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  • Europäische Plattform für Investitionsberatung startet erste Beratungsprogramme in Irland
  • Entwicklung neuer Möglichkeiten zur Finanzierung von Forschung und Innovation und von Digitalisierungsvorhaben irischer Unternehmen
  • Digitalisierung und Forschung entscheidend für Irlands Wettbewerbsfähigkeit

Um wettbewerbsfähig zu bleiben, will Irland in wichtigen Sektoren investieren. Dazu werden nun international bewährte Verfahren in zwei zentralen Bereichen bewertet. Die Beratungsexperten der EIB wollen Möglichkeiten untersuchen, um Investitionen in Forschung und Innovation in Irland effizienter zu finanzieren und die Digitalisierung kleiner irischer Unternehmen schneller voranzubringen.

Die beiden neuen Beratungsprogramme wurden heute in Dublin von Pat Breen, Staatsminister für Handel, Beschäftigung und Wirtschaft, John Halligan, Staatsminister für Ausbildung, Qualifizierung, Forschung und Entwicklung, und Andrew McDowell, Vizepräsident der Europäischen Investitionsbank (EIB), formell vereinbart.

„Der gezielte Einsatz öffentlicher Mittel zur Finanzierung von Innovations- und Digitalisierungsvorhaben ist für Irlands langfristige Wettbewerbsfähigkeit und sein Wirtschaftswachstum von entscheidender Bedeutung. Bei ihrer ersten Zusammenarbeit werden die Sachverständigen der Europäischen Plattform für Investitionsberatung mit den irischen Partnern bewährte Verfahren aus ganz Europa analysieren und nach Möglichkeiten für eine bessere Nutzung knapper öffentlicher Mittel suchen, um die Finanzierung künftiger Vorhaben zu verbessern. Mit dieser neuen Initiative knüpft die Europäische Investitionsbank-Gruppe an ihre gute Erfolgsbilanz bei der Unterstützung wichtiger Investitionen im ganzen Land an“, sagte EIB-Vizepräsident Andrew McDowell.

Erste Beratung in Irland im Rahmen des Juncker-Plans, der 500 Milliarden Euro mobilisieren soll

Mit diesen neuen Beratungsprogrammen wird die Europäische Plattform für Investitionsberatung, die gemeinsam von der Europäischen Investitionsbank und der Europäischen Kommission im Rahmen der Investitionsoffensive für Europa („Juncker-Plan“) eingerichtet wurde, erstmals in Irland tätig. Daran zeigt sich, wie wichtig es ist, strukturelle Probleme zu bewältigen, die künftige Investitionen behindern, und gleichzeitig für ein höheres Finanzierungsvolumen zu sorgen.

Bessere öffentliche Investitionen zur Beschleunigung von Innovation, Wirtschaftswachstum und Beschäftigung

Gemeinsam mit dem Ministerium für Wirtschaft, Unternehmen und Innovation werden die internationalen Finanzierungsexperten der Abteilung Beratung für Innovationsfinanzierungen der EIB nach Lösungen für den optimalen Einsatz öffentlicher Mittel suchen und neue Finanzierungsmechanismen entwickeln. Zudem wollen sie dafür sorgen, dass künftige Investitionen für einen Finanzierungsbeitrag aus der[WE1]  Investitionsoffensive für Europa berücksichtigt werden.

Mehr öffentliche Unterstützung für Forschung und Innovation

Im Rahmen des neuen Kooperationsprogramms sollen neuen Mechanismen vorgeschlagen werden, mit deren Hilfe die irische Regierung über das Ministerium für Wirtschaft, Unternehmen und Innovation öffentliche Mittel für vorrangige Forschungs- und Entwicklungsvorhaben optimal einsetzen kann, um weitere Ressourcen zu mobilisieren.

„Ich begrüße die Unterstützung durch die Europäische Plattform für Investitionsberatung, die für uns eine Studie zu Finanzierungsmodellen durchgeführt hat.  Unser Entwicklungsplan Project Ireland 2040 sieht umfangreiche, vorrangige Investitionen in Forschung und Innovation vor. Diese Beratung wird dazu beitragen, dass wir mit unseren Investitionen die größtmögliche Wirkung erzielen“, so Minister Halligan.

Derzeit stellt der irische Staat mehr als 750 Millionen Euro für Forschung und Entwicklung bereit. Mit dieser Unterstützung lässt sich mehr erreichen, wenn verstärkt Mittel der Europäischen Union oder Finanzierungen der Europäischen Investitionsbank genutzt werden. Die an der neuen Initiative beteiligten Partner wollen anhand erfolgreicher Beispiele der Mittelkombination Modelle ermitteln, die sich für die Bedingungen in Irland eignen.

Zügigere Digitalisierung irischer Unternehmen

Digitalisierte Unternehmen in Europa haben einen besseren Zugang zu neuen Märkten und sind innovativer und wettbewerbsfähiger. In Irlands neuer IKT-Strategie gehört die Digitalisierung traditioneller kleiner und mittelgroßer Unternehmen zu den wichtigsten Prioritäten des Landes.

Bei der Bekanntgabe der neuen Initiative erklärte Minister Breen: „Ich freue mich, dass mein Ministerium und die Europäische Investitionsbank gemeinsam kleine und mittelgroße Unternehmen in Irland beim digitalen Wandel unterstützen. Mir ist klar, dass es für viele Firmen schwer ist, zu entscheiden, wann und wie sie am besten in Technologie investieren sollen, und dass ihre Optionen bei der Kapitalbeschaffung für technologieorientierte Investitionen unter Umständen begrenzt sind. Diese Studie soll die Wissens- und Finanzierungslücken aufdecken, die sowohl traditionelle als auch Hightech-Unternehmen in Irland an der Digitalisierung hindern, und gezielte Finanzierungsinstrumente ermitteln entwickeln, mit denen wir diese Lücken schließen können.“

Gemeinsam mit dem Ministerium für Wirtschaft, Unternehmen und Innovation werden die Sachverständigen neue Finanzierungsmechanismen entwickeln, die dem Investitionsbedarf kleiner und mittelgroßer Unternehmen in Irland bei der Digitalisierung entsprechen, und wichtige Schritte empfehlen, durch die sie die Digitalisierung schneller vorantreiben können.

2017 stellte die EIB neue Finanzierungen von mehr als einer Milliarde Euro für öffentliche und private Investitionen in Irland bereit. Unter anderem unterstützte sie ein langfristiges Programm zur Umgestaltung der Gesundheits-, Bildungs- und Verkehrsinfrastruktur sowie Vorhaben von Unternehmen.