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Die Europäische Investitionsbank unterzeichnete im Jahr 2015 in Ungarn neue Finanzierungsverträge über insgesamt 1,42 Milliarden Euro. Dies ist das größte Darlehensvolumen des vergangenen Dreijahreszeitraums.

EIB-Vizepräsident László Baranyay, der für die Finanzierungen der Bank in Mitteleuropa zuständig ist, informierte die ungarische Presse heute in Budapest über die Ergebnisse, die die Bank der EU im Jahr 2015 in Ungarn erzielt hat. Er betonte, dass die EIB auch in den kommenden Jahren ihr hohes Engagement in dem Land fortsetzen möchte.

„Die EIB stellte 2015 in Ungarn insgesamt 1,424 Milliarden Euro bereit. Dies entspricht einem Anstieg um 88 Prozent gegenüber dem Vorjahr und einem Rekordvolumen im Vergleich zum Jahr 2012“, sagte Vizepräsident Baranyay. „In diesem Jahr wird die EIB ihre Präsenz in Ungarn durch die Eröffnung eines neuen Außenbüros verstärken. Sie will dadurch ihre Zusammenarbeit mit öffentlichen und privaten Projektträgern intensivieren“, so Baranyay weiter. 

Die Europäische Investitionsbank (EIB) vergab 2015 ein Darlehen von 34,5 Milliarden Forint (rund 115 Millionen Euro) an die Ungarische Akademie der Wissenschaften zur Finanzierung ihrer wissenschaftlichen Grundlagenforschung und des Betriebs ihres Library and Digital Information Centre.

Außerdem stellte die Bank im vergangenen Jahr insgesamt 1 Milliarde Euro für Kofinanzierungen mit EU-Mitteln bereit, die im Programmplanungszeitraum 2014-2020 vorgesehen sind. Dieser Betrag floss in zwei Darlehen: 500 Millionen Euro dienten der Kofinanzierung vorrangiger Projekte, für die Mittel aus den EU-Kohäsionsfonds, dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung und der Connecting-Europe-Fazilität zur Verfügung gestellt werden; ein weiteres Darlehen von 500 Millionen Euro war für vorrangige Vorhaben bestimmt, die aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung und dem Europäischen Sozialfonds unterstützt werden.

Bei beiden Darlehen handelt es sich um die ersten Tranchen bereits genehmigter Darlehen über insgesamt 2,5 Milliarden Euro. Sie werden Projekte mit Gesamtkosten von 24 Milliarden Euro fördern. Die Kombination von EIB-Darlehen und EU-Zuschüssen wird Ungarn in die Lage versetzen, seine vorrangigen strategischen Ziele auf nationaler Ebene zu erreichen. Dabei sollen ein nachhaltiges Wirtschaftswachstum gefördert und die Lebensqualität der Menschen verbessert werden, indem die Arbeitsproduktivität gesteigert, das wirtschaftliche und integrative Wachstum gefördert und die Zahl und Qualität der Arbeitsplätze erhöht werden.

Die EIB unterstützte 2015 in erheblichem Maße die Entwicklung Budapests:

  • 200 Millionen Euro flossen in die Finanzierung von Investitionen, die den öffentlichen Nahverkehr und die Straßennetze betreffen. Hierzu zählen auch die Sanierung der U-Bahn- und Vorort-Bahnlinien sowie der Infrastruktur für die Straßenbahn und die Oberleitungsbusse, die Instandsetzung von Straßen und Brücken sowie Investitionen in rollendes Material, durch die die Qualität des öffentlichen Nahverkehrs verbessert werden soll.
  • Weitere 100 Millionen Euro wurden für die Stadterneuerung und -sanierung, Verbesserungen im Bereich der Energieeffizienz und den Umweltschutz bereitgestellt.

Diese Unterstützung ist für die Stadt enorm wichtig, da sie damit ihre nachhaltige soziale und wirtschaftliche Entwicklung fortsetzen, ihre Wettbewerbsfähigkeit durch die Erhöhung ihrer Attraktivität für Investoren stärken, die Lebensqualität erhöhen und die städtische Umwelt weiter verbessern kann.