Die Beratungsteams der Europäischen Investitionsbank (EIB) und die Europäische Kommission starten ein neues Schulungsprogramm, um die strategische Hafeninfrastruktur in der EU zu stärken. Die Initiative fällt unter das JASPERS-Mandat und erhält gemäß einer gemeinsamen Beitragsvereinbarung von Kommission und EIB Mittel aus der Connecting-Europe-Fazilität und den Fonds der Kohäsionspolitik.
Das Beratungsangebot richtet sich an kleine und mittlere Häfen, die zum transeuropäischen Verkehrsnetz (TEN-V) gehören. Sie erhalten Unterstützung bei der Vorbereitung hochwertiger, technisch solider und wirtschaftlich tragfähiger Investitionsprojekte. Damit wird vor allem gewährleistet, dass die Projekte in puncto Nachhaltigkeit, Resilienz, Digitalisierung und Konnektivität den Zielen der EU entsprechen.
Europas Häfen sind der Anker der europäischen Wirtschaft. Sie sichern den reibungslosen Transport wichtiger Güter sowie von Energie und Rohstoffen. Schiffe mit mehr als 400 Millionen Passagieren und bis zu 3,5 Milliarden Tonnen Fracht laufen dort jedes Jahr ein und aus. Damit sind die Häfen das Kernstück des europäischen Verkehrsnetzes. Sozusagen das logistische Rückgrat für Wirtschaft und Gesellschaft.
Die Beratungsteams der EIB bieten gezielte Unterstützung und geben in themenspezifischen Live-Webinaren und interaktiven Workshops ihr Fachwissen weiter. Damit helfen sie kleinen und mittlerem Häfen in der EU, ausgehend von ihren strategischen Prioritäten konkrete, ausgereifte Investitionen zu entwickeln. Der Aufbau administrativer Kapazitäten vor Ort macht es für Häfen zudem leichter, EU-Mittel und EIB-Finanzierungen zu beantragen. Das beschleunigt wichtige Investitionen – im aktuellen Programmplanungszeitraum und auch danach.
Der Beratungsauftrag ist Teil des Beitrags von EIB Beratung zu den Zielen der EU-Verkehrspolitik – für den Aufbau widerstandsfähiger, nachhaltiger, sicherer und gut angebundener Verkehrsnetze.
Seit Beginn ihrer Tätigkeit hat EIB Beratung unter JASPERS und anderen Mandaten mehrere Häfen unterstützt, etwa in puncto Klimaresilienz und Klimaanpassung, beim Einsatz alternativer Kraftstoffe sowie beim Ausbau der Häfen und ihrer besseren Anbindung. Die neue Initiative knüpft daran an. Mit strukturierten Schulungen und maßgeschneiderter Unterstützung hilft sie, spezifische Kapazitätslücken zu schließen und technische Schwächen zu beheben. Damit kein Hafen zurückbleibt.