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    Luxemburg
    10
    jul 2014
    Luxemburg
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    Am Donnerstag, dem 10. Juli 2014 begrüßte die Europäische Investitionsbank 77 Delegierte aus 75 Ländern zu einer Nachbesprechung über die EU-Entwicklungspolitik in Afrika, in der Karibik und im pazifischen Raum. EIB-Präsident Werner Hoyer eröffnete die 11. Jahreskonferenz, auf der die AKP-Botschafter über die wichtigsten Finanzierungsergebnisse der Bank in den AKP-Ländern im Jahr 2013 und über die künftige Tätigkeit der EIB in den betreffenden Regionen informiert wurden. Der Schwerpunkt lag dabei auf den Förderkriterien und Instrumenten im Rahmen der neuen Mittel für Finanzierungen mit besonderem Entwicklungseffekt.

    EIB-Vizepräsident Pim van Ballekom hob die Bereiche hervor, in denen die Bank in den AKP-Ländern gezielt tätig wird. Dazu gehören Energie, Wasser, Verkehrs- und Telekommunikationsinfrastruktur, Unterstützung für einheimische Unternehmer und kleinere Projekte, die zusammen mit einheimischen Banken durchgeführt werden, sowie Klimaschutzmaßnahmen. Bei letzteren handelt es sich um Vorhaben, die dazu beitragen, klimaschädliche Emissionen zu verringern und die Regionen widerstandsfähiger gegen die Auswirkungen des Klimawandels zu machen.

    Der Privatsektor macht fast zwei Drittel des derzeitigen Finanzierungsportfolios der EIB in den AKP-Ländern aus, und dieser Anteil steigt weiter. Im Rahmen der Veranstaltung bestätigten die Vertreter aus den AKP-Ländern, dass der Privatsektor als Wachstumsmotor eine wesentliche Rolle spielt. Besonderes Augenmerk galt dem Potenzial von Mikrofinanzierungen und kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) in den AKP-Ländern. Alhaji Muhammad Mumuni, Generalsekretär der Gruppe der AKP-Staaten, brachte es mit seinen Worten auf den Punkt: „Die Zeit für die Entwicklung des Privatsektors ist nun reif... Die Gruppe der AKP-Staaten weiß heute genauer denn je, wie und warum sie den Privatsektor unterstützen will.“ Die Gruppe der AKP-Staaten hat im April 2014 einen strategischen Rahmen für die Entwicklung des Privatsektors verabschiedet. Nur zwei Monate später genehmigte der Ministerrat in Verbindung mit dem 11. Europäischen Entwicklungsfonds (EEF) einen gemeinsamen Rahmen für die Entwicklungszusammenarbeit zwischen der EU und den AKP-Ländern zugunsten des Privatsektors.

    Vertreter der Europäischen Kommission und des Europäischen Auswärtigen Dienstes (EAD) stellten die EU-Strategie für die Entwicklung des Privatsektors 2014-2020 und die Schlussfolgerungen des EU-Afrika-Gipfels vom April 2014 vor.

    Kreditnehmer und Projektträger, die Mittel aus EIB-Darlehen erhalten haben, erläuterten, was die Finanzierungsmittel der Bank in den Regionen bewirken. Zu ihnen gehörten Hendrik Hutting, CEO der Lake Turkana Wind Power Limited, und Kaushik Ray, Berater der EIB, sowie andere Geldgeber des Windparkprojekts Lake Turkana in Kenia; François-Xavier Poste, CEO von Microcred, Côte d’Ivoire, und Peter Munyiri, CEO der Family Bank Kenya.

    Die AKP-Botschafter begrüßten und lobten die Ausrichtung der Bank auf den Privatsektor und bestärkten sie darin, ihre Tätigkeit und Präsenz in diesem Bereich noch zu intensivieren und gleichzeitig die Auszahlungen zu beschleunigen.

    Für den Zeitraum 2014-2020 sind im 11. EEF 1,1 Milliarden Euro für die Investitionsfazilität vorgesehen. Davon dienen 500 Millionen Euro zur Aufstockung des revolvierenden Fonds, und 634 Millionen Euro stehen für Zuschüsse zur Finanzierung von Technischer Hilfe und Zinsvergütungen zur Verfügung. Die Mittel werden von der EIB verwaltet. Die Bank ergänzt diesen Finanzierungsbeitrag mit bis zu 2,5 Milliarden Euro aus eigenen Mitteln und unterstützt damit strategische Projekte in den AKP-Ländern. Dadurch können bis 2020 jährlich neue Finanzierungen von rund 1 Milliarde Euro vergeben werden.