>@Unsplash
©Unsplash
  • Schnelle Finanzierungen und gezielte technische Hilfe für Partner in 100 Ländern als Teil des Team-Europe-Hilfspakets
  • Kurzfristige Unterstützung von Gesundheits- und Unternehmensinvestitionen in Afrika, der östlichen und südlichen Nachbarschaft, im Westbalkan, Asien und Lateinamerika
  • Mehr Geld für von der Pandemie gebeutelte Unternehmen

Die Europäische Investitionsbank-Gruppe, die Bank der Europäischen Union, hat heute umfassende Hilfe in Höhe von 5.2 Milliarden Euro angekündigt, die Ländern außerhalb der Europäischen Union zugutekommen soll. Die Mittel sind Teil des Team-Europe-Hilfspakets und werden durch Garantien aus dem EU-Haushalt besichert. Sie dienen dringenden Gesundheitsinvestitionen und beschleunigen die langfristige Unterstützung privatwirtschaftlicher Investitionen, die den Finanzierungsbedarf in mehr als 100 Ländern weltweit illustriert.

Die schnelle Hilfe rettet Arbeitsplätze und Existenzgrundlagen in Sektoren, die am meisten von den wirtschaftlichen und sozialen Folgen von Corona bedroht sind. Bei Bedarf werden zusätzliche, langfristige Mittel für das Gesundheitswesen und Unternehmen nachgeschossen.

Werner Hoyer, Präsident der Europäischen Investitionsbank: „Die Covid-19-Pandemie hat bereits viele Staaten heimgesucht und wird verheerende Folgen für die weltweite Wirtschaft haben. Viele Menschen werden ihre Arbeit und ihre Existenzgrundlage verlieren. Besonders in anfälligeren Ländern wird die Krise Unternehmernetze zerstören und die Überschuldung noch verschlimmern. Wir müssen dringend beweisen, dass Europa seinen Partnern im Notfall zur Hilfe eilt. Als Teil des Team Europe wird die EIB in den nächsten Wochen neue Gesundheits- und Unternehmensinvestitionen außerhalb der Europäischen Union ermitteln und fördern. In enger Zusammenarbeit mit der Europäischen Kommission, den EU-Mitgliedstaaten, europäischen Entwicklungsfinanzierungsinstitutionen und anderen multilateralen Finanzierungsinstituten werden wir dafür sorgen, dass öffentliche und private Partner einen besseren Zugang zu den Finanzierungsmitteln haben, die sie im Kampf gegen die Pandemie benötigen.“

Kurz- und mittelfristige Hilfe in über 100 Ländern

In den vergangenen Tagen stand die EIB in Kontakt mit Kunden des öffentlichen und des privaten Sektors in über 100 Nicht-EU-Ländern, um auszuloten, wie der Gesundheitssektor und Unternehmen am besten vorbereitet und widerstandsfähiger gemacht werden können. Damit setzt die EIB ihre Unterstützung eines nachhaltigen und inklusiven Wachstums weltweit fort.

Die schnelle Hilfe wird auf die konkreten Sektorbedürfnisse und auf neue Herausforderungen vor Ort angepasst, während sich das Coronavirus weiter ausbreitet. Die EIB wird ferner technische Hilfe bereitstellen und ihre Sektorkenntnisse weitergeben, um die Wirkung neuer Investitionen zu verstärken.

Schnellere Hilfe für Gesundheits- und Unternehmensinvestitionen und stärkere Widerstandskraft des Privatsektors gegen die wirtschaftlichen und sozialen Folgen des Coronavirus

Die EIB will bereits genehmigte Darlehen von mehr als einer Milliarde Euro schneller auszahlen, damit der Gesundheitssektor in Nicht-EU-Ländern der Coronapandemie standhalten kann. Außerdem sollen Cashflow- und Liquiditätsengpässe von Unternehmen durch sofort verfügbare Mittel gelindert werden.

Langjährige Kunden aus dem globalen Gesundheitssektor werden bei neuen Maßnahmen für die öffentliche Gesundheit und bei der Neuausrichtung laufender Projekte auf den Kampf gegen Corona sofort unterstützt; Mittel für private und öffentliche Projekte werden zügiger ausgezahlt.

Die EIB untermauert ihr Engagement durch ihr großes technisches und finanzielles Know-how im Gesundheitssektor. In den vergangenen Jahren stellte sie über 30 Milliarden Euro für Krankenhäuser, die Gesundheitsversorgung und medizinische Innovationen in Europa und auf der ganzen Welt bereit.

Durch ihre enge Zusammenarbeit mit nicht europäischen Gesundheitsministerien und Partnern aus dem Gesundheitssektor kann die EIB rasch vorrangige Vorhaben ermitteln.

Zur Antwort der EIB gehört es auch, den Zugang kleiner und mittlerer Unternehmen (KMU) zu Finanzierungen sicherzustellen. Zu diesem Zweck werden unter anderem bestehende Durchleitungsdarlehen aufgestockt, die über einheimische Partnerbanken auf der ganzen Welt weitergeleitet werden.

Die Soforthilfe richtet sich an Unternehmen in den Sektoren, die am meisten unter der Coronapandemie leiden und deren Produktion am meisten gefährdet ist.

Dies stärkt auch die zentrale Rolle einheimischer Banken und Finanzinstitute, darunter auch Mikrofinanzierungspartner, deren Kenntnis der örtlichen Gegebenheiten zum langfristigen Erfolg des Hilfspakets beitragen werden.

Einheimische und internationale Unternehmen, KMU, Landwirtinnen und Landwirte sowie Unternehmerinnen und Unternehmer auf der ganzen Welt profitieren von der Unterstützung des Privatsektors durch die EIB.

Handlungsspielraum der Staaten stärken

Investitionen des öffentlichen Sektors in Ländern auf der ganzen Welt dürften durch das Coronavirus massiv ausgebremst werden.

Gemeinsam mit ihren Partnern aus dem öffentlichen Sektor wird die EIB vermehrt günstige Finanzierungen für Gesundheits- und Unternehmensinvestitionen bereitstellen. Die Mittel werden in öffentliche Dienste fließen, etwa im Gesundheitssektor, im regionalen Handel und in stark gefährdeten Bereichen wie Tourismus und Gastgewerbe.

In Ländern, in denen die EIB bereits tätig ist, soll es Finanzhilfen im Schnellverfahren geben. Die Initiative wurde so strukturiert, dass die EIB-Finanzierungen durch weitere Gelder internationaler und europäischer Entwicklungsfinanzierungspartner ergänzt werden können.