- Präsidentin Calviño eröffnet das 4. Forum der EIB-Gruppe mit europäischen und globalen Entscheidern aus Politik, Wirtschaft und Institutionen
- EIB-Gruppe baut die European Tech Champions Initiative aus und stellt neue Instrumente vor, um Europas Risikokapital-Ökosystem zu stärken und die Finanzierungslücke für EU-Tech-Pioniere schnell und umfassend zu schließen
- Der heute veröffentlichte Investitionsbericht der EIB-Gruppe zeigt die Widerstandskraft der EU-Unternehmen, eine hohe Dynamik bei digitalen und grünen Investitionen sowie Chancen, den Binnenmarkt zu nutzen und Ersparnisse zu mobilisieren
Die Europäische Investitionsbank-Gruppe hat heute in Luxemburg das 4. Forum der EIB-Gruppe eröffnet. Präsidentin Nadia Calviño kündigte neue Finanzierungen zur Stärkung der europäischen Sicherheit und Verteidigung an. Außerdem stellte sie Maßnahmen für die Spar- und Investitionsunion vor, damit Unternehmen Innovationen vorantreiben, expandieren und im globalen Wettbewerb bestehen können. Das Forum findet vom 3. bis 5. März statt und bringt Innovatoren und Führungsspitzen aus Politik, Wirtschaft und Forschung zusammen – dieses Jahr unter dem Motto „Ein starkes Europa in einer Welt im Wandel“.
In ihrer Eröffnungsrede betonte Präsidentin Nadia Calviño Europas solide Grundlagen. Gleichzeitig rief sie dazu auf, Investitionen und die Integration der Kapitalmärkte zu beschleunigen und Verfahren schneller zu vereinfachen. In diesen unruhigen Zeiten sei es wichtiger denn je, Europas Souveränität zu stärken und globale Partnerschaften zu festigen.
Die EIB-Gruppe will ihrem Verwaltungsrat, der die 27 Mitgliedstaaten vertritt, die Ausweitung der erfolgreichen European Tech Champions Initiative (ETCI) vorschlagen. Damit will sie mehr Wachstumskapital in Europa mobilisieren. Zudem plant die Gruppe ein Pilotpaket für Ausstiegsinstrumente für Frühinvestoren und Start-up-Gründer, mit erweiterten Scale-up-Krediten, wandelbaren Instrumenten, Akquisitionsfinanzierungen und Unterstützung beim Börsengang in Europa. Die Pläne sind ein wichtiger Schritt in Richtung Spar- und Investitionsunion und ergänzen regulatorische Maßnahmen durch konkrete europaweite Instrumente.
„Diese Instrumente sorgen dafür, dass Ideen, Technologien und Unternehmen, die in Europa entstehen, auch hier wachsen und gedeihen sein können“, so Calviño. „Europa ist eine globale Supermacht mit dem Willen, den Fähigkeiten und den Ressourcen, den Weg in die Zukunft zu weisen.“
Die EIB-Gruppe will außerdem die erfolgreiche Defence Equity Facility ausbauen. Über sie tritt der Europäische Investitionsfonds als Ankerinvestor auf und mobilisiert Mittel für spezialisierte Privatfonds, um Eigenkapitalinvestments in europäische Verteidigungsunternehmen zu fördern. Zudem wird diese Woche eine weitere große Beteiligung an einem paneuropäischen Risikokapitalfonds für Deeptech und Verteidigungstechnologien vorgestellt.
Auch EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen unterstrich in einer Ansprache auf dem Forum die zentrale Rolle der EIB-Gruppe: „Wir alle wissen um die tiefgreifenden geopolitischen Veränderungen. Und unsere Aufgabe ist klar: Europa muss unabhängiger und wettbewerbsfähiger werden. Dabei ist die EIB ein unverzichtbarer Partner. Ihre Investitionen vervielfachen Möglichkeiten und helfen uns, unsere Ziele zu erreichen.“
Zu den Hauptrednerinnen und -rednern auf dem Forum gehören der Präsident des Europäischen Rates António Costa, die Exekutiv-Vizepräsidenten der Europäischen Kommission Teresa Ribera und Raffaele Fitto, die Kommissare Valdis Dombrovskis und Jessika Roswall, der Präsident der Euro-Gruppe Kyriakos Pierrakakis, Mistral-AI-CEO Arthur Mensch, der Astronaut Sławosz Uznański-Wiśniewski, der Schauspieler und UNDP-Goodwill-Botschafter Nikolaj Coster-Waldau sowie die Friedensnobelpreisträgerin Oleksandra Matviichuk.
Investitionsbericht
Zu den Highlights des Forums zählt der neue Investitionsbericht der EIB-Gruppe, für den erneut rund 13 000 Unternehmen in der EU befragt wurden. Er zeigt: Europäische Firmen sind widerstandsfähig, trotz der erhöhten Unsicherheit durch geopolitische Verschiebungen und jüngste Zoll- und Energieschocks. Globale Investoren sehen Europa weiterhin als stabilen Markt, dem man vertraut.
