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Die Europäische Investitionsbank (EIB) hat GN Store Nord, einem weltweit führenden Hersteller von Hörgeräten und Freisprecheinrichtungen, ein Darlehen von 75 Millionen Euro zur Verfügung gestellt. Das Unternehmen wird die Mittel zur Entwicklung von drahtlosen Hörgeräten der nächsten Generation sowie entsprechender Software und Diagnosegeräten nutzen. Dieser Beitrag der Institution der Europäischen Union für langfristige Finanzierungen wird dem Unternehmen helfen, den Komfort und die Benutzerfreundlichkeit seiner drahtlosen Hörgeräte zu erhöhen und so die Lebensqualität von Millionen schwerhöriger Menschen zu verbessern.

Ein Schwerpunkt des Projekts besteht in der Entwicklung von Silizium-Chipsätzen der nächsten Generation. Diese sind sozusagen das „Gehirn“ und das technologische Herzstück eines modernen digitalen Hörgeräts. Dabei sollen auch verschiedene Leistungsmerkmale entwickelt werden, die den Komfort und die Benutzerfreundlichkeit der fortschrittlichen drahtlosen Hörgeräte von GN weiter verbessern. Das Projekt umfasst darüber hinaus die Weiterentwicklung von Geräten und Software, mit denen die Hörgeräteakustiker die Hörgeräte an die individuellen Bedürfnisse ihrer Kunden anpassen.

Das Darlehen der EIB unterstützt GN – genauer gesagt seine Tochterunternehmen GN ReSound und GN Otometrics – bei diesem Projekt, das 2015-2017 im Forschungs- und Entwicklungszentrum des Unternehmens in Dänemark durchgeführt wird und zu zahlreichen Patentanmeldungen führen dürfte. Bei seinen Forschungsaktivitäten, die die Hörgerätetechnologie weltweit modernisieren sollen, arbeitet GN Store Nord mit Universitäten und Forschungseinrichtungen in ganz Europa zusammen.

Jan Vapaavuori, der für Finanzierungen in Dänemark zuständige EIB-Vizepräsident, erklärte: „Die Finanzierung von Forschung, Entwicklung und Innovation im Gesundheitssektor zählt zu den vorrangigen Zielen der Europäischen Investitionsbank. Wir sind daher stolz, GN Store Nord bei der Entwicklung akustischer Hörgeräte der nächsten Generation unterstützen zu können. Das Projekt festigt die Position Europas als wichtiger Technologieanbieter und schafft qualifizierte Arbeitsplätze. Es stärkt dadurch die internationale Wettbewerbsfähigkeit Europas in einem Bereich, der die Lebensqualität schwerhöriger Menschen entscheidend verbessert.“

Anders Boyer, CFO von GN Store Nord, betonte: „Unser Ziel ist es, den Trägern von Hörgeräten ein besseres Hörerlebnis zu ermöglichen. Unsere smarten Hörsysteme passen sich mit ihrer erstklassigen Klangqualität und -technologie bereits jetzt an die tatsächlichen Bedürfnisse der Nutzer im Alltag an. Wir möchten weitere innovative Lösungen finden, damit Hörgeräteträger noch besser kontrollieren können, was und wie sie hören. Durch zusätzliche Funktionen sollen sie in verschiedenen Situationen ebenso gut hören, interagieren und am Leben teilhaben können wie Menschen ohne Hörprobleme. Mit dem EIB-Darlehen können wir unsere Technologien weiterentwickeln und so dazu beizutragen, dass Schwerhörige immer weniger Nachteile haben.“

Als führendes innovatives Technologieunternehmen brachte GN Store Nord – über seine Tochtergesellschaft GN ReSound – das weltweit erste Hörgerät mit digitaler Klangverarbeitung auf den Markt. GN nutzte auch als erster Hersteller die 2,4-GHz-Funktechnologie bei Hörgeräten und führte das weltweit erste iPhone-kompatible Hörgerät mit direkter Audioübertragung in Stereo ein. Diese Technologie bietet den Nutzern von heute ein hervorragendes räumliches Klangbild und bindet sie nahtlos an zahlreiche Wireless-Geräte wie Smartphones und Tablets an. Dadurch bestimmen Hörgeräteträger wie nie zuvor über ihr Hörerlebnis.

Durch die Entwicklung noch leistungsstärkerer Hörgeräte wird das Vorhaben dazu beitragen, dass Menschen mit Hörschwäche besser am gesellschaftlichen und am Arbeitsleben teilnehmen können, wovon sie andernfalls möglicherweise ausgeschlossen wären. Die Bedienung der Hörgeräte über Smartphones erleichtert zudem den Alltag und ist unauffälliger, so dass sich Schwerhörige weniger ausgegrenzt fühlen.

In den vergangenen fünf Jahren hat die EIB über 10 Milliarden Euro für Investitionen im Gesundheitsbereich bereitgestellt. Die Institution der EU für langfristige Finanzierungen unterstützt diesen Bereich, indem sie sowohl die Modernisierung und den Ausbau von Krankenhäusern und medizinischen Zentren als auch die Forschung, Entwicklung und Innovation in der Medizintechnik, der Biotechnologie und der Pharmazie fördert. Diese Projekte verbessern die Gesundheit der Menschen durch Innovationen und eine bessere Gesundheitsversorgung.