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EIB
  • EIB‑Gruppe reagiert auf Investitionsschwäche und geopolitische Risiken
  • Mehr als 5 Milliarden Euro für Unternehmen
  • 4,7 Milliarden Euro für Energieprojekte
  • Von Traton bis Vulcan Energy: Investitionen der EIB‑Gruppe stärken industrielle Innovation, Sicherheit und Klimaschutz

Die Europäische Investitionsbank‑Gruppe (EIB‑Gruppe) hat ihr Engagement in Deutschland im Jahr 2025 auf ein Rekordvolumen von 10,4 Milliarden Euro gesteigert, nach 9,6 Milliarden Euro im Vorjahr. Das ist so viel wie noch nie seit der Geschäftsaufnahme in Deutschland im Jahr 1960.

Die Mittel stoßen ein Gesamtinvestitionsvolumen von knapp 40 Milliarden Euro an und wirken damit weit über den unmittelbaren Beitrag der EIB‑Gruppe hinaus. Von den 10,4 Milliarden Euro entfielen 9 Milliarden Euro auf die Europäische Investitionsbank (EIB) und 1,4 Milliarden Euro auf ihre Tochtergesellschaft, den Europäischen Investitionsfonds (EIF).

Von den 10,4 Milliarden Euro Rekordfinanzierung entfielen mehr als 5 Milliarden Euro auf die Finanzierung von Unternehmen und innovativen Mittelständlern, 4,7 Milliarden Euro auf Energieprojekte sowie 1,65 Milliarden Euro auf Verkehr und bezahlbaren Wohnraum. Damit deckt die EIB‑Gruppe die entscheidenden Bereiche für Deutschlands Zukunft ab – von der industriellen Modernisierung über sichere und saubere Energieversorgung über industrielle Modernisierung bis hin zu moderner Mobilität und Wohnungsbau.

Nicola Beer, Vizepräsidentin der Europäischen Investitionsbank, sagte: „Mit unserem Rekordengagement von 10,4 Milliarden Euro zeigen wir: Deutschland steht im Zentrum der Finanzierung der EIB‑Gruppe – für mehr Resilienz, mehr Wettbewerbsfähigkeit und mehr Sicherheit in unsicheren Zeiten. Von effizienteren Lkw über Lithium aus Landau und mehr digitalisierte modernere Netze  bis zum Hochwasserschutz an Emscher und Lippe: Hinter jeder Zahl steht ein konkretes Projekt, das Menschen schützt, Unternehmen stärkt und Europas Souveränität ausbaut. Möglich ist das nur, weil wir eng mit Stadtwerken, Banken, Unternehmen und der öffentlichen Hand zusammenarbeiten – diese Partnerschaften sind der Schlüssel, um zusätzliche Investitionen in der notwendigen Größenordnung zu mobilisieren.“

Unterstützung der deutschen Wirtschaft

Mehr als 5 Milliarden Euro der Gesamtfinanzierung flossen an deutsche Unternehmen – direkt über die EIB, über Beteiligungen und Venture‑Capital‑Instrumente des EIF sowie über Kreditlinien mit Hausbanken für Mittelstand und kleine und mittelgroße Unternehmen (KMU). Im Mittelpunkt standen zukunftsweisende Projekte für nachhaltige Mobilität, Medizintechnik und Kreislaufwirtschaft.

Zu den Leuchtturmprojekten zählen die Entwicklung kraftstoffeffizienter Lkw bei Traton, eine präzise, minimalinvasive Epilepsie‑Therapie des Medtech‑Unternehmens Precisis, die Unterstützung von Forschung und Entwicklung innovativer Medizintechnologien durch Fresenius sowie der Ausbau moderner Kupferrecycling‑Kapazitäten bei Aurubis für Elektromobilität und Stromnetze. So übersetzt die EIB‑Gruppe Milliardenbeträge in konkrete Investitionen, die Arbeitsplätze sichern, Wertschöpfung in Deutschland generieren und Europas strategische Autonomie stärken.

Energie und Netze: Rekordjahr für Deutschlands Versorgungssicherheit

Mit 4,7 Milliarden Euro für Energieprojekte erreichte die EIB 2025 ihr bislang größtes Jahresvolumen im deutschen Energiesektor. Rund 70 Prozent dieser Mittel dienen Ausbau und Modernisierung von Stromnetzen – sowohl von Hochspannungsleitungen als auch von lokalen Verteilnetzen. Ziel ist eine sichere und bezahlbare Versorgung, zunehmend aus erneuerbaren Energien für Haushalte und Unternehmen. Bisher sind Stromnetze der Flaschenhals für die dezentrale Einspeisung von Wind- und Solarstrom sowie den großflächigen Einsatz von Wärmepumpen, E‑Mobilität und die digitale Transformation.

