Initiativen der Europäischen Investitionsbank zur Förderung des Emissionshandels

Initiativen zur Förderung des Emissionshandelsmarktes sind ein fester Bestandteil der Maßnahmen, mit denen die Europäische Investitionsbank auf die Klimaschutzfrage reagiert. In Einklang mit den Strategien der Europäischen Union unterstützt die Bank Aktivitäten zur Eindämmung des Klimawandels bzw. zur Anpassung an den Klimawandel und beteiligt sich an Initiativen, die den Handel mit Emissionszertifikaten fördern.
Mit der Unterzeichnung des Kyoto-Protokolls haben sich die teilnehmenden Industriestaaten verpflichtet, ihre Treibhausgasemissionen bis 2012 um durchschnittlich 5,2% gegenüber dem Stand von 1990 zu senken. Das Protokoll sieht sogenannte flexible Mechanismen vor, die den Handel mit Emissionsrechten und den Erwerb von Emissionszertifikaten aus Projekten mit niedrigem CO2-Ausstoß ermöglichen, um die Länder bei der Erfüllung ihrer Reduktionsverpflichtungen zu unterstützen.
Die EIB fördert den Emissionshandel durch Marktinstrumente, die sie in Zusammenarbeit mit anderen öffentlichen und privaten – nationalen wie internationalen – Finanzierungsinstitutionen entwickelt hat. Durch ihre Beteiligung an der Errichtung von Emissionshandelsfonds (Carbon funds) will die EIB dazu beitragen, dass mehr öffentliches und privates Kapital zur Förderung von klimafreundlichen Projekten eingesetzt wird.
Die Carbon Funds, an deren Errichtung die EIB beteiligt ist, konzentrieren sich vor allem auf die weniger entwickelten Bereiche des Emissionshandelsmarktes. Ihr Ziel ist es, die EU-Mitgliedstaaten und die Unternehmen in der EU sowie andere Institutionen bei der Erfüllung ihrer Reduktionsverpflichtungen aufgrund des Kyoto-Protokolls und des Emissionshandelssystems der Europäischen Union (ETS) zu unterstützen. Sie helfen darüber hinaus Projektträgern in Transformations- und Entwicklungsländern dabei, Finanzierungsmittel für klimafreundliche Investitionen zu beschaffen.
Die von der EIB unterstützten Klimaschutzfonds haben unterschiedliche Ziele, Strukturen, regionale Ausrichtung und Teilnehmer. Sie sind jedoch alle darauf ausgelegt, die Marktkapazität zu erweitern und sollen die Beteiligung des Privatsektors am Emissionshandelsmarkt ergänzen und nicht ersetzen. Die Carbon Funds der EIB sollen auch Marktentwicklungen vorwegnehmen und das Vertrauen in regulatorische Entwicklungen stärken, vor allem für den Zeitraum nach 2012, d.h. nach dem Ende der Laufzeit des Kyoto-Protokolls.










