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Der wirtschaftliche Aufschwung Limericks hat heute wesentlichen Auftrieb erhalten. Die Europäische Investitionsbank (EIB) bestätigte nämlich, dass sie Mittel in noch nie dagewesener Höhe für ein Investitionsprogramm zur Stadtsanierung in Irland bereitstellen wird.

EIB-Vizepräsident Andrew McDowell gab in Limerick bekannt, dass die EIB dem Grafschaftsrat Limerick 85 Millionen Euro zur Verfügung stellen wird. Die Mittel sind dafür bestimmt, das 1,62 Hektar große Opera-Grundstück im Stadtzentrum zu sanieren und zu einem der führenden kommerziellen Zentren/Bürogebäude des Landes direkt in Stadtlage umzugestalten. 3 000 Arbeitsplätze sollen hier entstehen.

Es handelt sich hier um das erste EIB-Darlehen für ein Programm einer irischen Gebietskörperschaft seit 1993. Der Finanzierungsvertrag für das Darlehen mit einer Laufzeit von 25 Jahren – das größte Darlehen, das die EIB je für Stadtsanierungsvorhaben in Irland bereitgestellt hat – wurde von Andrew McDowell und Conn Murray, dem geschäftsführenden Direktor des Limerick City and County Council, am Sitz des Grafschaftsrats unterzeichnet. Ebenfalls anwesend waren der Bürgermeister von Limerick, Cllr Stephen Keary, der Vorsitzende von Limerick Twenty Thirty, Denis Brosnan, der CEO von Limerick Twenty Thirty, David Conway, sowie Vertreter des irischen Parlaments und andere öffentlicher Stellen.

Andrew McDowell, Vizepräsident der Europäischen Investitionsbank: „Die Europäische Investitionsbank freut sich, an diesem eindrucksvollen und ehrgeizigen Investitionsvorhaben mitzuwirken, das die Stadt Limerick in den kommenden Jahren völlig verwandeln wird. Tausende neuer Arbeitsplätze werden entstehen, leerstehende Gebäude werden renoviert, und dringend benötigte Büroräumlichkeiten werden geschaffen. Außerdem sollen historische Gebäude in der drittgrößten Stadt Irlands saniert und der Energieverbrauch öffentlicher Gebäude gesenkt werden. Als Bank der Europäischen Union hat die EIB langjährige Erfahrung mit der Förderung nachhaltiger Stadtentwicklungsprojekte in ganz Europa. Außerdem trug sie zu einer besseren Lebensqualität und zu mehr wirtschaftlichen Möglichkeiten in Städten weltweit bei. Nach diesem Finanzierungsbeitrag in Rekordhöhe für städtische Investitionen in Irland, rechnen wir damit, in den kommenden Monaten die Zusammenarbeit mit weiteren Gebietskörperschaften bekanntgeben zu können.“

Das Opera-Vorhaben wird das größte Einzelprojekt im „Programm Zweitausenddreißig“ von Limerick sein. Dieses Programm lief im Vorjahr mit der Errichtung der Zweckgesellschaft an und hat zum Ziel, an wichtigen strategischen Stellen in Limerick Infrastruktur im Wert von mehr als 500 Millionen Euro umzugestalten. Das Programm wird bereits zügig umgesetzt, und das mitten in der Stadt gelegene LEED-Gold-Bürogebäudeprojekt „Gardens International“ mit einer Fläche von knapp 7 500 Quadratmetern soll Ende nächsten Jahres fertiggestellt sein.

Cllr Keary, Bürgermeister von Limerick und Mitglied des Grafschaftsrats Limerick: „Limerick hat in den letzten fünf Jahren gewaltige Fortschritte verzeichnet, aber mit diesem Darlehen können wir diesen beeindruckenden Weg weitergehen, mit dem Limerick zur größten irischen Erfolgsstory des Jahrzehnts in Sachen Stadtentwicklung geworden ist. Die Stadt verändert sich schneller, als wir je erwartet hätten, und dank des EIB-Darlehens ist es nicht nur eine einmalige Investition, sondern unser Wachstum wird nachhaltig sein.“

Conn Murray, geschäftsführender Direktor des Limerick City and County Council: „Auch dieser Tag ist charakteristisch für das neue Limerick, das entsteht. Immer wieder werden auf nationaler Ebene neue Wege beschritten, und diese Rekordfinanzierung der EIB ist ein weiterer Beweis dafür. Diese Mittelzusage der EIB zeigt, dass Limerick heute Selbstvertrauen und ehrgeizige Pläne hat. Außerdem wird dadurch auch unsre Entscheidung bestätigt, „Limerick Twenty Thirty“ zu errichten, die erste je von einer Gebietskörperschaft in Irland gehaltene Zweckgesellschaft.“

Das 1,62 Hektar große Opera-Grundstück wurde vom Grafschaftsrat Limerick 2011 erworben, nachdem die geplante Revitalisierung durch einen privaten Eigentümer gescheitert war. Limerick Twenty Thirty wird auch den 3,24 Hektar großen Standort Cleeves am Nordufer des Shannon entwickeln und hat mit der Generalplanung für das 81 Hektar große Wohngebiet Mungret College am Rande der Stadt begonnen. Dort können bis zu 850 Wohnungen entstehen, und der genaue Planungsprozess erfolgt später.

Denis Brosnan, Vorsitzender von Limerick Twenty Thirty: „Die Mittelzusage der EIB ist die Garantie dafür, dass die raschen Fortschritte, die Limerick Twenty Thirty, das erst 14 Monate besteht, bereits erzielt hat, nur der Anfang sind. Es handelt sich hier um ein langfristiges Vorhaben, durch das Limerick zu einer der am raschesten wachsenden europäischen Städte werden soll, die in der Lage ist, sich auf internationaler Ebene im Wettbewerb um Investitionen zu behaupten. Die Mittel sind für das Opera-Projekt bestimmt, das nicht nur auf lokaler, sondern auf landesweiter Ebene Vorzeigecharakter haben wird.“

In den vergangenen fünf Jahren hat die Europäische Investitionsbank mehr als 100 Milliarden Euro für städtische Investitionen bereitgestellt. Sie unterstützte neue Stadtentwicklungsprojekte, nachhaltige Verkehrslösungen und den sozialen Wohnungsbau, aber auch die Verbesserung der städtischen Wasser-, Energie-, Gesundheits- und Bildungsinfrastruktur  innerhalb und außerhalb Europas. Die EIB verfügt über besonderes technisches Fachwissen, das sie auch weitergibt, um Pionierprojekte zu fördern. Erworben hat sie dieses Fachwissen durch Vorhaben in mehr als 150 Städten in Europa und weltweit.