2025 war zudem das Jahr der Stadtwerke: In Karlsruhe finanziert die EIB moderne Wärme‑ und Strominfrastruktur, die stabile Heiz‑ und Stromkosten für Bürgerinnen, Bürger und Betriebe ermöglicht. In Mecklenburg‑Vorpommern unterstützt sie Netze, Speicher und erneuerbare Erzeugung, sodass der Norden zum Stromexporteur wird und energieintensive Unternehmen mehr Planungssicherheit erhalten. Zudem wurden Finanzierungen vereinbart, um Stromnetzinvestitionen von EAM in Thüringen und Hessen, BEN in Berlin, den Hamburger Energienetzen und SachsenEnergie in Sachsen zu unterstützen, ergänzt um eine neue Partnerschaft der EIB mit der Commerzbank, die Investitionen kleinerer Stadtwerke in moderne Netze und Energieprojekte finanziert.

Resilienz, Sicherheit und Verteidigung

Die EIB stärkt Deutschlands Resilienz auch durch Investitionen zur Sicherung kritischer Rohstoffe, dem Ausbau militärischer Sicherheit und durch Schutz vor Klimarisiken im Industrieland Deutschland.

In Landau (Rheinland‑Pfalz) finanziert die Bank mit 250 Millionen Euro das Vulcan‑Lithium‑Projekt, das erste großskalige Verfahren zur direkten Lithiumextraktion in Europa. Das Projekt soll 12 Prozent des für 2030 prognostizierten europäischen Bedarfs an Lithiumhydroxid decken. Es verringert damit die Importabhängigkeit der Batterie‑ und Automobilindustrie; zugleich liefert es CO₂‑neutrale Fernwärme für umliegende Gemeinden.

Mit über 540 Millionen Euro beteiligt sich die EIB an neuer Bundeswehr‑Infrastruktur in Litauen und stärkt damit die NATO‑Einsatzbereitschaft an Europas Ostflanke.

Zudem investiert sie 100 Millionen Euro in den Hochwasserschutz in der Region Emscher‑Lippe in Nordrhein‑Westfalen, wo Klimaanpassungsinfrastruktur rund 3,7 Millionen Menschen besser vor Extremwetter schützt, wirtschaftliche Schäden reduziert und die Region als Industrie‑ und Wohnstandort aufwertet.

Ausblick: Innovation, Verteidigung und Lieferkettenresilienz

Für die kommenden Jahre setzt die EIB Gruppe in Deutschland auf drei strategische Schwerpunkte und knüpft damit an die 2024 gestartete Agenda für Wettbewerbsfähigkeit und Klimaschutz an:

  • Spar- und Investitionsunion, um den Kapitalmarkt zu vertiefen und Innovations- und Technologieführerschaft auszubauen.
    • TechEU Programm zur Technologie‑Skalierung,
    • ETCI 2:0 für das Venture‑Capital‑ und Startup‑Ökosystem
    • Exit-Toolbox für europäische Börsengänge und Unternehmensfusionen

So wachsen europäische Ideen mit europäischem Kapital in Europa – für mehr Arbeitsplätze, Wohlstand und Zukunftsfähigkeit.

  • Verteidigungsindustrie: Über Partnerschaften mit Geschäftsbanken finanziert die EIB deutsche Zulieferer in sicherheitsrelevanten Technologien und stärkt so Europas Verteidigungsfähigkeit.
  • Resiliente Lieferketten: durch den Ausbau der industriellen Basis in Deutschland und Europa sowie der internationalen Partnerschaften sichern wir Schlüsseltechnologien und kritische Rohstoffe, um Abhängigkeiten zu reduzieren und unsere wirtschaftliche und politische Handlungsfähigkeit zu sichern.

Hintergrundinformationen

EIB Gruppe

Die Europäische Investitionsbank (EIB) ist die Bank  der Europäischen Union und ihr Spezialist für langfristige Finanzierungen. Ihre Anteilseigner sind die europäischen Mitgliedstaaten.

Der Europäische Investitionsfond (EIF) ist Teil der EIB-Gruppe und spezialisiert auf Venture Capital, Wachstumsfinanzierung und Garantien zur Stärkung des europäischen Innovations- und KMU-Ökosystems.

Im Jahr 2025 unterzeichnete die EIB‑Gruppe neue Finanzierungen in Höhe von 100 Milliarden Euro für mehr als 870 wirkungsstarke Projekte in acht zentralen Schwerpunktbereichen, die die politischen Ziele der EU unterstützen: Klimaschutz und Umweltschutz, Digitalisierung und technologische Innovation, Sicherheit und Verteidigung, Kohäsion, Landwirtschaft und Bioökonomie, soziale Infrastruktur, Kapitalmarktunion sowie ein stärkeres Europa in einer friedlicheren und wohlhabenderen Welt.

Sämtliche von der EIB‑Gruppe finanzierten Projekte stehen im Einklang mit dem Pariser Klimaabkommen.

Kontakt

Referenz

2026-032-DE