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Mit einem Darlehen in Höhe von 100 Mio. Euro ko-finanziert die Europäische Investitionsbank (EIB) Forschungs- und Entwicklungsarbeiten (F&E) sowie Investitionen der Lenzing AG für TENCEL®  Fasern. Das auf die industrielle Fertigung von Cellulosefasern spezialisierte Unternehmen betreibt unter anderem ein mehrjähriges Entwicklungsprogramm zur Herstellung neuer, hochwertiger TENCEL®  Anwendungen. Die EIB und Lenzing unterzeichneten den Darlehensvertrag heute in Wien.

Die aus dem nachwachsenden Rohstoff Holz industriell hergestellten TENCEL®  Fasern kommen vor allem in der Textilindustrie zum Einsatz, werden aber auch für Vliesstoffe und im Rahmen technischer Anwendungen genutzt. Lenzing ist der weltweit einzige Hersteller, der in großindustriellem Maßstab die Technologie zur Herstellung dieser neuesten Generation cellulosischer Fasern beherrscht. Sie zeichnet sich durch besondere Umweltfreundlichkeit aus. Gegenüber Baumwolle bieten TENCEL®  Fasern eine signifikant bessere Ökobilanz. Lenzing bietet diese Fasern unter dem Markennamen TENCEL®  an. TENCEL®  Fasern weisen eine hohe Trocken- und Nassfestigkeit auf, sie sind weich und können Feuchtigkeit optimal absorbieren.

Das jetzt von Seiten der EIB bereitgestellte Darlehen ko-finanziert ein mehrjähriges F&E-Programm des Unternehmens, in dessen Rahmen neue Forschungseinrichtungen und Pilotanlagen errichtet und betrieben sowie Prozessinnovationen umgesetzt werden. Die Aktivitäten werden vorwiegend an den österreichischen Standorten des Unternehmens durchgeführt.

Das Darlehen erhält Lenzing aus einem Finanzierungsprogramm, das gemeinsam von EIB und Europäischer Kommission getragen wird. Bei der sogenannten Fazilität für Finanzierungen auf Risikoteilungsbasis handelt es sich um ein innovatives Instrument zur Teilung von Kreditrisiken. Es soll Privatunternehmen oder öffentlichen Einrichtungen einen besseren Zugang zu Fremdmitteln ermöglichen, wenn sie Vorhaben im Bereich F&E, Demonstration und Innovation durchführen. Die Finanzierung von F&E-Vorhaben gehört zu den Schwerpunkten der EIB. Allein im vergangenen Jahr beliefen sich die Darlehen in diesem Bereich auf ein Gesamtvolumen von 15,6 Mrd. Euro.

Wilhelm Molterer, Vizepräsident der EIB und zuständig für Finanzierungen in Österreich, sagte bei Unterzeichnung des Darlehensvertrags: „Lenzing gehört heute zu den Technologieführern auf dem Gebiet industriell gefertigter Cellulosefasern. Das ist auch das Ergebnis ehrgeiziger Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten. Es sind Unternehmen wie Lenzing, die mit richtungsweisenden Technologien maßgeblich zu Europas Innovations- und Wettbewerbsstärke beitragen. Die Finanzierung von industrieller Forschung ist eine Kernaufgabe der EIB.“

Lenzing-Vorstandsvorsitzender Peter Untersperger meinte dazu: „Die Partnerschaft mit der Europäischen Investitionsbank ist eine große Anerkennung der Leistungen unseres Unternehmens, insbesondere unserer Forschung und Entwicklung. Wir betreiben in Europa bereits drei TENCEL® Pilotanlagen mit dem Ziel, die Technologie und ihre Anwendungsbreite stetig zu optimieren. Wir sehen für die Zukunft noch erhebliche Wachstumspotenziale, die es nun zu erschließen gilt, denn die Nachfrage nach besonders umweltfreundlich hergestellten, gleichzeitig aber hochqualitativen Fasern wird kontinuierlich steigen.“