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Frau Marta Gajęcka wird am 16. August 2007 neue Vizepräsidentin der Europäischen Investitionsbank werden. Sie tritt die Nachfolge von Ivan Pilip an, dessen dreijährige Amtszeit endet. Ivan Pilip war der erste Vizepräsident der EIB aus einem EU-Mitgliedstaat, der der Union nach dem 1. Mai 2004 beigetreten ist.

Marta Gajęcka ist polnische Staatsbürgerin. Sie wurde vom Rat der Gouverneure der EIB auf Vorschlag der Republik Polen im Einvernehmen mit den übrigen Mitgliedern der Ländergruppe – Bulgarien, Tschechische Republik, Zypern, Ungarn, Malta, Slowenien und Slowakei – bestellt.

Frau Gajęcka wird die Aufgabenbereiche von Herrn Pilip übernehmen und für Finanzierungen in Polen, der Tschechischen Republik, Ungarn, der Slowakei, Slowenien und Bulgarien, für die Unterstützung der Transeuropäischen Verkehrs- und Energienetze und für Corporate Social Responsibility zuständig sein. Sie wird auch als Stellvertretende Gouverneurin der EBWE fungieren.

Als Vizepräsidentin wird Frau Gajęcka dem Direktorium der EIB angehören, das sich aus dem Präsidenten Philippe Maystadt und acht Vizepräsidenten zusammensetzt, die gemeinsam die laufenden Geschäfte der Bank wahrnehmen.

Marta Gajecka hat sich in ihrem Studium auf internationale wirtschaftliche und politische Beziehungen spezialisiert. Außerdem hat sie an der Universität Warschau Soziologie studiert. Vor ihrem Eintritt in die Bank war sie Unterstaatssekretärin im Ministerium der Finanzen der Republik Polen. Davor war sie bis 2006 in diesem Ministerium als mit der Führung der Geschäfte beauftragte Leiterin der Abteilung Steuerpolitik tätig. Von 2004 bis 2006 arbeitete sie als Finanzberaterin der Ständigen Vertretung Polens bei der EU in Brüssel, nachdem sie von 2002 bis 2004 Finanzberaterin der Ständigen Vertretung Polens bei der OECD in Paris war. Frau Gajęcka begann ihre berufliche Laufbahn als Senior Specialist im polnischen Finanzministerium.

Allgemeines:

Als Finanzierungsinstitution der Europäischen Union unterstützt die EIB Projekte von europäischem Interesse. In den vergangenen fünf Jahren stellte sie Darlehen von 218 Mrd EUR für große Investitionsvorhaben bereit. Die wichtigsten Bereiche ihrer Finanzierungstätigkeit sind der wirtschaftliche und soziale Zusammenhalt, die Umsetzung der Lissabon-Agenda, der Ausbau der Transeuropäischen Verkehrsnetze, die Sicherheit und Diversifizierung der Energieversorgung, der Umweltschutz sowie die Unterstützung kleiner und mittlerer Unternehmen. Außerhalb der Europäischen Union unterstützt die EIB die Entwicklungs- und Kooperationspolitik der EU in den südlichen und östlichen Nachbarstaaten, in den Staaten der Region Afrika–karibischer Raum–Pazifischer Ozean, in Lateinamerika und in Asien. Die EIB nimmt die von ihr benötigten Mittel auf den Kapitalmärkten auf und arbeitet eng mit den anderen EU-Institutionen zusammen.