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Die Europäische Investitionsbank bestätigte heute ihre Pläne zur stärkeren Unterstützung für den Green for Growth Fund, um so neue Investitionen in Kleinvorhaben im Bereich Energieeffizienzsteigerung und erneuerbare Energien in den nordafrikanischen Staaten Marokko, Ägypten und Tunesien sowie im Libanon, in Jordanien und in den palästinensischen Gebieten zu ermöglichen. Nach der geografischen Ausweitung des Klimaschutzfonds auf den südlichen Mittelmeerraum konzentriert sich die Tätigkeit auf Vorhaben, die ein hohes Potenzial für Energieeinsparungen und die Minderung des CO2-Ausstoßes haben, und zwar in Ländern, die bisher in hohem Maße fossile Brennstoffe verfeuern, kaum erneuerbare Energien nutzen und nur in begrenztem Umfang Energieeffizienzprogramme durchführen.

„Die Mobilisierung neuer Investitionen in erneuerbare Energien und Energieeffizienz ist eine globale Herausforderung. Der Green for Growth Fund hat hier bereits beeindruckende Erfolge erzielt, die zur stärkeren Nutzung nachhaltiger Energieträger in Südosteuropa und den östlichen Nachbarländern der Union geführt haben. Die Europäische Investitionsbank ist entschlossen, die lokale Wirkung von Klimaschutzinvestitionen zu stärken. Die vorgesehene Ausweitung des Green for Growth Fund auf Nordafrika und den Nahen Osten kann zur Emissionsminderung und zu einer nachhaltigen Alternative zur Nutzung fossiler Brennstoffe in der Region beitragen“, erläuterte Jonathan Taylor, Vizepräsident der Europäischen Investitionsbank.

Der Green for Growth Fund stellt zweckgebundene Durchleitungsdarlehen für zwischengeschaltete lokale Institute aus dem Finanz- und dem Nichtfinanzsektor – darunter Geschäftsbanken und Mikrofinanzinstitute – bereit. Die weitergeleiteten Mittel kommen Investitionsvorhaben in den Bereichen erneuerbare Energien und Energieeffizienz zugute, die von lokalen Partnern wie etwa Unternehmen, Haushalten, Kommunen und Energieunternehmen realisiert werden. Mit gezielter technischer Hilfe können Umwelt- und Sozialverträglichkeitsprüfungen, Energieaudits und die Auflegung von Kreditfazilitäten speziell für Energieeffizienzvorhaben gestärkt werden.

Die Ausweitung des Green for Growth Fund soll bis Ende des Jahres unter Dach und Fach sein. Der vorgeschlagene zusätzliche EIB-Beitrag in Höhe von 25 Millionen Euro, der die bereits in den vergangenen sechs Jahren bereitgestellten 50 Millionen Euro ergänzt, wurde Anfang der Woche vom EIB-Verwaltungsrat genehmigt. In ihm sind die Anteilseigner aus 28 EU-Ländern und die Europäische Kommission vertreten.

Bei der derzeit in Marrakesch (Marokko) stattfindenden 22. Tagung der Konferenz der Vertragsparteien (COP22) wiesen Vertreter der Europäischen Investitionsbank und des Green for Growth Fund heute darauf hin, wie die Initiative in der Vergangenheit Investitionen für Projekte mobilisieren konnte, die die EIB ansonsten nicht direkt hätte unterstützen können. Gleichzeitig bekräftigten sie ihr gemeinsames Engagement für die Unterstützung neuer Energieeffizienz- und Erneuerbare-Energien-Projekte.

Jonathan Taylor ergänzte: „Die vor kurzem gelungene Ratifizierung des Pariser Klimaschutzübereinkommens stellt eine globale Verpflichtung zur Bekämpfung des Klimawandels dar. Vor diesem Hintergrund sind sich Länder auf der ganzen Welt einig, dass die Mobilisierung von öffentlichen und privaten Finanzierungsmitteln für Klimaschutzvorhaben mit lokaler Wirkung, wie sie vom Green for Growth Fund bereits erfolgreich durchgeführt wurde, äußerst wichtig ist.“

„Die EIB spielte bei der Einrichtung des Green for Growth Fund eine Schlüsselrolle und ist weiterhin einer der führenden Partner dieses Fonds. Wir freuen uns sehr über das stärkere Engagement der EIB, das den Green for Growth Fund bei der Mobilisierung zusätzlicher Privatinvestoren unterstützen und seine weitere Ausweitung ermöglichen wird, um so die bewährte Förderung für Energieeffizienz- und Erneuerbare-Energien-Projekte auszubauen“, meinte Elvira Lefting, Beraterin für den „Green for Growth Fund“.

Der Green for Growth Fund mit einem Fondsvolumen von 410 Millionen Euro wird seit 2009 von der EIB und der KfW als Koinitiatorin unterstützt. Weitere Partnern sind die EBWE, die IFC, die FMO, das deutsche Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und die Europäische Kommission. Der Fonds ermöglichte den Endbegünstigten Investitionen, die jährlich 1 300 000 MWh und 329 000 Tonnen CO2 einsparen.

Die neuerliche Beteiligung der Europäischen Investitionsbank ist eine Anerkennung für den bisherigen Erfolg des Green for Growth Fund, der sich mit seinen Finanzierungen bislang auf Klimaschutzprojekte in Südosteuropa, der Ukraine, der Republik Moldau, der Türkei, Armenien und Aserbaidschan konzentrierte.

Die Finanzberatungsgesellschaft Finance in Motion, die den „Green for Growth Fund“ berät, unterhält bereits ein Büro in Ägypten, und für Marokko ist eine zweite dauerhafte Repräsentanz geplant. Sie soll die Zusammenarbeit mit den Inlandsbanken und Projektunternehmen stärken. Darüber hinaus unterhält Finance in Motion auch Büros in Frankfurt am Main, Eriwan, Sarajevo, Bogotá, Kairo, Tiflis, Nairobi, Priština, Luxemburg, Chișinău, Skopje, Podgorica, Istanbul, Belgrad und Kiew.

Die Europäische Investitionsbank ist die weltweit größte Finanzierungsinstitution für Klimafinanzierungen. Im vergangenen Jahr stellte sie für klimabezogene Projekte in der Europäischen Union und der ganzen Welt Finanzierungsmittel in Höhe von 20,7 Milliarden Euro bereit.

Hintergrundinformationen:

Der Green for Growth Fund finanziert Maßnahmen zur Senkung des Energieverbrauchs und des CO2-Ausstoßes um mindestens 20 Prozent. Er ist auf 19 Märkten in Südosteuropa, im Kaukasus, in der Ukraine und der Republik Moldau sowie im Nahen Osten und in Nordafrika tätig. Der Fonds stellt Finanzierungsmittel für lokale Partner bereit, die diese Mittel dann an Unternehmen und Privathaushalte weiterleiten. Gleichzeitig stellt er für Vorhaben im Bereich der erneuerbaren Energien auch direkte Finanzierungen bereit, vorwiegend in Form vorrangiger Darlehen. Weitere Informationen finden Sie unter www.ggf.lu.