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Carlos da Silva Costa, Vizepräsident der Europäischen Investitionsbank (BEI) und Carlos Appelgren, chilenischer Botschafter bei der Europäischen Union, unterzeichneten heute in Luxemburg ein Rahmenabkommen, das die Grundlage der künftigen Tätigkeit der EIB in Chile bildet. Nach chilenischem Recht musste das Abkommen unterzeichnet werden, bevor es dem chilenischen Kongress zur Ratifizierung vorgelegt wird.

Anlässlich der Unterzeichnung des Abkommens unterstrich Vizepräsident da Silva Costa „die Bedeutung dieses Schritts, der die bereits bestehende Zusammenarbeit im Rahmen des Assoziierungsabkommens zwischen der Europäischen Union und Chile verstärkt und somit den Einsatz neuer Instrumente ermöglicht.“ Des Weiteren betonte er, dass „dieses Abkommen zu einem nachhaltigen und soliden Wachstum beitragen wird, da es die Finanzierung von Investitionsvorhaben von gemeinsamem Interesse ermöglicht, die die Produktionsstruktur stärken und die politischen Maßnahmen zur Bekämpfung des Klimawandels unterstützen.“

Das Assoziierungsabkommen von 2002 zwischen Chile und der Europäischen Union sieht vor, dass die EIB im Rahmen der EU-Entwicklungszusammenarbeit in Chile tätig wird. Die Unterzeichnung des Abkommens ist der notwendige erste Schritt, um Operationen der EIB in Chile zu ermöglichen.

Die Europäische Investitionsbank ist die Institution der EU für langfristige Finanzierungen. Sie wurde 1957 errichtet und ist sowohl in den 27 EU-Mitgliedstaaten als auch außerhalb der EU in mehr als 130 Drittländern in Asien und Lateinamerika, Mittel- und Osteuropa, der Balkanregion, im Mittelmeerraum, in Afrika, im karibischen Raum und im Pazifischen Ozean tätig. Die Darlehensoperationen der EIB außerhalb der EU sind Teil der Entwicklungszusammenarbeit der EU mit diesen Ländern.

Die EIB finanziert Projekte in Lateinamerika im Rahmen des laufenden Mandats für Finanzierungen in Asien und Lateinamerika für den Zeitraum 2007-2013 (ALA IV). Dieses ermächtigt die EIB, bis zu 3,8 Mrd EUR für Vorhaben bereitzustellen, die die Präsenz der EU in der Region durch ausländische Direktinvestitionen sowie durch den Transfer von Technologie und Know-how stärken und zum Klimaschutz beitragen.

Die EIB kann Klimaschutzprojekte in Chile auch im Rahmen der Fazilität für Nachhaltigkeit und Sicherheit der Energieversorgung für den Zeitraum 2007-2013  (3 Mrd EUR) finanzieren, die der Rat der Gouverneure der Bank 2007 genehmigte.

Die Bank hat seit 1993 drei aufeinanderfolgende Finanzierungsmandate für Asien und Lateinamerika umgesetzt. Der aktuelle Höchstbetrag von 3,8 Mrd EUR für diese Region ist in die Richtbeträge 2,8 Mrd EUR für Lateinamerika und 1 Mrd EUR für Asien aufgeteilt.