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Die Afrikanische Entwicklungsbank (AfDB) und die Europäische Investitionsbank (EIB) haben heute einen Partnerschaftsaktionsplan unterzeichnet, in dem sie ihre verstärkte Zusammenarbeit und ihre gemeinsamen Entwicklungsprioritäten sowie ihre Fokussierung auf die Förderung öffentlicher und privater Investitionen in Afrika hervorheben.

Mit dem gemeinsamen Aktionsplan können die beiden Einrichtungen eine gemeinsame Pipeline bankfähiger Projekte in wichtigen komplementären Bereichen aufbauen, in die jede Einrichtung ihren komparativen Vorteil einbringen kann.

Im Mittelpunkt stehen Klimaschutz und ökologische Nachhaltigkeit, transformative Infrastruktur, Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT-Infrastruktur und -Dienstleistungen), finanzielle Inklusion mit Genderfokus für eine gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Mädchen, Bildung, Ausbildung und Gesundheit.

Die Unterzeichnung des Aktionsplans erfolgt vor dem Hintergrund der anhaltenden Covid-19-Pandemie, die die Armut auf dem gesamten afrikanischen Kontinent verstärkt, Märkte und Lebensgrundlagen bedroht und daher schnelles Handeln erfordert.

Die Vereinbarung wurde von Bajabulile Swazi Tshabalala, dem geschäftsführenden Senior Vice President der Afrikanischen Entwicklungsbank, und Thomas Östros, dem Vizepräsidenten der Europäischen Investitionsbank, in einer virtuellen Zeremonie besiegelt, an der mehr als 100 Stakeholder aus ganz Afrika und Europa teilnahmen. Der Zeremonie ging eine kurze Gesprächsrunde zwischen den beiden Vizepräsidenten und den Vertretern der Einrichtungen voraus.

Bajabulile Swazi Tshabalala: „Es ist wichtig, dass mehr multinationale Entwicklungsbanken und andere Entwicklungsfinanzierungsinstitutionen – nach dem Vorbild dieses gemeinsamen Aktionsplans zwischen der AfDB und der EIB – enger und intensiver zusammenarbeiten, um unsere jeweiligen Mitgliedsländer in diesen schwierigen Zeiten effizienter und effektiver zu unterstützen. Nachhaltiges Wirtschaftswachstum und Sicherheit in Regionen mit besonderen Herausforderungen, darunter die Sahelzone und das Horn von Afrika, haben oberste Priorität.“

Thomas Östros, Vizepräsident der Europäischen Investitionsbank: „Partnerschaften sind für das Geschäft und die Wirkung der EIB maßgeblich, und diese Partnerschaft mit der Afrikanischen Entwicklungsbank ist für Afrika von zentraler Bedeutung. Der unterzeichnete Aktionsplan zeigt, dass die Bank der EU Investitionen fördern will, die in Afrika wirklich etwas bewirken. Der Ausbau unserer Zusammenarbeit mit der AfDB, der multilateralen Entwicklungsbank Afrikas, ist für die EIB und Europa besonders wichtig. Gemeinsam werden wir stärker mit afrikanischen Partnern zusammenarbeiten und mit unserem Engagement sicherstellen, dass Afrika aus der Covid-19-Krise mit ihren gesundheitlichen, sozialen und wirtschaftlichen Herausforderungen gestärkt hervorgehen kann.“

Der gemeinsame Aktionsplan wurde im Anschluss an ein Treffen einer EIB-Delegation mit der Afrikanischen Entwicklungsbank im Februar 2020 ausgearbeitet.

Gemeinsame Prioritäten: Förderung des Wandels

Der Plan spiegelt die fünf wichtigsten Entwicklungsschwerpunkte der AfDB sowie die vorrangigen Ziele der EIB für Afrika wider. In der Covid-19-Pandemie haben beide Einrichtungen schnell Finanzierungen bereitgestellt, um den Ländern in der Region zu helfen, ihren Finanz- und Gesundheitsbedarf zu decken.

Gemeinsame finanzielle und technische Hilfe für Afrika – Fortsetzung der Erfolgsbilanz

In den letzten fünf Jahren ist das gemeinsame Portfolio der beiden Einrichtungen auf 3,4 Milliarden Euro angewachsen. Damit wurden Investitionen von insgesamt 10,2 Milliarden Euro für 26 Projekte auf dem gesamten Kontinent angestoßen.

Die EIB und die AfDB sind sich bewusst, welch einzigartige Rolle öffentlichen Entwicklungsbanken bei der Förderung hochwirksamer und bahnbrechender Investitionen und der Mobilisierung privatwirtschaftlicher Finanzierungen zukommt.

Die jüngste Zusammenarbeit zur Erhöhung von Risikokapitalfinanzierungen für Innovations- und Technologieunternehmen im Rahmen der Boost-Africa-Initiative und das Engagement für die Desert-to-Power-Initiative zeigen, wie öffentliche Banken Finanzierungen in vorrangigen Bereichen beschleunigen können.

Anfang dieses Monats bekräftigten die Präsidenten der EIB und der AfDB ihre Absicht, Biodiversität und Investitionen in der gesamten Sahelzone verstärkt im Rahmen der Initiative „Great Green Wall“ zu fördern. Dies wurde auf dem von Präsident Macron und Prinz Charles veranstalteten One-Planet-Gipfel bestätigt und ist ein weiterer Beleg für den einzigartigen finanziellen und technischen Beitrag öffentlicher Entwicklungsbanken.

In den letzten Jahren haben die EIB und die AfDB gemeinsam Projekte in den Bereichen saubere Energie, Wasser, Verkehr und im Privatsektor unterstützt. Ihr Engagement erstreckte sich auf den gesamten Kontinent – auf Marokko im Norden, auf den Senegal im Westen, auf Kenia im Osten, auf Sambia im Süden sowie auf viele andere afrikanische Länder.

In der Sahelzone finanzieren die AfDB und die EIB Klima- und Energieprogramme wie die Initiativen „Desert to Power“ und „Great Green Wall“.

Die Afrikanische Entwicklungsbank-Gruppe und die Europäische Investitionsbank können auf eine lange Zusammenarbeit zurückblicken. Ihre Zusammenarbeit als multilaterale Entwicklungsbanken stützt sich auf eine Absichtserklärung über eine verstärkte strategische Partnerschaft, die 2005 von der EIB, der AfDB und der Europäischen Kommission besiegelt wurde. Sie haben auch einen Verfahrensrahmen für kofinanzierte Projekte im öffentlichen Sektor unterzeichnet.

Weitere Informationen über den gemeinsamen Aktionsplan sind hier abrufbar.

Die Afrikanische Entwicklungsbank

Die Afrikanische Entwicklungsbank-Gruppe (AfDB) ist die führende Entwicklungsfinanzierungsinstitution in Afrika. Sie soll eine nachhaltige wirtschaftliche Entwicklung und den sozialen Fortschritt auf dem Kontinent vorantreiben und so zur Armutsbekämpfung beitragen. Die AfDB-Gruppe mobilisiert und vergibt Mittel für Investitionen auf dem Kontinent und leistet Beratung und technische Hilfe für Entwicklungsvorhaben. Das gezeichnete Kapital der Afrikanischen Entwicklungsbank von rund 208 Milliarden US-Dollar wird von 81 Mitgliedsländern gehalten, darunter 54 afrikanische und 27 nicht-afrikanische Länder. Weitere Informationen unter www.afdb.org