>@EIB/To be defined
©EIB/To be defined

Anlässlich des offiziellen Besuchs ihres Vizepräsidenten Román Escolano hat die Europäische Investitionsbank (EIB) mit der Groupe Chimique Tunisien (GCT) einen Darlehensvertrag über 19 Millionen Euro – umgerechnet 42 Millionen tunesische Dinar – unterzeichnet. Mit den Mitteln sollen die Umweltauswirkungen der Produktionstätigkeit des Unternehmens verringert werden. Diese Finanzierung ergänzt ein erstes Darlehen von 55 Millionen Euro, das im Jahr 2008 für das gleiche Umweltvorhaben gewährt wurde. Die Unterzeichnung fand am 26. Mai 2016 im tunesischen Ministerium für Entwicklung und internationale Zusammenarbeit in Anwesenheit von Entwicklungsminister Yassine Brahim und EIB-Vizepräsident Román Escolano statt.

„Diese Finanzierung hat Symbolcharakter für den Klimaschutz“, betonte Román Escolano, Vizepräsident der EIB. „Die Verringerung der Treibhausgase zählt zu unseren vorrangigen Förderbereichen. Daher haben wir Mittel, Kompetenzen und Fachwissen mobilisiert, um dieses Projekt zu unterstützen, das einen direkten Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung und zur Verbesserung der Lebensqualität der tunesischen Bevölkerung leistet. “

Konkret werden mit diesen umfangreichen Finanzierungsmitteln mehrere wichtige Produktionsanlagen der Groupe Chimique Tunisien (GCT) umweltgerecht saniert, um die Emissionen und Abwässer zu reduzieren und eine bessere Bewirtschaftung der Abfälle zu ermöglichen. Das Umweltsanierungsprogramm betrifft vor allem die Produktionszentren in Skhira und M'dhilla und in geringerem Maße die Anlagen in Gabès. Dabei werden mehrere Hauptziele verfolgt:  Erstens sollen die Schwefeldioxid-, Ammoniak- und Staubemissionen in Einklang mit den geltenden Umweltvorschriften verringert und zweitens die Abwassereinleitungen der Fabrik in Skhira ins Meer gestoppt werden. Geplant ist zudem, die Phosphorgips-Deponien auszubauen und für alle Produktionszentren ein Umweltüberwachungssystem einzuführen.

Das Projekt wird auch von der Europäischen Kommission mit zehn Millionen Euro unterstützt.

Als größter internationaler Geldgeber für Entwicklungsvorhaben in Tunesien hat die EIB alles getan, um die Erwartungen der Tunesier so gut wie möglich zu erfüllen und den Wandel in Tunesien zu begleiten. Seit Beginn der Demokratiebewegung im Januar 2011 hat die EIB über 1,5 Milliarden Euro (3,3 Milliarden tunesische Dinar) für die Durchführung neuer Vorhaben in den Schlüsselbereichen der tunesischen Wirtschaft wie zum Beispiel Energie, Privatsektor, Infrastruktur, Bildung oder sozialer Wohnungsbau bereitgestellt.