EU-Firmen stehen US-Firmen in der Digitalisierung und beim Einsatz von künstlicher Intelligenz nicht nach. Gleichzeitig investieren 90 Prozent weiter in die grüne Wende. Diese Investitionen stärken die Energiesicherheit und Souveränität der EU. Erneuerbare Energien machen inzwischen zwei Drittel der Stromkapazität in der Europäischen Union aus. Das senkt die Kosten und die Abhängigkeit von Importen.
EIB-Chefvolkswirtin Debora Revoltella: „Die Investitionen in Europa sind widerstandsfähig, müssen aber schneller wachsen. Dafür braucht es einen klaren Schub für private Investitionen – getragen von Geschäftschancen. Entscheidend ist, die Größe des EU-Binnenmarktes zu nutzen. Das erhöht die Chancen für Unternehmen, ihre Investitionen und die Widerstandskraft gegenüber externen Schocks. Die Größe des Binnenmarkts ist auch wichtig für strategische Branchen und für Europas Rolle in der Welt.“
Der Bericht betont auch, dass Investitionen in Netze, Speicher und grenzüberschreitende Verbindungen beschleunigt werden müssen, und verweist auf neue Engpässe in der Energiewende. Außerdem empfiehlt er eine engere Abstimmung bei Verteidigungsinvestitionen, wenn die EU-Staaten ihre Ausgaben bis 2035 auf 5 Prozent des Bruttoinlandsprodukts erhöhen.
Ein weiterer Punkt: Der Abbau von Hürden im Binnenmarkt könnte die Investitionsintensität europäischer Unternehmen um 10 Prozent steigern – vor allem bei immateriellen Vermögenswerten, die für Innovationen so wichtig sind. Aktuell verhandelte Freihandelsabkommen könnten die EU-Exporte in Partnerländer um mehr als 20 Prozent erhöhen.
Weitere Informationen zum Investitionsbericht der EIB-Gruppe finden Sie auf unserer Website.
Highlights des Forums
In den kommenden drei Tagen geht es vor allem um Europas Investitionsprioritäten und was es braucht, um wettbewerbsfähiger zu werden – von digitaler Infrastruktur und Klimaschutz über strategische Autonomie bis hin zu tieferen Kapitalmärkten und globalen Win-win-Partnerschaften.
Dazu werden neue Vereinbarungen und Finanzierungszusagen bekannt gegeben, unter anderem für Europas Sicherheits- und Verteidigungsfähigkeiten, Energieeffizienz und technologische Innovation. Auch für die Zusammenarbeit mit europäischen Partnerbanken, für saubere Energieprojekte in Afrika und eine neue Partnerschaft mit der Welthandelsorganisation. Die EIB-Gruppe stellt außerdem ihren dritten Gender-Aktionsplan vor, um die Gleichstellung und die wirtschaftliche Stärkung von Frauen in Europa und weltweit voranzubringen.
Hintergrundinformationen
EIB-Gruppe
Die Europäische Investitionsbank-Gruppe (EIB-Gruppe) ist der Finanzierungsarm der Europäischen Union und eine der weltgrößten multilateralen Entwicklungsbanken. Ihre Anteilseigner sind die 27 Mitgliedstaaten. 2025 unterzeichnete die EIB-Gruppe 100 Milliarden Euro an neuen Finanzierungen und Beratung für mehr als 870 wirkungsstarke Projekte in acht Kernbereichen, die die strategischen Ziele der EU unterstützen: Klima und Umwelt, Digitalisierung und technologische Innovationen, Sicherheit und Verteidigung, territorialer Zusammenhalt, Landwirtschaft und Bioökonomie, soziale Infrastruktur, starke globale Partnerschaften sowie die Spar- und Investitionsunion. Neben der Vergabe langfristiger Darlehen für große Infrastrukturprojekte mobilisiert die EIB-Gruppe privates Kapital für risikoreiche innovative Projekte und Unternehmen. Auf den europäischen Märkten für Venture Debt, Risikokapital, Garantien und Verbriefungen kommt ihr eine wachsende Bedeutung zu.
Der Europäische Investitionsfonds (EIF) ist die auf Eigenkapitalbeteiligungen, Garantien und Verbriefungen spezialisierte Tochtergesellschaft der EIB. Er erleichtert kleinen und mittleren Unternehmen sowie Start‑ups europaweit den Zugang zu Finanzierungen. Als Ankerinvestor mobilisiert der EIF über sein breites Netz von Partnerbanken und Investmentfonds privates Kapital und stärkt das Risikokapital‑Ökosystem, um innovative Unternehmerinnen und Unternehmer in Europa zu fördern.
2023 lancierte der EIF gemeinsam mit sechs Mitgliedstaaten (Frankreich, Deutschland, Italien, Spanien, Belgien und Niederlande) die European Tech Champions Initiative, einen Dachfonds zur Förderung innovativer Start-ups. Mit dieser Initiative wurden bislang bereits 14 europäische Risikokapital-Megafonds und das Scale-up von 40 Unternehmen unterstützt, darunter elf Unicorns (mit einer Marktbewertung von über 1 Milliarde Euro).
Auf unserer Website finden Sie hochwertige, aktuelle Fotos vom Sitz der EIB-Gruppe.
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