gesundheitstechnologien in Afrika wesentlich unterstützen.“

EIB-Präsident Werner Hoyer: „Um Leben zu schützen und Lehren aus der Covid-19-Pandemie zu ziehen, müssen wir unbedingt mehr in die Stärkung der Gesundheitssicherheit investieren. Die EIB verfügt über einzigartige technische und finanzielle Erfahrungen bei der Unterstützung von Impfstoffentwicklung, öffentlicher Gesundheit und Innovation weltweit. Das vielversprechende neue Konzept für eine robustere Gesundheitsversorgung in Afrika gibt einen klaren Weg für die Zusammenarbeit mit afrikanischen, europäischen und internationalen Partnern vor.“

Die neue Finanzierungsplattform SHIRA wurde heute auf dem Weltgesundheitsgipfel in Rom zusammen mit anderen Team-Europe-Initiativen für die verstärkte Herstellung von Impfstoffen und Arzneimitteln und die Entwicklung von Gesundheitstechnologien in Afrika angekündigt.

Schwachstellen im Gesundheitsbereich

Die Covid-19-Pandemie hat eindeutige Schwachstellen in der lokalen Impfstoffherstellung und den pharmazeutischen Produktionskapazitäten offengelegt, die zu Engpässen geführt und den Zugang zu Gesundheitsdiensten in Afrika eingeschränkt haben. Begrenzte Mittel für Investitionen des Privatsektors erschweren in Afrika die Behandlung und Prävention endemischer Krankheiten und den Zugang zu erschwinglichen Gesundheitsprodukten zusätzlich.

Die Plattform „Nachhaltige Gesundheitsindustrie für Resilienz in Afrika“ ist eine Antwort auf die eindeutige Notwendigkeit, Investitionen des Privatsektors zu mobilisieren und zu fördern, die die Gesundheitssicherheit und Resilienz auf dem gesamten Kontinent verbessern, indem sie den Ausbau der Herstellungs- und Versorgungskapazitäten voranbringen.

Die neue Finanzierungsplattform für Gesundheitssicherheit und Resilienz in Afrika wurde nach eingehenden Gesprächen mit afrikanischen und europäischen Partnern aus Politik und Entwicklungsfinanzierung entwickelt.

Mobilisierung von Investitionen in Gesundheitsversorgung, Impfstoffforschung und Kompetenzen

Die Plattform soll neue Investitionen fördern, die die Krisenbereitschaft und Reaktionsfähigkeit des Gesundheitswesens, die Impfstoffproduktion, die Diagnose- und Behandlungsmöglichkeiten sowie die Bereitstellung wichtiger Ausrüstung wie persönlicher Schutzausrüstung und Sauerstoff verbessern und die Impfstoffentwicklung, den Ausbau von Fachkenntnissen und den Austausch bewährter Verfahren im Bereich digitaler elektronischer Gesundheitsdienste und Telemedizin voranbringen.

Langfristige Finanzierungen, Investitionszuschüsse, Innovationsförderung und technische Hilfe tragen dazu bei, Investitionen im Gesundheitssektor zu mobilisieren und die Herausforderungen in diesem Bereich zu bewältigen. Sie leisten einen wesentlichen Beitrag zur Verwirklichung der Ziele für nachhaltige Entwicklung, einschließlich Ziel 3 zur Gewährleistung eines gesunden Lebens und Wohlergehens, Ziel 10 zur Verringerung der Ungleichheit, Ziel 9 zur Industrialisierung und Ziel 5 zur Gleichstellung der Geschlechter.

Die europäischen und afrikanischen Partner werden sich voraussichtlich in den kommenden Monaten zu den Einzelheiten der neuen Initiative verständigen.